(Wien, 17-07-2009) Als erste Medizinische Universität Österreichs hat die MedUni Wien ihr neues Medizincurriculum (MCW) in einem Pilotprojekt einer Zertifizierung nach den Standards der „World Federation For Medical Education“ (wfme) unterzogen. Am 17.Juli wurde im Rahmen einer Feier die Urkunde überreicht. Die MedUni Wien hat somit auch die offizielle Bestätigung, dass das neue Medizincurriculum modernen und internationalen Standards gerecht wird.
In Zusammenarbeit mit der Österreichischen Qualitätssicherungsagentur (AQA) wurde bereits 2008 das Pilotprojekt der Akkreditierung des MCWs - seit 2002 in Kraft - gestartet. Gemeinsam mit dem Projektleiter Univ. Prof. Dr. Martin Lischka (Besondere Einrichtung für medizinische Aus- und Weiterbildung der MedUni Wien), der Curriculumdirektion Humanmedizin und einem Team von MitarbeiterInnen wurden Selbstevaluationsreport auf der Basis der Standards der wfme erstellt. Dieser wurde einer Gruppe von internationalen ExpertInnen vorgelegt. Unter der Leitung von Prof. Thomas Aretz (Harvard Medical School) konnten diese ExpertInnen im Rahmen eines Besuchs an der MedUni Wien die Angaben überprüfen und sich ein Bild von der aktuellen Situation machen. Grundlage für die Zertifizierung durch die AQA war dann der Abschlussbericht der GutachterInnengruppe.
Hauptziele des Projekts waren die Beurteilung der Curriculumreform zum Zeitpunkt des Studienabschlusses des ersten „neuen“ Jahrgangs und die Gewinnung von Hinweisen auf den Bedarf an Weiterentwicklung des neuen Curriculums. An dessen Anfang im Jahr 2002 stand ja schon die Maxime: Nur ein sich weiterentwickelndes Curriculum lebt. Nach Ansicht der GutachterInnen ist dabei der Gestaltung des letzten Jahres und damit der Schnittstelle zwischen Studium und Weiterbildung nach dem Medizinstudium (e.g. Facharztausbildung) besondere Bedeutung zuzumessen. Die „Berufsbefähigung“ von AbsolventInnen des Medizinstudiums ist auf Basis eines neu zu erstellenden Kompetenzenkatalogs nachvollziehbar zu definieren. Die Medizinische Universität Wien hat diese und weitere wichtige Ziele für die Weiterentwicklung in der Lehre bereits in ihrem neuen Entwicklungsplan festgelegt und wird dem Entwicklungsfortschritt auch weiterhin besonderes Augenmerk schenken.
Rudolf Mallinger, Vizerektor für Studium& Lehre: „Wir danken dem GutachterInnenteam für die sorgfältige und ausgewogene Stellungnahme und unseren MitarbeiterInnen sowie der AQA für die intensive und kompetente Zusammenarbeit. Mit der Zertifizierung unseres Medizin-Curriculums wird von unabhängiger Seite dokumentiert, dass unser MCW den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen ist. Jetzt gilt es, das Erreichte zu sichern und neue Entwicklungen auf Basis der vorliegenden Empfehlungen einzuleiten“.
Alexander Kohler, Geschäftsführer der AQA: „Die freiwillige Zertifizierung belegt das Qualitätsbewusstsein der Medizinischen Universität Wien, ihr Studium nach international anerkannten Standards zu gestalten und die Empfehlungen anerkannter ExpertInnen für dessen Weiterentwicklung nutzen zu wollen.“