Klinische Serviceleistungen:
 
 


Histologie

Das Allgemeine Krankenhaus (AKH) Wien fungiert als Zentralspital und dem Institut für Klinische Pathologie obliegt die Durchführung der gesamten Breite der histologisch-pathologischen Untersuchungen mit Ausnahme der Neuropathologie. Zusätzlich zu gleichwertigen Untersuchungen Pathologischer Institute anderer Krankenhäuser bestehen besondere Anforderungen qualitativer und quantitativer Hinsicht aufgrund der Zentralfunktion des AKH Wien, z.B. auf den Gebieten der Transplantations- und Nierenpathologie. Das Institut fungiert aufgrund des hohen Ausbildungsstandes der Mitarbeiter und der guten technischen Einrichtungen in vielen Bereichen als zentrale Referenzstelle für komplexe Untersuchungen und wird daher häufig von externen Einsendern konsultiert.

Der Ausbildungsstand der Mitarbeiter wird durch hausinterne Fortbildungsveranstaltungen, Kongressbesuche und Mitarbeit in Qualitätsstandardgruppen auf hohem Niveau gehalten. Aktivitäten wie die Teilnahme an dem britischen Qualitätssicherungszirkel aus dem Bereich der Nierenpathologie (EQA (External Quality Assessement), organisiert von der University of Leicester und die Teilnahme an dem Internationalen Qualitätszirkel NEQUAS für die Her 2/neu Diagnostik sind Beispiele für Initiativen im Bereich Qualitätsmangagement- und Sicherung.

Die einzelnen Arbeitsgruppen unterhalten enge Kooperationen mit den klinischen Abteilungen und führen routinemäßige Fallbesprechungen mit den klinisch tätigen Ärzten durch.

Die allgemeine histo-pathologische Diagnostik wird in zeitlich konzentrierter Form in Teams bestehend aus Fachärzten und in Ausbildung stehenden Ärzten nach einem Rotationsmodus durchgeführt. Komplizierte, weitere Untersuchungen notwendig machende Fälle, werden an Mitglieder der jeweiligen spezialisierten Arbeitsgruppen weitergeleitet.

 

Anzahl histologisch untersuchter Fälle*

* Jeder Einsendung (Operationspräparat oder Biopsie) wurde, unabhängig von der Anzahl der Einzelpräparate, nur eine Protokollnummer zugeordnet. Die Zahlenwerte der nachfolgenden Tabellen repräsentieren die Anzahl vergebener Protokollnummern.

Anzahl der Fälle

Institut für Klinische Pathologie – Gesamt

 

1997

1998

1999

Fälle

31.678

33.032

38.108



Anzahl der Operationspräparate und Biopsien

Institut für Klinische Pathologie - Gesamt

Aufschlüsselung der Anzahl histologisch untersuchter Fälle nach den verarbeitenden Labors

Operationspräparate 1997-1999

Biopsien

 

Anzahl angefertigter Paraffinblöcke und histologischer Schnitte

Während die Anzahl der gesamten Einsendungen (eine Protokollnummer/Patient) die Entwicklung des Zustromes von Untersuchungsmaterial dokumentiert, ist die Anzahl der daraus hergestellten Paraffinblöcke und histologischen Schnitte ein guter Indikator für den Aufwand der Untersuchungen. Wie die nachfolgende Aufstellung zeigt ist der Aufwand aufgrund der Kompliziertheit der Fälle relativ ausgeprägt, wie dies aus der Funktion eines Zentralspitales zu erwarten ist.

