

Tel.: +43-(0)1-40160-33004
fax: +43-(0)1-40160-933002
Adresse: CePII, Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie, Lazarettgasse 19, Raum G3.07, A-1090 Wien, Österreich
email: Johannes.Huppa@meduniwien.ac.at
Forschungsinteressen: T Zell Antigen Erkennung, Immunologie, Zellbiologie, Signaltransduktion, Imaging, biophysikalische Methoden, Protein Engineering, Strukturbiologie
Im Huppa-Lab interessieren wir uns für die Frage, wie das angeborene und das adaptive Immunsystem zusammenarbeiten, um zwischen Freund und Feind zu underscheiden. Unsere Neugier dreht sich hierbei in erster Linie um zwei Fragestellungen:
Wir streben quantititative Antworten an mittels zellbiologischer, biophysikalischer und gentechnischer Methoden, um zu erklären wie T Zellen ihre außergewöhnliche Sensitivität und Selektivität gegenüber Antigenen etablieren und die richtige Balance zwischen Immunität und Toleranz aufrecht erhalten.
Für dieses Ziel entwickeln wir fluoreszente Sonden und planare Glas-unterstützte funktionalisierte Lipid-Doppelschichten, welche wir einsetzen, um primäre T Zellen und Antigen Präsentierende Zellen in innovativen Laser-Mikroskopie Experimenten zu studieren. Wir führen Mikroskopie mit modernsten Methoden der Immunologie und der Molekularbiologie zusammen, um die Genexpression zu manipulieren und zu verfolgen.
Guy C.S., Vignali K.M., Temirov J., Bettini M.L., Overacre A.E., Smeltzer M., Zhang H., Huppa J.B., Tsai Y.H., Lobry C., Xie J., Dempsey P.J., Crawford H.C., Aifantis I., Davis .M., Vignali D.A. (2013) Distinct TCR signaling pathways drive proliferation and cytokine production in T cells. Nature Immunology Feb3 Epub ahead of print
Alle Publikationen von Johannes Huppa in PubMed

Gezeigt ist ein Modell des FRET (Förster Resonnanz Energie Transfer) Systems, welches uns erlaubt, Wechselwirkungen zwischen T Zell Rezeptoren (in blau dargestellt) auf der T Zelle und Peptid-beladenen MHC Molekülen (in gelb und rot abgebildet) auf Antigen-präsentierenden Zellen innerhalb der immunologischen Synapse mittels mikroskopischer Methoden zu messen. Um FRET in reproduzierbarer Weise zuzulassen, werden die Interaktionspartner mit den korrespondierenden Fluoreszenz-Farbstoffen Alexa Fluor 555 oder Cy3 (grün) und Alexa Fluor 647 oder Cy5 (rot) in seitenspezifischer Weise markiert. Da es derzeit technisch unmöglich ist, Zell-gebundene Rezeptoren wie z.B. den TCR seitenspezifisch mit organischen Fluorophoren zu markieren, haben wir einen TCR-reaktiven monoklonalen Antikörper zu einer monovalenten Sonde umgebaut (hier hellbraun dargestellt), welche die TCR-pMHC Interaktion nicht stört und sich seitenspezifisch Fluoreszenz-markieren läßt. Im TCR-pMHC Komplex befinden sich die korespondierenden FRET- Farbstoffe in einem Abstand von ~ 41 Ångström, was eine FRET-Effizienz von mehr als 50% zuläßt . Dies ermöglicht uns, TCR-pMHC Wechselwirkungen sowohl auf Einzelmolekülebene wie auch auf Populationsebene in der immunologischen Synapse zu quantifizieren.
Das illustrierte Modell basiert auf der Struktur des TCR-pMHC Komplexes einerseits und des TCR-H57 Fab Komplexes andererseits.
Die obige Filmsequenz zeigt den FRET-Kanal einer Immunologischen Synapse zwischen einer T Zelle und einem Glass-unterstützten Bilayer. Wie in der obigen Illustration dargestellt sind Zell-assozierte TCRs mit dem H57 scFv-Cy3 als FRET-Donor dekoriert. Im Bilayer verankerte pMHCs sind im Unterschuß mit Cy5 markiert und dienen als FRET-Akzeptor. Einzelmolekül-FRET Ereignisse erscheinen vorübergehend als Lichtpunkte und repräsentieren einzelne TCR-pMHC Interaktionen, deren Dauer verfolgt werden kann. Der äußere Rand der Cy3-markierten T Zelle leuchtet in der hier gezeigten Raw FRET Bildsequenz schwach durch.
Zeitskala: 165ms/ Bild