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Bis zur Einführung des EMS (Eignungstest für das Medizinstudium) im Studienjahr 2006/2007 war auch an der MedUni Wien der Anteil der Frauen bei den Student/innen und Absolvent/innen höher als jener der Männer, mit Beginn der akademischen Laufbahn splitten sich die Karriereverläufe zwischen Frauen und Männern erstmals auf mit einer Mehrheit von Frauen auf prekären Drittmittel-Stellen und einer merklichen Abnahme des Frauenanteils bei den ärztlichen Ausbildungsstellen. Mit jeder weiteren Stufe auf der wissenschaftlichen Karriereleiter nimmt die Präsenz der Frauen weiter ab, um bei den Professor/innen auf 17% abzusinken.
Die Ursachen für die unterschiedlichen Karriereverläufe von Männern und Frauen sind vielfältig und komplex.
Frauen netz.werk Medizin
Frauen netz.werk ist ein Medizin-Mentoringprogramm an der MedUni Wien zur gezielten Förderung und Unterstützung von Wissenschafterinnen, die sich in einer Schwellensituation in Hinblick auf ihren weiteren Karriereverlauf befinden. Mentoring bietet die Möglichkeit einer individuellen Begleitung, Beratung und Unterstützung der eigenen Karriere durch ein netz.werk bestehend aus einer Mentorin und einer Peer-Gruppe als Ergänzung zu herkömmlichen wissenschaftlichen Förderbeziehungen, die traditionellerweise nahezu ausschließlich fachlich-inhaltlich orientiert sind. Der Schwerpunkt von Frauen netz.werk Medizin liegt auf der Schaffung von Transparenz und der Reflexion des komplexen Systems der MedUni Wien.
Gewinn für die Mentees
- Einblicke in Karriereverläufe an der MedUni Wien, insbesondere in Hinblick auf berufliche Übergänge und daraus resultierende Karrierechancen
- Einblicke in Konfliktbewältigungsstrategien
- Einblicke in Führungsverhalten
- Erarbeitung eines Instrumentariums, dass die Verwirklichung beruflicher Ziele erleichtert
- Erarbeitung von Führungsstrategien
- Ausbau der Kommunikationstechniken
- Erweiterung der sozialen und methodisch/methodologischen Kompetenzen
- Aufbau vielfältiger und nachhaltiger Netzwerkbeziehungen über die Grenzen der eigenen beruflich-fachlichen Kompetenzbereiche hinaus, um die gegenseitige Unterstützung und den Informationsfluss zu gewährleisten
- Kennenlernen unterschiedlicher Karrierestrategien und unterschiedlicher Lebensmodelle in Hinblick auf die eigene Work-Life-Balance
- Reflexion des eigenen Karriereverlaufs
- Möglichkeit, Perspektiven zu entwickeln
Gewinn für die Mentorin
- Einblicke in die Situation der Nachwuchswissenschafterinnen
- Reflexion des eigenen Karriereverlaufs
- Erweiterung der Betreuungs- und Beratungskompetenz
- Neue Impulse und Perspektiven
- Erweiterung der eigenen Kontaktnetze
Gewinn für die Organisation
- Aufbau transparenter und formalisierter Förderbeziehungen
- Frauen im Universitätsbetrieb werden sichtbar gemacht und nachhaltig in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt
- Anerkennung von Differenz und Komplexität ermöglicht es den Wissenschafterinnen, ihre Potentiale, ihr Wissen und ihre Fähigkeit in die MedUni Wien einzubringen
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