
Die Jury hat die Auszeichnung „Teacher of the Month“ der MUW in diesem Monat an Herrn a.o. Univ. Prof. Dr. Johann Wojta, Universitätsklinik für Innere Medizin II, Klinische Abteilung für Kardiologie, verliehen.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist Prof. Wojta in der Lehre der Physiologie als ein äußerst beliebter und engagierter Universitätslehrer in Vorlesungen und im Kleingruppenunterricht tätig.
Bereits damals hat er sich über seine Lehrverpflichtungen hinaus in besonderer Weise für die Ausbildung der Studierenden eingesetzt. Inspiriert durch einen zweijährigen Forschungsaufenthalt in Australien initiierte er 1995 ein Famulaturprogramm für österreichische Mediziner/innen in diesem Land. Heute umfasst dieses bei den Studierenden sehr beliebte Programm bis zu 40 Ausbildungsplätze pro Jahr in mehr als 12 Fächern an drei australischen Partneruniversitäten. Es gelang ihm darüber hinaus, mehrere Sponsoren für eine in jedem Jahr vergebene finanzielle Unterstützung ausgewählter Studierender zu gewinnen.
In dem seit 2002 implementierten Studienplan N202 vertritt Prof. Wojta die Vegetative Physiologie in den großen Vorlesungen sowie in Kleingruppen mehrerer Blöcke der ersten beiden Studienabschnitte (Block 1, 2, 12). Außerdem betreut er Studierende in allen drei Wissenschaftsmodulen (Block 7, Block 17, Block 24) und im Rahmen von Diplomarbeiten. Von Beginn an gehörte Prof. Wojta zu den von den Studierenden hervorragend bewerteten Lehrenden. Seit Einführung der elektronischen personenbezogenen Evaluierung zählt er regelmäßig mit bis zu 218 Nennungen (Block 2, 2005) zu den Top-Lehrbeauftragten. Die zahlreichen begeisterten Kommentare der Studierenden belegen, dass es Prof Wojta durch ausgezeichnet strukturierte und anregend vermittelte Vorlesungen gelungen ist, bei seinen Hörer/innen Motivation und Interesse am Erlernen der komplexen Funktionssysteme des menschlichen Organismus zu wecken.
In den Kleingruppen der ersten beiden Wissenschaftsmodule wählte Prof. Wojta Themen aus dem Bereich der Stammzellforschung. Neben der aktuellen und anspruchsvollen Thematik war es nicht zuletzt auch das hohe Engagement des Lehrveranstaltungsleiters, das den Teilnehmer/innen die Faszination an dieser Forschungsrichtung vermittelte.
Wie die Stammzellforschung ist auch die wissenschaftliche Arbeit von Prof. Wojta durch eine enge Verschränkung von naturwissenschaftlichen Grundlagen und klinischer Anwendung charakterisiert.
Seine Forschungsgruppe - heute nach langjähriger Tätigkeit an der Physiologie im klinischen Bereich angesiedelt - beschäftigt sich mit der Aufklärung von Schädigungs- und Reparaturprozessen am Herzmuskel. Insbesondere die durch Entzündungsmediatoren vermittelte Regulation der Expression von Angiogenesefaktoren sowie von Proteasen und Proteaseinhibitoren stehen im Brennpunkt des Interesses von Prof. Wojta. Seine Forschungstätigkeit hat ihm zahlreiche wissenschaftliche Preise eingetragen. Zu diesen gehört die Verleihung des Höchst-Preises sowie mehrerer in- und ausländischer Preise aus dem Bereich der kardiologischen Forschung.