Die Arbeit in den Anamnesegruppen beschränkt sich häufig nicht auf die wöchentlichen Treffen in der Gruppe. TeilnehmerInnen aus ganz verschiedenen Studienrichtungen treffen in unseren Gruppen aufeinander, lernen sich kennen, entdecken die Unterschiede und Gemeinsamkeiten verschiedener Fachrichtungen, stellen sich neue Fragen und verwirklichen sich in gemeinsamen Arbeiten.
Eine enge Vernetzung mit Anamnesegruppen in anderen europäischen Städten (vorwiegend im deutschsprachigen Raum) bietet die Möglichkeit, überregional zu arbeiten.
Die ergänzenden Projekte der Anamnesegruppen entstehen auf freiwilliger Basis aus der Eigeninitiative der TeilnehmerInnen und TutorInnen. Über einige Arbeiten möchten wir hier informieren:
Die Abkürzung POM steht für "PatientInnenorientierte MedizinerInnenausbildung". Immer zum Maitreffen erscheint das POM-Jahrbuch, das reihum jeweils von einer Anamnesegruppe aus einer anderen Stadt zusammengestellt und herausgegeben wird.
Es ist gleichzeitig Jahresrückblick und Diskussionsforum für Themen, Methoden und Belange der Anamnesegruppen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Thema eines POM-Jahrbuchs entspricht immer dem Motto des folgenden Maitreffens.
Das 2008 erschienene 25. POM-Jahrbuch wurde von den Wiener TutorInnen gestaltet.
Jedes Jahr im Mai, über das verlängerte Christi-Himmelfahrt-Wochenende, findet das sogenannte "Maitreffen" statt. TeilnehmerInnen und TutorInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz treffen sich jeweils unter neuem Motto und in einer anderen Stadt zu Seminaren, Gruppenarbeiten und Gesprächen.
Neben einem regem Erfahrungsaustausch über die Arbeit in den Gruppen kommt dabei auch das Feiern natürlich nie zu kurz!
Das Maitreffen 2009 fand in München statt und stand, wie das POM-Jahrbuch desselben Jahres, unter dem Motto "Glaube und Spiritualität". Thema des Maitreffens 2010 in Homburg war "Grenzen und Tabus". Das Maitreffen 2011 wird in Marburg stattfinden, mit dem Leitgedanken "Bewegen und bewegt sein". Wien war zuletzt 2006 Gastgeber.
Das TutorInnentraining richtet sich an alle Personen, die selber TutorIn in einer Anamnesegruppe werden möchten. Genau wie die Maitreffen findet es, in der Regel ein bis zwei mal jährlich, abwechselnd in verschiedenen Städten statt.
Alle angehenden TutorInnen werden eingeladen, sich eine Woche lang in kleinen Gruppen auf ihre neue Tätigkeit vorzubereiten. Das Training bietet den zukünftigen GruppenbetreuerInnen die Möglichkeit, ihre Arbeit praktisch zu üben, theoretische Hintergründe zu vertiefen und sich mit Wünschen und Sorgen auseinanderzusetzen, die sie mit der neuen Aufgabe verbinden.
Ein TutorInnentraining in Wien fand zuletzt im September 2009 statt. Wir haben uns sehr gefreut, Gastgeber sein zu dürfen, und hoffen, daß alle TeilnehmerInnen genauso viel Neues, Interessantes und Lustiges aus der Woche mitnehmen konnten wie wir selbst.
TeilnehmerInnen, die ihre Zeit in den Anamnesegruppen als Wahlfachstunden anerkannt bekommen möchten, werden in Wien dazu angehalten, eine kleine, reflektive Abschlußarbeit zu verfassen.
In der Regel findet dies in Textform statt. Sehr am Herzen liegen uns aber auch alternative, multimediale Abschlußarbeiten, wie z.B. die Darstellung der Gruppe "ANAM-Gramm" aus dem Jahr 2008/2009.
18. Jan. / Gastvortrag: Mag. Dr. Verena Winkler: Übertragung als diagnostisches Mittel
30. Nov. / Gastvortrag und Diskussion mit Primar Dr. Peter Langer über Psychiatrie im OWS