Forschungsgruppe: Neurologische Genetik


Ziel der Forschungsarbeit der neurogenetischen Arbeitsgruppe ist die Identifizierung und Charakterisierung von genetischen Faktoren, die für die Entstehung neurologischer Erkrankungen bedeutsam sind.
Unsere derzeitigen Forschungsschwerpunkte umfassen verschiedenste Erkrankungen wie Epilepsie, Morbus Parkinson, multiple Sklerose, Restless Legs Syndrom und essentieller Tremor. Grundlage der genetischen Untersuchung ist die detaillierte Beschreibung des klinischen Erscheinungsbildes. Wir sind daher bestrebt für jede dieser Erkrankungen eine möglichst umfangreiche Patienten und DNA-Datenbank aufzubauen, mit der wir hoffen in großen Patientenkollektiven und geeigneten Familien die ursächlichen Gene und ihre Mutationen zu identifizieren. Der Erfolg einer Gen-Suche hängt in erster Linie von der Bereitschaft der Patienten ab in diesen Studien mitzuwirken. In der Regel reicht eine einfache Blutabnahme aus.


Wir bitten deshalb Patienten und Angehörige die an einer dieser Erkrankungen leiden (insbesondere wenn diese in der Familie gehäuft vorkommt) sich mit uns in Kontakt zu setzen und damit beizutragen die Ursachen dieser Erkrankungen besser zu verstehen.

Morbus Parkinson

Die Parkinsonsche Erkrankung ist eine progrediente neurodegenerative Erkrankung, die durch die Hauptsymptome Bewegungsarmut(Bradykinesie), Steifigkeit (Rigor), Ruhezittern (Tremor) und Störung der Halte – und Stellreflexe charakterisiert ist. 1-2 % der über 60-Jährigen sind von dieser Erkrankung betroffen, bei den über 80 Jährigen sind es bereits 3%. Die wesentlichste pathologische Veränderung ist der Verlust der dopaminproduzierenden Nervenzellen der Substantia nigra mit dem daraus resultierenden Mangel der Neurotransmittersubstanz Dopamin. Die Therapie besteht in der Substitution von L-Dopa sowie dopaminerg wirkender Substanzen. Neben dem Alter als primären Risikofaktor spielt der genetische Hintergrund eine entscheidende Rolle.

Bei den genetischen Risikofaktoren muss grundsätzlich zwischen Genen die das Erkrankungsrisikos nur geringradig erhöhen und Genen die das Erkrankungsrisiko stark erhöhen unterschieden werden. Bei den „niedrigrisiko-“ Genen geht man in der Regel von einer Erhöhung des Krankheitsrisikos um das 1,5 bis 2 fache im Vergleich zur Normalbevölkerung aus. Eine genetische Diagnostik oder gar eine präsymptomatische Risikoabschätzung, also eine Vorhersage über einen späteren Krankheitsausbruch bei gesunden Trägern ist daher nicht sinnvoll. Man vermutet, dass es mehrere duzent solcher „niedrigrisiko-“ Gene“ gibt. In der Vergangenheit hat sich aber immer wieder gezeigt, dass viele der verdächtigten „niedrigrisiko-“ Gene einer Wiederholungsuntersuchung in unabhängigen Studienpopulationen nicht standhalten. Die wissenschaftliche Gemeinschaft ist sich deshalb über die Bedeutung einiger dieser Gene für M. Parkinson uneinig. Zwei Gene haben sich jedoch in zahlreichen Wiederholungsuntersuchungen immer wieder bestätigt und verdienen es daher gesondert hervorgehoben zu werden; Es sind dies das -Synuklein-Gen (SNCA) und das Tau-Gen (MAPT).

Dem gegenüber stehen Gene, die das Erkrankungsrisiko für M. Parkinson stark erhöhen. Das Risiko zu erkranken ist in Trägern dieser Genveränderungen (Mutationen) im Vergleich zur gesunden Bevölkerung um ein vielfaches erhöht. Mitunter muss man bei einigen dieser Mutationsträger von einem fast sicheren Ausbruch der Erkrankung ausgehen. Die Wahrscheinlichkeit mit der Mutationsträger auch tatsächlich erkranken, drückt sich in der so genannten Penetranz aus; Dabei steigt die Wahrscheinlichkeit mit zunehmenden Alter und kann für bestimmte Mutationen in einer Kurve dargestellt werden. So haben z.B Träger der G2019S Mutation des LRRK2 Gens mit Erreichen des 60. Lebensjahres ein ca 40 % Risiko an M. Parkinson zu erkranken, mit dem 80. Lebensjahr ein etwa 70 % iges Risiko. Wohingegen das Risiko für Mutationsträger bis zu ihrem 40 Lebensjahr kaum höher ist als in der Normalbevölkerung (siehe Abbildung)
 

