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Am 31.8.1921 in Troppau in Schlesien geboren, besuchte Prof.Dr. Helmut WYKLICKY das dortige Gregor Mendel-Gymnasium und maturierte 1940.
Nach Ableistung des Arbeitsdienstes durfte er das Studium der Medizin in Wien beginnen, wurde aber 194l bereits zum Wehrdienst eingezogen.
Nach Frontdienst in Russland hat er 1943/44 in Prag drei Semester studiert und dort das erste Rigorosum abgelegt. Nach Kriegsschluss vollendete
er das Studium in Wien und wurde 1947 zum Dr.med. promoviert. Schon während des Studiums entschloss er sich für das Fach innere Medizin,
hörte aber so viel wie möglich auch Vorlesungen über Geschichte der Medizin. In Wien verstand es Fritz Lejeune, Begeisterung für dieses Fach
bei den Studenten zu erwecken. Während eines Militärkommandos in Berlin wurde er durch die damalige Assistentin Edith Heischkel Paul Diepgen
vorgestellt und blieb als Soldat im Briefwechsel mit dessen Institut.
Noch während der Fachausbildung für innere Medizin bei Ernst Lauda begann
er mit medizinhistorischen Publikationen. Der ehemalige Mitarbeiter Max Neuburgers, E. Berghoff, ermöglichte ihm sowohl die Aufnahme seiner ersten
Publikation in eine Fachzeitschrift als auch einen persönlichen Besuch bei Max Neuburger, den er auf seinem Krankenlager nach dessen Rückkehr
nach Wien besuchen durfte.Nach seiner Niederlassung als praktizierender Internist in Wien forderte ihn Erna Lesky, an die er gelegentlich eines
Besuches in München von Werner Leibbrand gewiesen wurde, auf, mit ihr in das Wiener Medizinhistorische Institut einzuziehen. Sie übernahm
dessen Leitung im Jahre I960. Es folgten l8 Jahre des Lernens und Forschens unter der überaus hilfreichen und sorgenden Aufsicht Erna Leskys,
daneben gestattete sie ihm, an der Neugestaltung ihres Instituts aktiven Anteil zu nehmen. Sein Hauptarbeitsgebiet war die Geschichte der
Entwicklung der inneren Medizin in Wien, des Rettungswesens und schliesslich der experimentellen Pathologie. Mit einer Monographie über die
"Experimentalkardiologie am Beginne des 20. Jahrhunderts" wurde er 1975 in Wien habilitiert. Nach ihrer Emeritierung 1979 wurde er mit der
provisorischen Leitung des Instituts betraut und durfte 1980 den Billroth-Gedenkraum im Rudolfinerhaus, das einen Teil des Nachlasses Theodor
Billroths besitzt, neu einrichten.
Mit Wirkung vom 17.11.1980 wurde er zum O. Professor für Geschichte der Medizin ernannt. Als seine Hauptaufgabe
betrachtet er es, der Mahnung Paul Diepgens zu folgen, die dieser 1934 aussprach: "Hält die Medizingeschichte beide Faktoren im Auge, die idealen,
wie die realen, so wird sie ihrer wichtigsten Aufgabe, der theoretischen und praktischen Medizin als Hilfswissenschaft zu dienen, am besten gerecht".
Aus: Universität Wien (Hrsg.), Das Studienjahr 1980/81
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