MISSION STATEMENT

Das Tätigkeitsprofil der Abteilung umfasst in Forschung, Lehre und Patientenbetreuung die Schwerpunkte Immundermatologie, Allergologie, infektiöse Hautkrankheiten sowie sexuell übertragbare Erkrankungen einschließlich der HIV-Infektion.

Die Forschungsarbeiten erfolgen an zwei Standorten: den Forschungslaboratorien am AKH sowie in Laboratorien, die im Vienna Competence Center in Wien 9, Lazarettgasse/Pelikangasse beheimatet sind.

Neben den traditionellen klinischen und forscherischen Schwerpunkten bemühen sich die ForscherInnen der Abteilung um eine verstärkte Präsenz auf dem Gebiet der translationellen Medizin. Angeführt seien hier die Behandlung von Patienten mit metastasiertem Melanom mit Tumorantigen-beladenen dendritischen Zellen, der Einsatz von systemisch oder lokal applizierten immunstimulierenden Substanzen (z.B. CpG-Oligonukleotide, Imiquimod) bei Patienten mit benignen oder malignen Neoplasien des Hautorgans und neuestens die Gabe von biologisch, d.h. von lebenden Zellen, hergestellten Substanzen (Biologika) bei entzündlichen (z.B. Psoriasis), autoimmunologisch mediierten (z.B. Pemphigus, Dermatomyositis, M. Behcet) sowie neoplastischen (z.B. HIV-assoziierte Lymphome, metastasiertes Melanom) Krankheiten. Voraussetzung für diese Aktivitäten ist vor allem eine ausgewiesene Kompetenz auf den genannten Gebieten, die auch eine solide technologische Basis beinhaltet. Besondere Expertisen bestehen auf den Gebieten der molekularen und zellulären Immunologie, der immunologischen Zell- und Gewebstypisierung, der Tumorimmunologie, der molekularen Virologie sowie der Etablierung tauglicher Tiermodelle menschlicher Erkrankungen. Eine erfolgreiche Umsetzung ist natürlich auch an eine entsprechende personelle, räumliche und materielle Infrastruktur gebunden. Als vorteilhaft in diesem Zusammenhang haben sich Spezialsprechstunden für bestimmte Patientengruppen (z.B. immunsupprimierte Transplantatempfänger, Rezipienten von Bio-Immuntherapeutika) erwiesen.

ForscherInnen der Abteilung unterhalten auch wertvolle Kooperationen. So sind einige Teil des Forschungszentrums für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (CeMM) oder arbeiten eng mit der pharmazeutischen Industrie zusammen. Als Beispiel sei ein von der Firma Novartis an unserer Klinik eingerichtetes Exzellenzzentrum genannt, in dem mittels Substanzen mit klar definiertem Wirkmechanismus pathogenetische Krankheitsmodelle auf ihre Validität geprüft werden (proof of concept - Studien).

Angesichts der rasanten Entwicklung der zunehmend molekularen und auch personalisierten Medizin sind wir bemüht, die uns anvertrauten Patienten dem internationalen state-of-the-art entsprechend zu behandeln und zu betreuen, unseren StudentInnen die erforderlichen Wissensinhalte und Fertigkeiten überzeugend zu vermitteln und unseren DiplomandInnen und DissertantInnen ein attraktives forscherisches Betätigungsfeld zu bieten.

Univ.-Prof. Dr. Georg Stingl

Abteilungsleiter