Quelle: (The Gly2019Ser mutation in LRRK2 is not fully penetrant in familial Parkinson's Disease: the GenePD study, Latourelle et al, Neurology 2008)

 

In den letzten zehn Jahren konnten einige dieser „hochrisiko-“ Gene oder chromosomale Bereiche in denen sich solche Gene befinden identifiziert werden. Diese Gene werden mit Hilfe von Familien in denen die Erkrankung gehäuft vorkommt identifiziert. Das gehäufte Vorkommen von M. Parkinson in einer Familie ist ja schon der beste Indikator dafür, dass eine starke genetische Prädisposition für die Erkrankung in dieser Familie vorhanden sein muss.

Die chromosomalen Abschnitte, die Parkinson- hochrisiko- Genen beinhalten, werden mit der Kurzform „Park“ bezeichnet und entsprechend der zeitlichen Reihenfolge ihrer Entdeckung mit einer Zahl versehen. Also Park1 für den 1. identifizierten Lokus im Jahre 1996, Park2 für den 2. Lokus im Jahre 1997 usw. Derzeit (März, 2009) zählt man 13 solcher chromosomalen Abschnitte. Für sieben dieser Abschnitte gelang es die entsprechenden Gene zu identifizieren (Tabelle).
 

Quelle: (Genetik des Morbus Parkinson: Zimprich A, Jatros, 2007)



Hierbei lassen sich im Wesentlichen autosomal dominant wirkende Gene von autosomal rezessiv wirkenden Genen unterscheiden. Bei den dominanten Genen reicht eine Mutation in einem der beiden elterlichen Genkopien (Allele) aus um die Erkrankung zu verursachen. Dominante Vererbungsmuster sind daher typischerweise durch einen sog. „vertikalen“ Vererbungsweg gekennzeichnet, d.h. die Erkrankung vererbt sich über die Generationen hinweg. Kinder von Betroffenen haben daher ein 50 % iges Risiko das mutierte Allel zu erben, und auch selber wieder weiterzugeben. Durch reduzierte Penetranz (d.h. die Erkrankung kommt trotz Vorhandensein des Krankheitsallels nicht zum Ausbruch), kann dieser Vererbungsmodus jedoch unentdeckt bleiben.
1997 konnte als erstes dieser „hochrisiko- Gene“ das, -Synuklein-Gen (SNCA) identifiziert werden. -Synuklein ist somit ein niedrigrisiko- als auch ein hochrisiko- Gen. Es sind jedoch unterschiedliche Veränderungen im Gen, die in einem Fall ein niedriges und im anderen Fall ein hohes Risiko vermitteln (allelische Varianten). Interessanterweise hat sich gezeigt, dass eine Verdoppelung oder eine Verdreichfachung des normalen nicht mutierten Wildtyp Gens für die starke Erhöhung des Risikos verantwortlich ist. Insgesamt aber sind allelische -Synuklein Varianten die ein hohes Risiko vermitteln äußerst selten. Bisher wurden nur wenige Familien weltweit mit diesen Veränderungen beschrieben.