Institut für Klinische Pathologie - Gesamt

 

1997

1998

1999

Blöcke

108.471

107.807

110.473

Schnitte

334.080

370.593

356.214

Vergleich der letzten fünf Jahre

Aufschlüsselung der Anzahl angefertigter Blöcke und Schnitte nach den verarbeitenden Labors

Blöcke

Schnitte


Intraoperative Gefrierschnitt (Schnellschnitt) - Untersuchungen

Bei intraoperativen Gefrierschnittuntersuchungen wird unfixiertes Gewebe in einem Cryostat geschnitten und anschließend gefärbt. Dies ermöglicht eine rasche (5-10min) Diagnosestellung und damit eine wertvolle Unterstützung des Chirurgen bei der Entscheidung über das weitere operative Vorgehen. Eine Einschränkung der Gefrierschnittechnik besteht in einer im Vergleich zu fixierten und Paraffin eingebetteten Gewebsschnitten in einer wesentlich schlechter erhaltenen und damit oft nur eingeschränkt beurteilbaren Gewebsstruktur. Die Gefrierschnittechnik sollte daher nur für Fragestellungen eingesetzt werden bei denen eine unmittelbare histologischen Diagnose essentiell für das weitere operative Vorgehen ist.

Intraoperative Gefrierschnitte wurden in folgenden Labors durchgeführt:

a) Labor Allgemeine Histopathologie

b) Labor Gynäkopathologie

c) Labor Orthopädische Pathologie

d) bei dringendem Bedarf auch an Wochenenden im Rahmen des Journaldienstes.

Institut für Klinische Pathologie - Gesamt

 

1997

1998

1999

Präparate

4.982

5.893

5.785

Schnitte

10.998

11.028

11.509

Aufschlüsselung der Anzahl an Gefrierschnitten nach den verarbeitenden Labors

 

Gefrierschnitt Einsender 1997-1999

a) Labor Allgemeine Histopathologie

Klin. Abt. für Allgemeine Chirurgie

4.329

Klin. Abt. für Allgemeine HNO

1.325

Klin. Abt. für Urologie

1.841

Klin. Abt. für Herz-Thorax-Chirurgie

827

Klin. Abt. für Allgemeine Dermatologie

481

Klin. Abt. für Wiederherst. u. Plastische Chirurgie

319

Klin. Abt. für Pulmologie

200

Klin. Abt. für Kinderchirurgie

98

Univ. Klinik für Augenheilkunde

68

Sonstige

2.449

b) Labor Gynäkopathologie

Univ. Klinik für Frauenheilkunde

3.024

Sonstige

542

c) Labor Orthopathologie

Univ. Klinik für Orthopädie

1.071

Orthopädisches KH - Gersthof

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Immunhistochemie

Das Leistungsangebot des Immunhistochemischen Labors für die Routine umfaßt ein Spektrum von ca 120 Antikörpern. Den Schwerpunkt der Untersuchungen bildet die Charakterisierung von malignen Neoplasien hinsichtlich ihrer Differenzierung und ihres biologischen Verhaltens. Dies umfaßt z.B. Untersuchungen mit Antikörpern, die gegen unterschiedliche Zytokeratine gerichtet sind, sowie mit Antikörpern die mesenchymale, neuronale und lymphatische Zellmerkmale zu erkennen vermögen. Parameter des biologischen Verhaltens werden beispielsweise durch die Bestimmung von p53 Akkumulationen im Zellkern erhalten. Diese bilden eine wertvolle Ergänzung zu der genanalytischen Untersuchung, die in dem der Immunhistochemie assoziierten chemischen Labor routinemäßig durchgeführt werden. Einen weiteren wichtigen Bereich stellt die Klassifikation von lymphatischen und hämatopoetischen Neoplasien dar, sowie die Bestimmung des Hormonrezeptorstatus bei Mammakarzinomen.

Breiter Raum wird auch von der Erfassung von Infektionen im Gewebe eingenommen. Zahlreiche virale Infektionen lassen sich bereits mittels immunhistochemischer Methoden nachweisen, wie beispielsweise die mit Hepatitis Viren (B und Delta), EBV, CMV, Adenoviren, Herpes simplex etc. Diese Untersuchungen werden durch die Methode der in situ Hybridisierung noch erweitert.

Institut f. Klinische Pathologie - Gesamt

 

1997

1998

1999

Gesamtanzahl Schnitte:

33.395

43.649

41.609

 

Anzahl der Schnitte 1993-1999

 

 

Aufschlüsselung der immunhistochemischen Untersuchungen nach verarbeitenden Labors