Das Exzellenzzentrum
"Hochfeld Magnetresonanz (MR)" entstand aus einer seit Jahren
interdisziplinär tätigen Forschungsgruppe. Die anfangs recht kleine
Gruppe hat sich innerhalb weniger Jahre durch zahlreiche, erfolgreich
durchgeführte Projekte zu einer ansehnlichen Einrichtung mit fast 20
Mitarbeitern entwickelt und in der scientific community erfolgreich
etabliert (siehe Leistungsschau).
Die Basis dafür wurde im Jahre 1996 durch die Installation eines der
weltweit ersten 3 Tesla Hochfeld-MR-Tomographen (noch immer der einzige
österreichweit) an der Universitätsklinik für Radiodiagnostik und durch
den Aufbau eines interdisziplinären wissenschaftlichen Umfeldes in
Zusammenarbeit mit mehreren Kliniken und Forschungsinstituten gelegt.
Kurze wissenschaftliche
Leistungsschau
mehr als 500 Impactpunkte
mehr als 60 erfolgreiche Projekte finanziert aus kompetitiven Fonds (FWF, OeNB, EU etc.)
mehr als 9 Millionen Euro eingeworbene Drittmittel
Zukunftperspektive
Im Vordergrund steht die Absicht, die in Europa führende Kompetenz in
der methodisch-technischen Entwicklung im Hochfeld-Bereich unter
Verwendung von methodisch einzigartigen und neuen medizinischen
Ansätzen mit der modernen Diagnostik, zu verknüpfen.
Heute wird die Magnetresonanz (MR)-Technik allgemein - wegen der
vielseitigen Einsatzmöglichkeiten und im Vergleich zur
Computertomographie (CT) fehlenden Strahlenbelastung - als Motor der
modernen medizinischen Diagnostik angesehen.
In Verbindung mit einem der modernsten Krankenhäuser in Europa verfügt
das Zentrum über ein weltweit einzigartiges und herausragendes
Potential, sowohl betreffend die methodisch-technische Entwicklung in
der MR-Grundlagenforschung und der hochauflösenden Bildgebung, als auch
in Hinblick auf die klinische Forschung in den neuen Bereichen der
neurofunktionellen* und spektroskopischen** Bildgebung. Die mehrjährige
Erfahrung in diesen Bereichen soll zu einem verbesserten klinischen
Einsatz der Hochfeld-MR-Technologie führen. Dies ermöglicht erstmals
die Verwendung von über die reine Morphologie hinausgehenden Methoden
zur verbesserten Diagnostik auf molekularer, funktioneller und
metabolischer Ebene bei verschiedensten Erkrankungen (siehe klinische
Applikationen). Dadurch entwickelt bzw. revolutioniert sich die rein
"Bildgebende Diagnostik" zu einem neuen qualitativen Status, den man
mit dem eigenständigen Begriff der "Funktionellen Diagnostik"
umschreiben kann.
* Neurofunktionelle Bildgebung kann die Lokalisierung
von mentalen Vorgängen im menschlichen Gehirn sichtbar machen. Diese
Information kann in der Therapie u.a. dazu verwendet werden gesundes
Gewebe zu schonen.
** Spektroskopische Bildgebung kann wesentlich früher als herkömmliche
bildgebende Diagnostik krankhafte Veränderungen bildlich erfassen. Dies
führt zu einer verbesserten Früherkennung und damit zu einem
frühestmöglichen Therapiebeginn.