2004 gelang es unserer Arbeitsgruppe zusammen mit Kollegen aus Tübingen, München und der Mayo Klinik (USA) das Gen für den autosomal dominanten Parkinson-Lokus „Park8“ zu identifizieren. Wir fanden, dass das Gen, „Leucine Rich Repeat Kinase 2“ (LRRK2) das am häufigsten mutierte Gen beim klassischen Parkinsonsyndrom ist (Zimprich et al. 2004). Zwischen 1 % der sporadischen Fälle und 5-15 % der autosomal dominanten Fälle tragen Mutationen in diesem Gen. Dabei zeigte sich, dass eine ganz bestimmte Mutation die die Aminosäure auf Position 2019 von einem Glycin zu einem Serin verändert (G2019S) besonders häufig vorkommt. Bis zu 5 % der südeuropäischen Bevölkerung sind Träger dieser Mutation. In Mittel und Nordeuropa geht man von einer Häufigkeit von einem 1/2 bis 1 % aus. Man vermutet, dass diese Mutation im Raum des heutigen nahen Ostens vor ca. 2000 Jahren seinen Ursprung nahm. Diese Mutation findet sich deshalb besonders häufig in Ethnien, die in diesem geographischen Raum beheimatet sind. Zwischen 30 bis 40 % aller Parkinsonpatienten der nordafrikanischen Berber bzw. der Ashkenazi Juden tagen diese Mutation. Wie bereits oben erwähnt, erkranken jedoch nicht alle Personen mit dieser Mutation (inkomplette Penetranz). In jüngsten Untersuchungen konnten zwei weitere Varianten (R1628P und G2385R) in diesem Gen identifiziert werden, die das Risiko auf etwa das 3 fache erhöhen und somit eher wie niedrigrisiko- -Varianten wirken. Die beiden Varianten kommen aber fast ausschließlich in der asiatischen Bevölkerung vor.

Im Unterschied zu den dominant wirkenden Genen müssen bei den rezessiv wirkenden Genen beide elterlichen Genkopien mutiert sein, damit es zur klinischen Manifestation kommt. Da die Eltern nur jeweils ein mutiertes Allel tragen sind sie klinisch gesund. Ihr Kind erbt mit einer Wahrscheinlichkeit von 25 % beide mutierte Allele; und nur in diesem Fall kommt es auch zur Manifestation klinischer Symptome. Rezessive Parkinsongene sind typischerweise durch einen frühen Krankheitsbeginn charakterisiert (Erkrankungsbeginn < 40 Jahre). Bei solchen Patienten ergibt sich der Verdacht eines rezessiven Parkinsonsyndroms in erster Linie durch die frühe Manifestation. Somit liefert das Alter bei Krankheitsbeginn den ersten und wichtigsten Hinweis ob und welche Gene involviert sein können. Das wichtigste Gen dieser Gruppe ist das Gen Parkin. 30-50 % aller früh beginnenden Parkinsonpatienten (20-40 Jahren) sind Träger von Parkinmutationen.


Es muss aber festgehalten werden, dass die durch Hochrisikogene verursachten Fälle von M. Parkinson nur insgesamt 5-10 % aller Parkinsonfälle ausmachen.
Eine umfassende Zusammenstellung aller für M. Parkinson relevanter Gene findet man in der online abrufbaren Datenbank “Mutation Database for Parkinson´s Disease (MDPD)

Link: http://datam.i2r.a-star.edu.sg/mdpd/index.php

Ziel unserer Forschungsarbeit ist es einerseits neue Risikogene für M. Parkinson zu identifizieren, und andererseits die Rolle der bereits bekannten Parkinsongene näher zu untersuchen.
Um diese Untersuchungen durchführen zu können habe wir eine umfangreiche DNA-und Datenbank für M. Parkinson aufgebaut die zur Zeit über 400 Patienten (März, 2009) umfasst.

Die genetischen Projekte für M. Parkinson werden in Zusammenarbeit mit
Dr. Jörg Balzar, Ing. Christoph Hotzy (Labor) und
Dr. Haubenberger, Dr. Thomas Foki, Prof. Walter Pirker (Rekrutierung der Patienten sowie Aufbau und Betreuung der Datenbank) durchgeführt.

 
Essentieller Tremor

 

Mit einer Prävalenz von etwa 3-5 % in der Bevölkerung ab 50 Jahren, stellt der Essentielle Tremor (ET) einer der häufigsten neurologischen Bewegungsstörungen in der Bevölkerung dar. Der Großteil der ET-Patienten leidet unter einem Zittern der Hände, das bei manuellen Tätigkeiten auftritt und dadurch zu einer signifikanten Behinderung alltäglicher Tätigkeiten wie etwa dem Essen, Trinken oder Schreiben führen kann. Als Therapie steht derzeit primär ein Beta-Blocker (Propanolol) zur Verfügung. ET tritt charakteristischerweise familiär gehäuft auf, was eine maßgebliche Rolle genetischer Faktoren nahelegt. Kopplungsanalysen in mehreren großen Familien konnten 2 chromosomale Regionen auf 3q13 und 2p25 für die familiäre Form des essentiellen Tremors identifizieren. Die entsprechenden Gene in diesen Regionen konnten aber bis dato nicht gefunden werden.

