
Ao. Univ.-Prof. Dr. Menapace widmet sich der Miniaturisierung und Optimierung der Kataraktchirurgie. 1991 gründete er die Spezialambulanz und Arbeitsgruppe für Kunstlinsenimplantation, die sich unter seiner Leitung zu einem international renommierten Kompetenzzentrum für moderne Kataraktchirurgie entwickelte. Zahlreiche Studien galten dem Einfluss der Grösse und Gestalt von Inzisionen auf deren Deformationsstabilität und die Hornhauttopographie.
Des weiteren befasste sich Rupert Menapace mit dem Schwerpunkthema Nachstar: der Nachstarquantifizierung, dem Einfluss von Linsenmaterialien und Linsendesigns auf die Nachstarentwicklung, sowie mit der Optimierung von Linsen- und Zusatzimplantaten und von chirurgischen Techniken zu dessen Vermeidung. Mit Nishi wies er bereits 1997 auf die Bedeutung der scharfen hinteren Optikkante hin und entwickelte mit diesem den Kapselknickring. Ab 1999 beschäftigte er sich systematisch mit der primären hinteren Kapsulorhexis als chirurgischer Alternative zu scharfkantigen Implantaten. Nachdem sich beide Optionen in vielen Fällen als nicht oder nur für wenige Jahre wirksam erwiesen hatten, führte Professor Menapace 2004 die Technik des Einknöpfens der Linsenoptik in eine hintere Kapsulorhexisöffnung ein und wies Sicherheit und anhaltende Wirkung anhand einer prospektiven Studie mit 1000 Augen nach.
2006 übernahm er Aufbau und Leitung des „Tagesklinik für Augenchirurgie“ am AKH Wien, wo er laufend an der Weiterentwicklung moderner Techniken und Implantate für die Kataraktchirurgie, aber auch an der Optimierung von Prozessabläufen arbeitet.
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