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Neue Forschungsprojekte: MedUni wird Zentrum für Bildgebende Verfahren

 

Mit der Inbetriebnahme eines neuen 7-Tesla-Magnetresonanztomographen von Siemens wird die Medizinische Universität Wien zu einem der bestausgerüsteten Zentren für bildgebende Verfahren in Europa.

Die Physikalische Einheit „Tesla“, mit der Physiker die Stärke eines Magnetfeldes definieren, ist ein Maßstab für die Entwicklung der MRT in den letzten Jahren. Während Kliniken meist mit Geräten mit einer Feldstärke von 1,5 bis 3 Tesla arbeiten und die bisherigen Forschungen in Wien mit einem Gerät mit einer Feldstärke von 3-Tesla ausgeführt wurden, sind an einigen renommierten Forschungseinrichtungen - vor allem in den USA  - bereits Geräte mit einer Feldstärke von 7-Tesla im Einsatz. Auch in Wien wird in diesem Herbst an der Medizinischen Universität am Gelände des Allgemeinen Krankenhauses ein 7-Tesala Gerät in Betrieb genommen. Aufbauend auf den bereits geleisteten Arbeiten erhoffen sich die ForscherInnen von der neuen Technologie nun noch bessere Einblicke in den verschiedensten Bereichen.

Neue Chancen
Eines der Hoffnungsgebiete der Forscher sind die Arthrosen, die viele Menschen betreffen, jedoch bisher kaum treffsicher diagnostiziert werden konnten. Der Grund: die Knorpelbeläge sind nur wenige Millimeter dick und verlaufen wegen der Gelenkskörperform unregelmäßig. Moderne MRT macht nicht nur Knorpelgewebe sichtbar. Es ist auch gelungen, die biochemische Zusammensetzung und damit die Entwicklung von Knorpelgewebe darzustellen. Im Gegensatz zu anderen Gewebearten kann der menschliche Körper Knorpeldefekte nicht selbst reparieren. Eine neue Möglichkeit Defekte zu beheben sind Transplantationen von Knorpelzellen, aus denen neues Knorpelgewebe entsteht. Die entscheidende Frage ist allerdings, ob und wie rasch das Transplantat einwächst. Mit Hochfeld-MR kann man nicht nur abklären, wie die das Knorpeltransplantat rein morphologisch aussieht.

Heilung ohne Eingriff
Auf molekularer Ebene lassen sich auch die Kollagenfasern und Proteoglykane sichtbar machen, die Bestandteile des Knorpelgerüstes sind. Damit kann auf biochemischer Ebene ohne Eingriff kontrolliert werden, wann ein Patient ein Gelenk wieder belasten kann ohne das Implantat zu gefährden. Gleichzeitig lässt sich mit dieser Methode die Wirksamkeit von zahlreichen Knorpelaufbausubstanzen testen.

 
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