Wenn die Arbeitsatmosphäre durch ungelöste Konflikte gestört ist, Konflikte zu eskalieren drohen und die Arbeit darunter leidet, ist der Einsatz von Mediation ein probates Mittel zur Entschärfung der Situation, für die Suche nach Lösungen sowie zur Optimierung der Zusammenarbeit. Unter Mediation wird die Bearbeitung von Konflikten mit einem Fokus auf Lösungsorientierung unter Leitung einer neutralen (externen) Personen verstanden.
Was ist Mediation?
Mediation ist im österreichischen Bundesgesetz über Mediation in Zivilrechtssachen definiert als eine auf Freiwilligkeit der Parteien beruhende Tätigkeit, bei der ein/e fachlich ausgebildete/r, neutrale/r VermittlerIn (MediatorIn) mit anerkannten Methoden die Kommunikation zwischen den Parteien systematisch mit dem Ziel fördert, eine von den Parteien selbst verantwortete Lösung ihres Konfliktes zu ermöglichen (Zivilrechts-Mediations-Gesetz, § 1, Abs. 1).
Mediation ist somit ein strukturiertes Verfahren zur konstruktiven Beilegung oder Vermeidung eines Konfliktes zwischen zwei oder mehreren Konfliktparteien. Das Ziel besteht darin, gemeinsam nach Möglichkeiten und Regelungen zu suchen, die für alle am Konflikt Beteiligten befriedigend sind. Angestrebt werden win-win-Lösungen für alle Beteiligten.
Voraussetzungen für die Inanspruchnahme von Mediation:
Eines der wesentlichsten Prinzipien ist die freiwillige Inanspruchnahme der Mediation durch die Konfliktparteien sowie die Bereitschaft, eigenständig und selbstverantwortlich an einer Lösung zu arbeiten. In der Mediation geht es weniger um eine Bewältigung der Vergangenheit, sondern vielmehr um das Finden und Entwickeln zukunftsorientierter Lösungen.
Tätigkeit des/der MediatorIn:
Der/die MediatorIn als allparteiliche/r Dritte/r kann die Konfliktparteien zu einer konsensualen und für beide Seiten gewinnbringenden Lösung führen. Er/sie unterstützt die Beteiligten durch ein strukturiertes Verfahren, wobei sich der/die MediatorIn neutral verhält und über keine eigene Entscheidungsbefugnis verfügt. Wesentlich für die Inanspruchnahme einer Mediation ist daher die Freiwilligkeit der Beteiligten sowie das Bewusstsein dafür, eigenverantwortlich und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.
Information und Beratung:
Dr.in Katharina Mallich
katharina.mallich@meduniwien.ac.at
Tel: 40160/10190