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| Paolo Mascagni 1752 - 1815 |
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Biographie aus "Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte aller Zeiten und Völker"
von August Hirsch (Hrsg.). Berlin 1932
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Mascagni, Paolo M., hochbedeutender Anatom, 25.1.1755 in dem Dörfchen Casteletto bei Siena geb., studirte in Siena mit besonderem Eifer Anatomie unter TABARANI, daneben Chemie und beschreibende Naturwissenschaften und wurde bereits 1774 im Alter von 22 Jahren Nachfolger des erblindeten TABARANI auf dem Lehrstuhle der Anatomie. In diese Zeit fallen seine Epochemachenden Forschungen über das Lymphgefässsystem aller Thierclassen, deren Resultate er in folgenden Schriften veröffentlichte: "Prodrome dun ouvrage sur le Systeme des vaisseaux lymphatiques, contenant 24 planches in fol " (Siena 1784) — "Vasorum lymphaticorum corporis humani historia et iconographia" (Ebenda 1787 ,. fol., mit 41 Kpfrn., ohne die Tafeln; latein. Ebenda 1795; ital. 1816; deutsch von LUDWIG, Leipzig 1789). 1800 vertauschte er die Stellung in Siena mit der in Pisa, nahm aber schon 1801 einen Ruf als Prof. am grossen Hosp. S. Maria nuova in Florenz an; in welcher Stellung er bis zu seinem am 19. Oct. 1815 erfolgten Tode wirkte. Ausser den genannten Werken schrieb er noch eine berühmte Anatomie für Künstler u. d. T.: "Anatomia per uso degli studiosi di scultura e pittura, opera postuma" (Florenz 1816, fol., m. 15 Kpfrn.); ferner ein grosses, die ganze vergleichende Anatomie abhandelndes Kupferwerk: "Prodromo della grande anatomia seconda opera postuma di Paolo M. etc., pubblicata etc. da Francisco Antommarchi" (Florenz 1819, fol., m. 20 Kpfrn.) über die Textur der Theile des menschl. Körpers, verglichen mit der der Thiere und Pflanzen; eine spätere Ausgabe mit besserem Text, aber weniger guten Kupferstichen von TOMMASO FARNESE, (Mailand 1824, m. 48 Taff.) — "Anatomia universa XLIV tabulis aeneis juxta archetypum hominis adulti accuratissime etc. cura et studio Andr. Berlinghieri, Jac. Barzellotti et Joan. Rosini etc. " (Pisa 1823-32, mit 90 Taff.; französ. mit lithogr. Copieen der M.'schen Kupferplatten mit Text von ANTOMMARCHI von Comte de LASTEYRIE, Paris 1823—26, fol., m. 90 Taff.). M.'s Arbeiten würden eine noch höhere Anerkennung verdienen, wenn er nicht in Folge der Mangelhaftigkeit seiner Mikroskope und seiner Injectionsmethoden den Fehler gemacht hätte, fast den ganzen Körper, auch die Epidermis mit ihren Gebilden, Haare, Nägel, Zähne, als aus Lymphgefässen bestehend zu erklären. Biogr. méd. VI, pag. 209—219. — Dict. hist. III, pag. 534. — Dechambre. 2. Série, V, pag. 170. - Carlo Fideli, Paolo Mascagni e la Università di Pisa 1799-1815. Arch. Stor. Scienz. 3 (1922) S. 97—124. - Capparoni, Profili bio-bibliografici. 2, S. 119—122. —S.a. Lippi (III S. 799). |
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