Institut für Geschichte der Medizin

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Max Nitze 1848 - 1906


 
Die folgende Biographie ist ein Auszug aus "Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte der letzten fünfzig Jahre" von I. Fischer (Hrsg.). München 1962
 

Nitze, Max, am 18. September 1848 in Berlin geboren, studierte in Heidelberg, Würzburg und Leipzig und promovierte 1874. Von 1876-78 war er als Assistent am Dresdner Stadtkrankenhaus tätig und beschäftigte sich schon um diese Zeit intensiv mit Versuchen über die Beleuchtungsmöglichkeit innerer Hohlorgane. Da er in Dresden nicht die Gelegenheit fand, sein Instrumentarium technisch entsprechend auszugestalten, verband er sich mit dem Wiener Instrumentenfabrikanten leiter und kam selbst nach Wien. Hier demonstrierte er am 9. Mai 1879 in der Gesellschaft der Ärzte zum ersten Male sein Urethro- und Zystoskop. Trotz manchem Widerspruch gelang es N., sich und seine Methode durchzusetzen, zumal er unablässig an ihrer technischen Weiterbildung arbeitete. 1889 habilitierte er sich in Berlin für Urologie (1900 a. o. Professor). Seine Arbeiten, insb. sein "Lehrbuch der Kystoskopie", Wiesbaden 1889 (2. A. 1907), und sein "Kystophotographischer Atlas", ib. 1894, eröffneten sowohl der Diagnostik wie der Therapie der Blasen- und Nierenkrankheiten neue Wege und bildeten die Grundlage für den Aufbau der modernen Urologie. N. starb am 23. Februar 1906 in Berlin.


 
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