Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Medizinischen Universität Wien,
die Universitätenkonferenz (Uniko) hat in ihrer Plenarsitzung von vergangenem Montag einstimmig beschlossen, den Dachverband der Universitäten zu legitimieren, den bereits seit geraumer Zeit ausverhandelten Kollektivvertrag für die ArbeitnehmerInnen der 21 öffentlichen Universitäten zu unterschreiben.
Dabei geht die Uniko von der Voraussetzung aus, dass den Universitäten jener Budgetbetrag zur Verfügung gestellt wird, wie ihn Herr Bundesminister Hahn einer Delegation der Uniko am 13. Februar d.J. genannt hat und der darauf abzielt, den Anteil der Universitäten auf 2% des BIPs im tertiären Bildungssektor bis 2020 zu erhöhen. Dafür wird zur Finanzierung der Leistungsvereinbarungsperiode 2010-2012 ein jährlicher Rahmen von rund € 400 Mio. mehr zur Verfügung stehen als es im Vergleichszeitraum 2007 - 2009 der Fall war. Mit diesen Mitteln sind jedoch auch sämtliche Valorisierungen der Bezüge, Mietensteigerungen (inklusive Zuschlagsmieten) und Infrastrukturinvestitionen abzudecken.
Auch wenn dadurch der Spielraum für andere Verbesserungen des Leistungsniveaus der Universitäten stark limitiert wird, haben sich die Rektoren gerade in Zeiten der Krise entschlossen, dem Abschluss eines Kollektivvertrags höchste Priorität einzuräumen. Dies in der Einsicht, dass Wissenschaft und Forschung die wichtigste Zukunftsressource darstellt und daher zur Vermeidung eines weiteren „Brain Drain“ den im Lande tätigen WissenschafterInnen Rechtssicherheit bezüglich ihrer Anstellungsverhältnisse gegeben werden muss.
Die Uniko hat aber auch klargestellt, dass die Unterzeichung des Kollektivvertrags für die Universitäten keinen Spielraum auf Erhöhung des derzeit im Universitätsgesetz 2002 genannten Anteils von 1% des Globalbudgets zulässt, den der Bundesminister für besondere Gestaltungserfordernisse einbehalten darf, und fordert den Herrn Bundesminister daher auf, auf die mit dem vorjährigen Begutachtungsentwurf zur Novellierung des Universitätsgesetzes 2002 beabsichtigte Steigerung dieses Betrages auf 5% des Globalbudgets zu verzichten.
Ich freue mich besonders über dieses Ergebnis, da mir eine Erhöhung insbesondere der Anfangsgehälter unserer MitarbeiterInnen und eine planbare Laufbahn bei entsprechender Leistungserbringung immer ein großes Anliegen war.
Wolfgang Schütz
Rektor der Medizinischen Universität Wien