In einer jüngst veröffentlichten Studie, in der auch unsere Arbeitsgruppe beteiligt war, konnte das erste Risikogen für essentiellen Tremor identifiziert werden (Stefánsson et al, 2009). Es handelt sich hierbei um das LINGO1 Gen. im Rahmen einer genomweiten Assoziationsuntersuchung wurden fast 1000 Patienten aus (Island, Österreich, Deutschland und USA) und über 15.000 Kontrollpersonen untersucht. Da man die Risikovarianten in diesem Gen auch bei vielen gesunden Personen findet, steigt das individuelle Risiko bei Vorhandensein der Varianten nur geringfügig. Aufgrund der großen Häufigkeit dieser Risikovarianten in der Bevölkerung ist jedoch der Effekt im Hinblick auf das Gesamtvorkommen der Erkrankung enorm. Eine errechnete „Population Attributable Fraction“ (PAF) von 20 % besagt, dass es ohne das Vorkommen von LINGO1 Risikovarianten 20 % weniger ET-Fälle gäbe.
 


RLS (Restless Legs Syndrom)

 

Das RLS (Restless Legs Syndrom oder Syndrom der unruhigen Beine) ist eine chronische Erkrankung, die häufig auftritt (bis zu 10 % der Bevölkerung sind betroffen). Sie ist durch vier Charakteristika gekennzeichnet: Es besteht (1.) ein unwiderstehlicher Drang die Beine (manchmal auch die Arme) zu bewegen, der (2.) meist von unangenehmen Gefühlen in den Beinen begleitet oder auch verursacht wird. Diese Beschwerden werden (3.) durch Bewegung gebessert und treten (4.) vor allem abends oder nachts auf. Oft verursacht das RLS deutliche Störungen des Schlafes, was meist Anlass zum ersten Arztbesuch gibt. Die Erkrankung ist bei älteren Menschen häufiger und ausgeprägter Seit langem weiß man, dass die Vererbung eine wesentliche Rolle spielt; denn mehr als die Hälfte aller Betroffenen haben Blutsverwandte die ebenfalls an RLS leiden.

In den letzten Jahren wurden im Rahmen von Familienuntersuchungen mehrere genomische Regionen für RLS identifiziert. (RLS1-RLS5). Die entsprechenden Gene konnte jedoch nicht gefunden werden.

Im Rahmen von genomweiten Assoziationsuntersuchungen, in der auch unsere Arbeitsgruppe beteiligt war gelang es die Gene MEIS1, BTBD9, (LBXCOR1/MAP2K5) und PTPRD als Risikogene zu identifizieren. Die identifizierten Varianten, sind als niedrigrisiko-Varianten einzustufen, d.h. sie erhöhen das Risiko für RLS nur geringradig.

Das am stärksten assoziierte Gen ist zweifellos MEIS1. Dieses Gen gehört in die Gruppe der so genannten Homeoboxgene; Das sind Gene die in der Embryonalentwicklung die Ausbildung ganzer Organe oder Organsysteme steuern, wobei MEIS1 bei der Entwicklung des Zentralnervensystems eine wichtige Rolle zu spielen scheint. Dies legt die interessante Hypothese nahe, dass es sich bei RLS möglicherweise um eine neuronale Entwicklungsstörung handeln könnte.

 

Kooperationen


Die Analysen, die im Rahmen unserer Studien durchgeführt werden erfordern einen sehr hohen technischen Aufwand, den nur wenige Institutionen in Europa leisten können. Hochdurchsatz-Genotypisierungen oder Genomweite Kopplungs- bzw. Assoziations-Untersuchungen werden in Kooperation mit dem Helmholtz Zentrum München am GSF –(Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt) in München durchgeführt.


Des weiteren bestehen Kooperationen mit der neurologischen Abteilung des Wilhelminenspitals, (Prof. Brücke), der neurologischen Abteilung des sozialmedizinischen Zentrums Ost (Doz. Katzenschlager) und der neurologischen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses Linz (Prof. Ransmayr) in der Rekrutierung von Patienten mit Morbus Parkinson und Demenz mit Lewykörperchen).


