
Wie kaum ein anderes Forschungsfeld hat es dieser Bereich geschafft aus den Grundlagenforschungserkenntnissen über die molekularen Mechanismen des Immunsystems und dessen Wechselwirkungen mit seinen äußeren (pathogene Mikroorganismen) und inneren Feinden (Krebszellen) neue Diagnose- und Therapieverfahren für immunologische Erkrankungen (Allergien, Autoimmunerkrankungen, Infektionen, Krebserkrankungen) zu entwickeln, an denen mehr als 30% der Bevölkerung leiden. Ein Beispiel sind therapeutische monoklonale Antikörper, die als passive Immunisierungsstoffe mit unglaublichem Erfolg unter anderem gegen rheumatoide Arthritis, Leukämien oder Brustkrebs eingesetzt werden. Heute schon meint man, dass der Einzug dieser Wirkstoffe einmal als eine der größten Errungenschaften der Medizin im 21. Jahrhundert gelten wird, so wie die aktive Impfung dies für das 20. Jahrhundert ist.
Organisatorisches
Am Zentrum sind etwa 250 Mitarbeiter angestellt; dazu kommen noch etwa 100 Studierende, die ihre Diplomarbeit oder Großpraktiken absolvieren. Etwa 150 der angestellten Mitarbeiter (60%) werden von sogenannten Drittmittelgeldern bezahlt, die großteils von hochkompetitiven nationalen (z. B. FWF, GEN-AU) und internationalen (z. B. EU) Forschungseinrichtungen eingeworben werden und etwa 13% des gesamten Drittmittelaufkommens der Universität ausmachen. Verantwortlich für diesen Erfolg sind die 32 Arbeitsgruppenleiter, die sich mit ihren Projekten ständig der internationalen Konkurrenz stellen und mit den eingeworbenen Mitteln und ihren Mitarbeitern nahezu 10% des gesamten wissenschaftlichen Outputs der Universität erarbeiten. Die Mitarbeiter des Zentrums sind auch für den Hauptteil der theoretischen Ausbildung der MedizinstudentInnen in Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie verantwortlich. Neben Forschung und Lehre liegt der dritte Schwerpunkt als Zentrum einer Medizinischen Universität naturgemäß in der Betreuung von Patienten und im Gesundheitsbereich und hier speziell in der Entwicklung und Bereitstellung von Diagnosetests allergologischer und immunologischer Erkrankungen, parasitärer und bakterieller Infektionen sowie von Sterilisations- und Hygieneverfahren. Details entnehmen sie bitte den Internetseiten (siehe Menüleiste) der vier Institute.