Mit Ende September 2007 wurde das Al Ain Hospital nach einer 3 monatigen Transition Phase offiziell an das Management der Medical University of Vienna International und Vamed übergeben.
In diesem kurzen Zeitraum wurden sämtliche Daten gesammelt, bewertet und Benchmarks erstellt, die in weiterer Folge als Basis für den Strategischen Plan inklusive des Medical Brief, Marketing Plan und Human Resource Plan dienten, der innerhalb der Transition Phase erstellt werden musste. In diesen 3 Monaten wurden bereits Assessments aller wichtigen Departments des Spitals von mehreren Experten der Med Uni Wien aus den Bereichen Innere Medizin, Unfallchirurgie, Gynäkologie, Pathologie und KIMCL begonnen, die in der Folge zu Sofortmaßnahmen und Schwerpunktbildung für 2008 formuliert wurden.
Bis zum Jahresende 2008 wird die Position des Medical Directors interimistisch durch Univ.-Doz. Dr. Berthold Streubel / Klinisches Institut für Pathologie wahrgenommen, der alle klinischen Aktivitäten gemeinsam mit dem australischen CEO der Vamed (George Hume Jepson) und mit Unterstützung der temporären MUW-Experten koordiniert.
Mit Beginn 2008 wird Hr. Univ. Doz. Streubel an den zukünftigen Medical Director, Hrn. Prim. Univ.-Doz. Dr. Gerhard Schwab, Leiter der Chirurgie des Krankenhaus Krems, die Agenden übergeben. Unterstützt wird der Medical Director durch seinen Stellvertreter Univ.-Doz. Dr. Stefan Marlovits / Universitätsklinik für Unfallchirurgie, der ebenso full-time im Al Ain Spital sein wird. Dieses Team wird mit den dabei vertretenen Disziplinen Unfallchirurgie und Chirurgie nicht nur den vertraglich vereinbarten Managementaufgaben gerecht, sondern darüber hinaus auch den größten Lücken im klinischen Bereich des Al Ain Spitals.
Zusätzlich zu unserem permanenten Management Team vor Ort, ist vorgesehen, dass ähnlich dem Konzept PCMC, Senior Medical Advisors der MUW für einen kurzfristigen Zeitraum entsprechend den Bedürfnissen der Departments sowohl organisatorisch als auch klinisch unterstützen. Diese Einsätze werden gemeinsam zwischen MUVI und dem Medical Director geplant und umgesetzt werden. Unterschiedlich zum Konzept PCMC in Kuala Lumpur, ist dabei keine fixe Anzahl an jährlichen Personenmonaten vorgesehen, sondern wird sich entsprechend dem Bedarf des Spitals ergeben.
Das Spital verfügt über eine Kapazität von rd. 425 Betten, rd. 2500 Mitarbeitern, jährlich rd. 250.000 Out-Patients und 18.500 In-Patients. Gleichzeitig ist ein Neubau geplant, der dieses rd. 30 Jahre alte Versorgungsspital der gesamten Region Al Ain bis spätestens Ende 2011 ersetzen wird.
Historie zum Vertragsabschluss:
Das Konsortium der Medical University of Vienna International GmbH (MUVI) und der Vamed Management und Service GmbH+Co KG (VMS) beteiligte sich im Dezember 2006 an einer internationalen Ausschreibung für die Betriebsführung von 2 Spitälern (Al Ain Hospital und Al Mafraq Hospital) im Emirat Abu Dhabi durch die General Authority of Health Services of Abu Dhabi (GAHS).
Im April 2007 erfolgt die Benachrichtigung, dass das Konsortium auf der short-list gemeinsam mit jeweils 3 weiteren Bietern für beide Spitäler ist. Insgesamt haben sich mehr als 30 internationale Anbieter an dieser Ausschreibung beteiligt. Im Mai/Juni 2007 folgen erste Verhandlungen zu den Heads of Agreement in 2 Videokonferenzen zwischen Österreich und den VAE. Es ergeht eine Mitteilung der Health Authority of Abu Dhabi an das Konsortium, dass es Preferred Bidder für das Al Ain Hospital in Abu Dhabi/Al Ain ist, und die offiziellen Vertragsverhandlungen aufgenommen werden. Es erfolgt eine Einladung zu den finalen Vertragsverhandlungen in das Office der Health Authority in Abu Dhabi.
Am 11. Juni fand die feierliche Vertragsunterzeichnung nach einem Verhandlungszeitraum von knapp 5 Monaten im Beisein seiner Excellenz des Kronprinzen von Abu Dhabi General Sheikh Mohammed Bin Zayed Al Nahyan im Sea Palace in Abu Dhabi, ausgewählten Würdenträgern, Politikern, Botschafter und Presse der VAE statt. Es darf unterstrichen werden, dass das Schwerpunktinteresse in dieser Partnerschaft der Medizinischen Universität Wien aufgrund Ihrer langen Tradition und umfassenden Expertise in den Bereichen Lehre, Forschung, Patientenbehandlung und Health Care Manegement galt und maßgeblich zum Vertragsabschluss beigetragen hat.