Klinikintern bestehen Kooperationen mit den AGs Epilepsie-Genetik (Prof. Friedrich Zimprich), Parkinson (Prof. Auff), als auch Neuroimmunologie (Prof. Schmied)



MitarbeiterInnen:


Dr. Elisabeth Stögmann: wissenschaftliche Mitarbeiterin
Dr. Dietrich Haubenberger: wissenschaftlicher Mitarbeiter (seit 2008 am NIH, Washington)
Ing. Christoph Hotzy: technischer Assistent
Dr. Jörg Balzar: wissenschaftlicher Mitarbeiter

Fragen zur Genetik sowie zum Versenden von Blut richten Sie bitte an.

Priv. Doz. Dr. Alexander Zimprich, Universitätsklinik für Neurologie
AKH Wien, Leitstelle 6A,
Währinger Gürtel 18-20, 1090 Wien
Tel: (01) 40400 6349; Funk (3160)
alexander.zimprich@meduniwien.ac.at

 

Peer Reviewed Publikationen (55) 

Erst, bzw. Senior-Autorenschaften sind mit einem Stern (*) gekennzeichnet.
Stand Februar 2011

 

2010

 

Jamali S, Salzmann A, Perroud N, Ponsole-Lenfant M, Cillario J, Roll P, Roeckel-Trevisiol N, Crespel A, Balzar J, Schlachter K, Gruber-Sedlmayr U, Pataraia E, Baumgartner C, Zimprich A, Zimprich F, Malafosse A, Szepetowski P. Functional variant in complement C3 gene promoter and genetic susceptibility to temporal lobe epilepsy and febrile seizures. PLoS One. 2010 Sep 16;5(9).

 

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2009

 

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van der Zee J, Pirici D, Van Langenhove T, Engelborghs S, Vandenberghe R, Hoffmann M, Pusswald G, Van den Broeck M, Peeters K, Mattheijssens M, Martin JJ,  De Deyn PP, Cruts M, Haubenberger D, Kumar-Singh S, Zimprich A, Van Broeckhoven C. Clinical heterogeneity in 3 unrelated families linked to VCP p.Arg159His. Neurology. 2009 Aug 25;73(8):626-32. PubMed PMID: 19704082.

 

Nelis M, Esko T, Mägi R, Zimprich F, Zimprich A, Toncheva D, Karachanak S, Piskácková T, Balascák I, Peltonen L, Jakkula E, Rehnström K, Lathrop M, Heath S, Galan P, Schreiber S, Meitinger T, Pfeufer A, Wichmann HE, Melegh B, Polgár N, Toniolo D, Gasparini P, D'Adamo P, Klovins J, Nikitina-Zake L, Kucinskas V, Kasnauskiene J, Lubinski J, Debniak T, Limborska S, Khrunin A, Estivill X, Rabionet R, Marsal S, Julià A, Antonarakis SE, Deutsch S, Borel C, Attar H, Gagnebin M, Macek M, Krawczak M, Remm M, Metspalu A. Genetic structure of Europeans: a view from the North-East. PLoS One. 2009;4(5):e5472.

 

Greisenegger EK, Zimprich A, Zimprich F, Stingl G, Kopp T. Analysis of the prodynorphin promoter polymorphism in atopic dermatitis and disease-related pruritus. Clin Exp Dermatol. 2009 Aug;34(6):728-30.

 

D. Kemlink. Polo, B. Frauscher, V. Gschlieser,, B. Högl, W. Poewe, P. Vodicka, Vavrova, K. Sonka.,S. Nevsimalova,, B. Schormair, P. Lichtner, K. Silander,, L. Peltonen, C. Gieger H.E. Wichmann, A. Zimprich, D. Roeske, B. Müller-Myhsok, T. Meitinger J Winkelmann, Replication of Restless Legs Syndrome Loci in Three European Populations, Journal of Medical Genetics, 2009 May ,46 (5):315-8

 

K. Schlachter, U Gruber-Sedlmayer, E Stogmann, M Lausecker, C Hotzy, J Balzar, E Schuh, C. Baumgartner, JC Mueller. T. Illig, HE. Wichmann, P. Lichtner, T. Meitinger, TM: Strom, Zimprich A, Zimprich F  A splice site variant in the sodium channel gene SCN1A confers risk of febrile seizures disease Neurology. 2009; 72;974-978

 

*Haubenberger D, Reinthaler E, Mueller JC, Pirker W, Froehlich R, Katzenschlager R, Brücke T, Auff E, Zimprich A  Association of transcription factor polymorphisms PITX3 and EN1 with Parkinson's disease. Neurobiology of Ageing. 2011 Feb;32(2):302-7,

 

 *Zimprich A, Schulte C, Reinthaler E, Haubenberger D, Balzar J, Lichtner P, El  Tawil S, Edris S, Foki T, Pirker W, Katzenschlager R, Daniel G, Brücke T, Auff E, Gasser T. PARK11 gene (GIGYF2) variants Asn56Ser and Asn457Thr are not pathogenic for Parkinson's disease. Parkinsonism Relat Disord. 2009 Aug;15(7):532-4.

