Im Februar 2007 übernahm die MedUni Wien mit dem "Tripoli Medical Center" ein weiteres Health Care Projekt. Das Tripoli Medical Center ist ein öffentliches Krankenhaus mit 1.300 Betten und 4.000 MitarbeiterInnen, das im Rahmen der vom libyschen Staat initiierten Gesundheitsreform umstrukturiert werden soll. Die MedUni Wien ist hierbei für den Wissenstransfer in Form von Training, Reengineering, Entwicklung von Standing Operation Procedures (SOP) und Beratung bei Geräteinvestitionen verantwortlich.
Wissenstransfer Wien-Tripolis
Im Gegensatz zu Kuala Lumpur geht es bei diesem Projekt nicht um die langfristige Entsendungen von MitarbeiterInnen, sondern um gezielte Experten-Einsätze bis zu maximal fünf Tagen. Das "staff exchange program" soll sowohl "incoming staff" als auch "outgoing staff" beinhalten und darüber hinaus zu einem besseren kulturellen Verständnis beider Länder beitragen. Im Projektumfang wurden die Bereiche Labor, Radiologie und HNO als vorrangig definiert, wobei bei den ersten beiden Disziplinen sehr rasch entsprechende Maßnahmen zu setzen sind. Die Zusammenarbeit soll in weiterer Folge auch auf andere Disziplinen in beidseitiger Abstimmung ausgeweitet werden.
Die vom libyschen Staat für den öffentlichen Gesundheitssektor freigestellten Gelder von insgesamt 470 Mio. Euro sollen insbesondere Projekte und Pläne im Gesundheitsbereich investiert werden. Ausländische Berater und Universitäten werden dabei bevorzugt, um internationales Know-how und "best practise" - Methoden nach Libyen zu bringen. Diese Chance hat die MedUni Wien genützt, um mit einem weiteren Projekt die internationale Reputation der Medizinischen Universität Wien zu erhöhen. Neben interessanten Karrieremöglichkeiten für die MitarbeiterInnen der MedUni Wien bietet sich die Möglichkeit an, zusätzliche Einnahmen für die Universität zu lukrieren, um damit Personal und Projekte im Rahmen der Corporate Social Responsilibity auszubauen und zu finanzieren.
» Aktivitäten am Tripoli Medical Center angelaufen