Patientenversorgung

Diagnose, Therapie, Nachverfolgung

 

Diagnostik

Die Diagnostik der Echinokokkose beruht auf

  1. Anamnese, Erhebung von Risikofaktoren, Basis-Blutuntersuchungen

  2. Bildgebenden Verfahren

  3. Spezifischer Serologie

  4. Indirketer Nachweismethoden


An unserem Zentrum wird die Diagnostik nach dem letzten Stand des Wissens durchgeführt. Dafür werden neben Ultraschall, Computertomographie und Magnetresonanztomographie, auch Positronenemissionstomographie, sowie PET-CT verwendet. Durch die Zusammenarbeit mit dem Österreischischen Referenzlabor für Parasitosen wird auch die erregerspezifische serologische Untersuchung nach den höchsten Qualitätsstandards durchgeführt.



Therapie

Die Therapie der Echinokokkose ist in höchsten Maße individualisiert und beruht auf einer kalkulierten Nutzen-Risiko Abwägung der möglichen Therapien in Bezug auf

  1. Erreger

  2. Klinischem Stadium der Erkrankung

  3. Anzahl, Größe und Lokalisation der Herde in den betroffenen Organen

  4. Individuelle Risikofaktoren des Patienten

  5. und individuelle Präferenz


Im Allgemeinen stehen folgende Therapieansätze zur Verfügung, die alleine oder in Kombination sinnvoll sein können:

  1. Medikamentöse (Langzeit-) Therapie mit antiparasitären Medikamenten

  2. Perkutane Punktion und Therapie von Zysten (sogenanntes PAIR Verfahren)

  3. Operative Versorgung

  4. Beobachtung und Zuwarten


Basierend auf unserer systematischen Diagnostik werden Therapie-Empfehlungen in interdisziplinären Teamsitzungen getroffen. Durch die strukturierte und zentralisierte Patientenversorgung an unserer Spezialambulanz ist ein hohes Maß an Erfahrung aller behandelnder Ärzte mit dieser insgesamt seltenen Erkrankung sichergestellt und dadurch die bestmögliche Patientenversorgung gewährleistet.