 

 *Djamshidian A, Schaefer J, Haubenberger D, Stogmann E, Zimprich F, Auff E, Zimprich AA novel mutation in the VCP gene (G157R) in a german family with inclusion-body myopathy with paget disease of bone and frontotemporal dementia. Muscle&Nerve. 2009 Mar;39(3):389-91.

 

 Stefansson H, Steinberg S, Petursson H, Gustafsson O, Gudjonsdottir IH, Jonsdottir GA, Palsson ST, Jonsson T, Saemundsdottir J, Bjornsdottir G, Böttcher  Y, Thorlacius T, Haubenberger D, Zimprich A, Auff E, Hotzy C, Testa CM, Miyatake  LA, Rosen AR, Kristleifsson K, Rye D, Asmus F, Schöls L, Dichgans M, Jakobsson F, Benedikz J, Thorsteinsdottir U, Gulcher J, Kong A, Stefansson K. Variant in the sequence of the LINGO1 gene confers risk of essential tremor. Nat Genet. 2009 Mar;41(3):277-9.

 

 *Stogmann E, El Tawil S, Wagenstaller J, Gaber A, Edris S, Abdelhady A, Assem-Hilger E, Leutmezer F, Bonelli S, Baumgartner C, Zimprich F, Strom TM, Zimprich A. A novel mutation in the MFSD8 gene in late infantile neuronal ceroid lipofuscinosis. Neurogenetics. 2009 Feb;10(1):73-7.

 

 

2008

 

*Zimprich A, Hatala K, Riederer F, Stogmann E, Aschauer HN, Stamenkovic M. Sequence analysis of the complete SLITRK1 gene in Austrian patients with Tourette's disorder. Psychiatr Genet. 2008 Dec;18(6):308-9.

 

Schormair B, Kemlink D, Roeske D, Eckstein G, Xiong L, Lichtner P, Ripke S, Trenkwalder C, Zimprich A, Stiasny-Kolster K, Oertel W, Bachmann CG, Paulus W, Högl B, Frauscher B, Gschliesser V, Poewe W, Peglau I, Vodicka P, Vávrová J, Sonka K, Nevsimalova S, Montplaisir J, Turecki G, Rouleau G, Gieger C, Illig T, Wichmann HE, Holsboer F, Müller-Myhsok B, Meitinger T, Winkelmann J. PTPRD (protein tyrosine phosphatase receptor type delta) is associated with restless legs syndrome. Nat Genet 2008 Aug;40(8):946-8

 

Zimprich F, Stogmann E, Bonelli S, Baumgartner C, Mueller JC, Meitinger T, Zimprich A, Strom TM. A functional polymorphism in the SCN1A gene is not associated with carbamazepine  dosages in Austrian patients with epilepsy. Epilepsia. 2008 Jun;49(6):1108-9

 

Paus S, Grünewald A, Klein C, Knapp M, Zimprich A, Janetzky B, Möller JC, Klockgether T, Wüllner U.

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2007

 

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Winkelmann J, Schormair B, Lichtner P, Ripke S, Xiong L, Jalilzadeh S, Fulda S, Putz B, Eckstein G, Hauk S, Trenkwalder C, Zimprich A, Stiasny-Kolster K, Oertel W, Bachmann CG, Paulus W, Peglau I, Eisensehr I, Montplaisir J, Turecki G, Rouleau G, Gieger C, Illig T, Wichmann HE, Holsboer F, Muller-Myhsok B, Meitinger T. Genome-wide association study of restless legs syndrome identifies common variants in three genomic regions.  Nat Genet. 2007 Aug;39(8):1000-6;

 

*Haubenberger D, Bonelli S, Hotzy C, Leitner P, Lichtner P, Samal D, Katzenschlager R, Djamshidian A, Brucke T, Steffelbauer M, Bancher C, Grossmann J, Ransmayr G, Strom TM, Meitinger T, Gasser T, Auff E, Zimprich A A novel LRRK2 mutation in an Austrian cohort of patients with Parkinson's disease. Mov Disord. 2007 Aug 15;22(11):1640-3

