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Critical Care definiert sich als multidisziplinärer Bereich - von der Grundlagenforschung bis hin zum Krankenbett des Intensivpatienten. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Qualitätssicherung vor allem hinsichtlich der Verhinderung von Langzeitschäden und Förderung der Rehabilitation. Critical Care ist daher ein wichtiger Partner für die Durchführung klinischer Studien der pharmazeutischen Industrie.
"Critical Care" umfasst jene Einrichtungen der MedUni Wien, die sich der experimentellen und biomedizinischen Grundlagenforschung sowie der klinischen Forschung von intensiv-medizinischen Krankheitsbildern widmen.
In die Grundlagenforschung sind ca. zwölf experimentelle Labors im theoretischen wie im klinischen Bereich eingebunden. Die klinische Forschung findet an den 18 Intensivstationen des AKH, den Akut-Versorgungsbereichen sowie den Operationsbereichen statt. Die Patientenstruktur umfasst alle Altersgruppen und es sind 120 ÄrztInnen an diesen Einrichtungen tätig
Der Bereich hat in den letzten mehr als 2,5 Millionen Euro an Fördermitteln umgesetzt, ein Betrag, der durch zahlreiche industrielle Förderungen noch verdreifacht werden konnte. Auch ein EU Projekt wurde in diesem Forschungsbereich entwickelt, koordiniert und erfolgreich zum Abschluss gebracht. Die zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten dieses Bereiches werden in Top-Journalen publiziert und die Intensivmediziner der Medizinischen Universität Wien genießen hohe internationale Reputation.
- Molkekulargenetische Untersuchungen von intensivmedizinischen Krankheitsbildern
- Zellkulturarbeiten zur Erfassung der immunologischen Mechanismen und Stoffwechselveränderungen bei intensivmedizinischen Krankheitsbildern
- Endotoxinmodelle an der Maus zum Studium der Organveränderungen und deren Prävention bei Sepsis
- Atraumatisches Herz-Kreislaufstillstandsmodell am Schwein zum Studium neuer Methoden zur Wiederherstellung der Herz- und Kreislauf- sowie neurologischen Funktionen
Übergreifende Forschungsaufgaben:
- Erfassung von Schweregrad, Organschäden, Therapieaufwand und Krankheitsausgang verschiedener intensivmedizinischer Erkrankungen
- Epidemiologie intensivmedizinischer Zustandsbilder
- Rechtlich-ethische Probleme intensivtherapeutischer Interventionen
- Psychologische Anforderungen der Intensivmedizin
Pathophysiologisch-diagnostische Untersuchungen:
- ZNS & Hirnfunktionsstörungen bei metabolischen, traumatischen, vaskulären und hypoxischen Ereignissen
- Herzversagen: Studien zur Überwachung der Organfunktion und Erfassung des Schweregrades
- Infektabwehr und Funktion des Immunsystems bei diversen intensivmedizinischen Erkrankungen und therapeutischen Interventionen
- Leberversagen: Klinische Studien zur Überwachung der Organfunktion und Erfassung des Schweregrades, "Bridging" vor Transplantationen
- Lungenversagen: Studien zu Ursachen und Erfassung des Schweregrades
- Nierenversagen: Überwachung der Organfunktion und Erfassung des Schweregrades
- Stoffwechselentgleisung und Gerinnungsversagen bei intensivmedizinischen Erkrankungen
Schwerpunkte therapeutische Interventionsstudien
- ZNS & Hirnfunktionsstörungen: Medikamentenstudien und milde Hypothermiebehandlung bei hypoxischer bzw. posttraumatischer Hirnschädigung
- Herzversagen: Mechanische und medikamentöse Unterstützung der Herzfunktion.
- Beim Herz-Kreislaufstillstand: Frühdefibrillation, Public Access Defibrillation, mechanische Hilfsmittel zur Herzmassage
- Immunstimulation durch medikamentöse und nutritive Faktoren
- Leberversagen: Maßnahmen zur Förderung der Leberregeneration und extrakorporaler Leberersatz
- Lungenversagen: Maßnahmen zur Optimierung der Atemmechanik und Beatmungstechnik; extrakorporaler Lungenersatz
- Nierenversagen: Extrakorporaler Nierensatz
- Stoffwechselentgleisung: Medikamentöse Maßnahmen zur Normalisierung der Stoffwechselsituation
- Gerinnungstherapeutische Interventionen zur Normalisierung der Gerinnungssituation
- Entgiftungstherapie bei exogenen Vergiftungen
- Hyperbare Oxygenierung
- Verbrennungsbehandlung
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Stoffwechsel, Endokrinologie und Ernährung