HANS HOFF Hans Hoff wurde am 11.Dezember 1897 als Sohn des Mediziners Adolf Hoff in Wien geboren. (Universitätsarchiv Wien, Personalakt Hans Hoff.) Nach dem Studium trat er als Sekundararzt in die Psychiatrisch-Neurologischen Klinik bei Julius von Wagner – Jauregg ein. Dort begann die enge Zusammenarbeit mit Paul Schilder, die auch dessen Berufung nach Amerika überdauerte. Hoff war ein äußerst produktiver Wissenschaftler, der bis 1938 über hundert wissenschaftliche Arbeiten verfasste. 1938 musste er aus rassischen Gründen in den Irak emigrieren, wo er als Professor an der Royal Medical School in Bagdad unterrichtete. 1942 ging er in die USA, wohin sein Bruder Herbert, ebenfalls Psychiater, schon 1938 emigriert war. Er fand in New York an der Columbia University eine Stelle als Research-Associate. In den Jahren 1943 bis 1945 war er im Auftrag des US-Militärs wieder in Bagdad. (Hanns-Dieter Kraemer, Hans Hoff, Leben und Werk. (Mainz 1975).) Ab 1945 kehrte er wieder an die Columbia University zurück, wo er 1947 zum Assistent Professor ernannt wurde. 1949 erfolgte die Rückkehr nach Wien als Primar der Nervenheilanstalt Rosenhügel. Als 1950 nach dem Tod des Vorstandes der Psychiatrisch-Neurologischen Klinik Otto Kauders der Lehrstuhl frei wurde, bewarb er sich und bekam als einziger Remigrant eine Lehrkanzel an der Wiener Medizinischen Fakultät. Hoff wandte sich nach seiner Rückkehr vermehrt psychiatrischen Themen zu und versuchte in der Behandlung psychisch Kranker das Erbe der NS-Zeit vermehrt durch ein humaneres Behandlungsideal auszutauschen. Durch seine Kontakte ins Ausland konnte 1953-1955 mit Unterstützung der Rockefeller Foundation nicht nur ein Trainingsprogramm für Kinderpsychiatrie eingerichtet werden, sondern auch der Bau einer Kinderstation finanziert werden. Er verstarb am 23.August 1969 kurz vor seiner Emeritierung.
Für den Inhalt verantwortlich: Dr.Ingrid Arias
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