





Leitung: Univ. Prof. Dr. Manfred Weninger
Vertretung: Univ. Prof. Dr. Barbara Lubec
Team:
Psychologie: Dr. Renate Fuiko, Mag. Barbara Keusch
Mitarbeiter: Dr. Albert Benco
Kontakt: T +43-1-40400/3092, Mo-Fr 8:00-14:00 Uhr
(Beratungsstelle)
Email: sicheres-schlafen@meduniwien.ac.at
Ambulanzzeiten: Mo-Fr 8:00-14:00 Uhr
Die pflegerische Betreuung erfolgt durch ein Team mit spezieller pflegerischer Ausbildung: DKKS Maria Babich, DKKS Michaela Joksch und DKKS Maria Stefanik
Unter den folgenden Themen erhalten Sie ausführliche Informationen zum "Sicheren Schlafen".

Ich mag Rückenlage
Ich steh auf rauchfrei
Ich brauche Nähe ...
RAUMKLIMA FÜR DAS BABY
SCHLAFZIMMER:
Die optimale Raumtemperatur beträgt
18 -20°C.
WOHNRÄUME:
Je höher die Raumtemperatur (z.B. Hochsommer, überheizter Raum im Winter), um so weniger sollte das Baby angezogen bzw. zugedeckt sein. Regelmäßiges kurzes Lüften (Stoßlüften) sichert Frischluft (Baby vor Zugluft schützen).
- Fühlt sich die Haut des Babies zwischen den Schulterblättern warm an, so ist ihm ausreichend warm. Schwitzt das Baby, wenn es ruhig liegt, so ist ihm zu heiß.
- Insbesondere bei Fieber (Infekten) muss das Kind ausreichend Wärme abgeben können - daher abdecken und viel trinken lassen!
BEKLEIDUNG FÜR DAS BABY
- Naturmaterialien (atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend)
- Im ersten Lebensmonat braucht das Neugeborene noch
etwas mehr Wärme, danach benötigt es nicht mehr Kleidung als ein Erwachsener.
- Eine Kopfbedeckung oder Fäustlinge braucht das Baby in der Wohnung nicht.
- Kühle Hände oder Füße bedeuten nicht, dass dem Baby insgesamt kalt ist. Bei kalten Füßen kann man ihm Sockerl anziehen.
AUSSTATTUNG DES SÄUGLINGSBETTCHENS
- Matratze soll eine feste Unterlage, atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend sein - am Besten aus Naturmaterialien
- Keine Schaumstoffmatratzen, nicht/atmungsaktiven Plastikeinlagen oder Plastiküberzüge zur Schonung der Matratze verwenden.
- Decke soll atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend sein (Naturmaterialien), der Größe des Babies und der Zimmertemperatur angepasst, möglichst leicht, keine Tuchent (zu warm, zu schwer).
- Schlafsack: Bei der Verwendung eines Schlafsackes darf dem Baby - wie bei der Decke - nicht zu warm sein (keine zusätzliche Decke). Der Schlafsack soll seiner Körpergröße angepasst und aus Naturmaterialien gefertigt sein.
- Gute Luftzirkulation im Kopfbereich, z.B. weit offener Baldachin, keine Kopfkissen, keine losen Windeln oder Kuscheltiere.
- Wärmeflasche, Tuchent und Schaffelle überwärmen das Baby. Schaf- oder Lammfelle sind nicht atmungsaktiv, sie erhöhen die Gefahr der Überwärmung sowie die Möglichkeit von Allergien und stellen ein hygienisches Problem dar.

LAGERUNG
- Schlafen in Rückenlage - Bauchlage im Wachzustand
- Reife Babies atmen in Rückenlage am besten; wenn gesunde Babies erbrechen, ist die Gefahr sich zu “verschlucken” (Aspiration) nicht höher als in Bauchlage oder Seitenlage.
- Ausnahmen mit KinderfachärztInnen besprechen: z.B. bei Erkrankungen oder wenn das Kind keinen erholsamen Schlaf findet.

