Der Siemens MAGNETOM 7T MRI steht in einem eigens dafür errichteten Gebäude neben dem schon seit Jahren für die klinische Forschung eingesetzten 3 Tesla Hochfeld-MR-Tomographen. Durch den Aufbau eines interdisziplinären wissenschaftlichen Umfeldes in Zusammenarbeit mit mehreren Kliniken und Forschungsinstituten entstand das in dieser Form weltweit einzigartige Exzellenzzentrum Hochfeld-MR.
Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit des Zentrums für Biomedizinische Technik und Physik und der Univ.-Klinik für Radiodiagnostik in unmittelbarer Nähe zum AKH Wien bietet die MedUni Wien die weltweit besten Voraussetzungen um neue Methoden für den zukünftigen klinischen Einsatz von Hochfeld-MR mit 7Tesla-MRT zu entwickeln und weltweit Standards dafür zu setzen.
Mit Hilfe des neuen 7 Tesla-Ultrahochfeld-Magnetresonanz-Tomographen können unter anderem Aktivitäten von Hirnarealen mit hoher räumlicher Auflösung, Leberstoffwechsel-störungen bei Zuckerkrankheit und frühe Schädigungen des Gelenksknorpels nach Trauma oder bei Rheuma untersucht werden. Aber auch zahlreiche weitere klinisch-neurologische, psychiatrische, abdominelle und orthopädische Problemkreise können mit diesem Gerät zum ersten Mal in vivo untersucht werden. Die MedUni Wien strebt mit dem Betrieb des 7 Tesla- und des 3 Tesla-Geräts eine internationale Topposition an. Der 3 Tesla-Magnetresonanztomograph erlaubt die Übertragung neuester 7 Tesla-Forschungsergebnisse in den klinisch angewandten Forschungsbereich.
Das Exzellenzzentrum „Hochfeld-MR“ der MedUni Wien (Naturwissenschaftlicher Leiter ist der MR Physiker Prof. Dr. Ewald Moser, Medizinischer Leiter der Radiologe Prof. Dr. Siegfried Trattnig) ist in dieser Kombination weltweit einzigartig, da es biomedizinische Grundlagenforschung und Methodenentwicklung im Bereich Hochfeld- und Ultrahochfeld-MR mit funktionell-metabolisch orientierter klinischer Forschung vereinigt.
Die Grundlagenforschung bei 7 Tesla und 3 Tesla ermöglicht in enger Zusammenarbeit mit der Firma Siemens Medical Solutions eine konsequente MR-Hardware und Softwareentwicklung im Hinblick auf neue Messsequenzen, Spulendesigns, Spulen für andere Atomkerne, etc. Diese Entwicklung beruht auf der über zehnjährigen Aufbauarbeit der Univ.-Klinik für Radiodiagnostik (Prof.Dr. H. Imhof) und dem Zentrums für Biomedizinische Technik und Physik (Prof. Dr. Helmar Bergmann, Prof. Dr. Adolf Fercher) zusammen mit der MR-Forschungsgruppe (Prof. Dr. Ewald Moser) und den klinischen Arbeitsgruppen unter Prof. Dr. Roland Beisteiner (Neurologie), Prof. Dr. Michael Roden (Innere Med. III) und Prof. Dr. Siegfried Trattnig (Radiodiagnostik). Diese neue innovative Forschungsplattform garantiert basis- und anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung auf höchstem internationalem Niveau.