 

 

2006

 

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*Stogmann E, Lichtner P, Baumgartner C, Schmied M, Hotzy C, Asmus F, Leutmezer F, Bonelli S, Assem-Hilger E, Vass K, Hatala K, Strom TM, Meitinger T, Zimprich F and  Zimprich A Mutations in the CLCN2 gene are a rare cause of idiopathic generalized epilepsy syndromes. Neurogenetics. 2006 Nov;7(4):265-8

 

Stogmann E, Zimprich A, Baumgartner C, Gleiss A, Zimprich F.  Lack of Association between a GABA Receptor 1 Gene Polymorphism and Temporal Lobe Epilepsy. Epilepsia. 2006 Feb;47(2):437-9. (IF 3,526)

 

Sharma M, Mueller JC, Zimprich A, Lichtner P, Hofer A, Leitner P, Maass S, Berg D, Durr A, Bonifati V, De Michele G, Oostra B, Brice A, Wood NW, Myhsok BM, Gasser T. The Sepiapterin Reductase Gene Region Reveals Association in the PARK3 locus: Analysis of Familial and Sporadic Parkinson Disease in European Populations.J Med Genet. 2006 Jan 27;

 

2005

 

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Berg D, Niwar M, Maass S, Zimprich A, Moller JC, Wuellner U, Schmitz-Hubsch T, Klein C, Tan EK, Schols L, Marsh L, Dawson TM, Janetzky B, Muller T, Woitalla D, Kostic V, Pramstaller PP, Oertel WH, Bauer P, Krueger R, Gasser T, Riess O.  Alpha-synuclein and Parkinson's disease: Implications from the screening of more than 1,900 patients. Mov Disord.2005 May 13;

 

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Buervenich S, Carmine A, Galter D, Shahabi HN, Johnels B, Holmberg B,Ahlberg J,Nissbrandt H, Eerola J, Hellstrom O, Tienari PJ, Matsuura T, Ashizawa T, WullnerU, Klockgether T, Zimprich A, Gasser T, Hanson M, Waseem S, Singleton A, McMahon FJ, Anvret M, Sydow O, Olson L. A Rare Truncating Mutation in ADH1C (G78Stop) Shows Significant Association With Parkinson Disease in a Large International Sample. Arch Neurol. 2005 Jan;62(1):74-8.

 

Prestel J, Sharma M, Leitner P, Zimprich A, Vaughan JR, Durr A, Bonifati V, De Michele G, Hanagasi HA, Farrer M, Hofer A, Asmus F, Volpe G, Meco G, Brice A, Wood NW, Muller-Myhsok B, Gasser T. 

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2004

 

Asmus F, Schoenian S, Lichtner P, Munz M, Mayer P, Muller-Myhsok B, Zimprich A, Remschmidt H, Hebebrand J, Bandmann O, Gasser T. Epsilon-sarcoglycan is not involved in sporadic Gilles de la Tourette Syndrome. Neurogenetics 2004 Dec 31

 

Hofer A, Berg D, Asmus F, Niwar M, Ransmayr G, Riemenschneider M, Bonelli SB, Steffelbauer M, Ceballos-Baumann A, Haussermann P, Behnke S, Kruger R,Prestel J, Sharma M, Zimprich A, Riess O, Gasser T. The role of alpha-synuclein gene multiplications in early-onset Parkinson's disease and dementia with Lewy bodies. J Neural Transm. 2004 Dec 29;

 

Martinez M, Brice A, Vaughan JR, Zimprich A, Breteler MM, Meco G, Filla A, Farrer MJ, Betard C, Hardy J, De Michele G, Bonifati V, Oostra B, Gasser T, WoodNW, Durr A. Genome-wide scan linkage analysis for Parkinson's disease: the European genetic study of Parkinson's disease. J Med Genet. 2004 Dec;41(12):900-7

 

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Drittmittel-Einwerbungen

Jubiläumsfondprojekt der Österreichischen Nationalbank (Nr. 11706), 2006- 2008 Einrichtung einer Restless Legs Syndrom (RLS) spezifischen  DNA Sammlung und Durchführung von Kopplungs-Analysen in Restless Legs Familien. Bewilligter Betrag: 71.000 €