Zigarettenrauch ist für Babies besonders schädlich: Eine völlig rauchfreie Umgebung bzw. die größtmögliche Reduktion des Zigarettenkonsums sollte angestrebt werden.
- Eltern (Mutter und Vater) sollten das Rauchen vor und nach der Geburt vermeiden.
- Die Wohnung, in der ein Baby lebt, ist unbedingt rauchfrei zu halten
u.a. um kindliches Asthma in den ersten Lebensjahren zu vermeiden.
- Wenn die Eltern/Besucher auf das Rauchen nicht verzichten können, möglichst nur im Freien, am Balkon, am Gang oder am offenen Fenster rauchen.
- Beim Stillen gelangen Rauchinhaltsstoffe durch die Muttermilch zum Baby, daher soll in der Stillzeit auf das Rauchen verzichtet werden. Wenn auf das Rauchen nicht verzichtet werden kann, direkt nach einer Stillmahlzeit rauchen.

ELTERN-KIND-BEZIEHUNG UND STRESS
Die erste Zeit mit einem Baby stellt eine große Umstellung dar. Die neuen Beziehungen zwischen Eltern, Kind und Geschwistern, sollen für alle angenehm gestaltet werden. Dazu ist gemeinsame Zeit und Ruhe sehr förderlich. Eine harmonische Umgebung und liebevolle Zuwendung ist für jedes Baby wie für alle Familienmitglieder wichtig und angenehm. Rechtzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen ist oft schwierig, aber auch zielführender, als der Anspruch, "perfekte" Eltern zu sein.
INDIVIDUELLER CHARAKTER
Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus: Um herauszufinden, wieviel Abwechslung und Aktivität das Baby mag, beobachten Sie seine Reaktionen.
Haut- & Körperkontakt vermittelt spürbare Nähe (streicheln, massieren, ... z.B. nach dem Baden), Blickkontakt, sprechen, summen, singen, beobachten ermöglichen Kommunikation.
NÄHE
Vomersten Tag an sollmanBabies in ihren Bedürfnissen und Äußerungen ernst nehmen: nicht schreien oder alleine lassen, in "Hörweite" bleiben, auf Bedürfnisse reagieren, Signale erkennen und darauf angemessen reagieren.
In diesem Alter kann man Babies nicht verwöhnen. Babies signalisieren mit verändertem Verhalten, wenn sie sich nicht mehr wohlfühlen.
STRESS
vermeiden bedeutet z.B. für einen regelmäßigen Tagesablauf zu sorgen. Wenn die Eltern selbst Stress empfinden, merken es meist auch ihre Babies und können darunter leiden. Flüge, lange Reisen und Aufenthalte in großen Höhen (>1500m) können belastend wirken, ebenso wie zuviele Aktivitäten an einem Tag.
SCHLAFPLATZ FÜR DAS BABY
Wenn das Baby im gemeinsamen Bett mit den Eltern schläft, dann ist ein eigener Platz, eine eigene Decke (kein Kopfpolster) wichtig. Das Baby darf nicht im gemeinsamen Bett schlafen, wenn Mutter oder Vater rauchen, Alkohol trinken, Schlafmittel oder Drogen konsumieren. Falls das Kind seitlich im Elternbett schläft, ist darauf zu achten, dass es nicht herausfallen kann (z.B. Steckgitter verwenden oder Gitterbett anstellen).
SCHNULLER
Aus Sicht der Stillberatung ist es wünschenswert, auf Verwendung des Schnullers zu verzichten, bis das Baby ein effektives Saugverhalten entwickelt hat.
ERNÄHRUNG
Muttermilch ist die optimale Ernährung, wenn möglich 6 Monate voll stillen und danach das Stillen mit Beikost ergänzen (bei voll gestillten Säuglingen sind Teegaben zwischendurch nicht notwendig).
Wird das Baby mit der Flasche ernährt, so wie beim Stillen im Arm halten (abwechselnd links und rechts, mit Blickkontakt).
Gehen Sie regelmäßig zu den vorgesehenen Mutter-Kind-Paß - Untersuchungen. Zögern Sie nicht bei Fragen Ihren Arzt zu kontaktieren.
» Link zum Klinischen Kompetenzzentrum Neonatologische Intensivstationen (NICU)