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Forschung / Forschungseinheiten / Sicherheit Chemischer Substanzen und Krebsprävention
 
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Forschungseinheiten
 
 
Zelluläre und molekulare Tumorbiologie
Entwicklung experimenteller Krebstherapien
Sicherheit Chemischer Substanzen und Krebsprävention
A.o.Univ.Prof.Dr. Bettina Grasl-Kraupp
A.o.Univ.Prof.Dr. Wilfried Bursch
A.o.Univ.Prof.Dr. Wolfgang Huber
A.o.Univ.Prof.Dr. Siegfried Knasmüller
A.o.Univ.Prof.Dr. Wolfram Parzefall
em.O.Univ.Prof Dr. Rolf Schulte-Hermann
Angewandte und experimentelle Onkologie
 


News aus Medizin / Wissenschaft
 
Prof. Maria Sibilia zum EMBO-Mitglied gewählt
Besucheransturm bei der Langen Nacht der Krebsforschung
27. April: Lange Nacht der Krebsforschung
Institut für Krebsforschung liefert wesentlichen Beitrag zur CCC Cancer School
Barbara Drobits und ihre KollegInnen, entschlüsseln unter der Leitung von Maria Sibilia einen bisher unbekannten Mechanismus des Wirkstoffs Imiquimod bei der Abwehr von Tumoren.
Mit den CCC-Young-Scientists-Reisestipendien zu den wichtigsten Kongressen
CCC Impromptu Seminar erregt großes Interesse
MedUni Wien-Studie (Studienleiter Siegfried Knasmüller): Spinat schützt die Erbsubstanz
Ein von der Studiengruppe ABCSG unter Leitung von Michael Gnant und Martin Filipits von der Medizinischen Universität Wien entwickelter molekular-diagnostischer Test für Brustkrebs-patientinnen ist jetzt für den praktischen Einsatz bereit.
 
Inhaltsbereich
A.o.Univ.Prof.Dr. Bettina Grasl-Kraupp
A.o.Univ.Prof.Dr. Bettina Grasl-Kraupp

Leitung
A.o.Univ.Prof.Dr. Bettina Grasl-Kraupp

ArbeitsgruppenleiterInnen
A.o.Univ.Prof.Dr. Wilfried Bursch
A.o.Univ.Prof.Dr. Wolfgang Huber
A.o.Univ.Prof.Dr. Siegfried Knasmüller
A.o.Univ.Prof.Dr. Wolfram Parzefall  im Ruhestand seit 30. September 2010
em.O.Univ.Prof Dr. Rolf Schulte-Hermann

 


Mag. Krystyna BUKOWSKA
Mag. Julia DORNETSHUBER*
Elisabeth HASLINGER
Birgit MIR-KARNER

Gäste und Teilzeit-Mitarbeiter
Dr. Armen NERSESYAN
Dr. Miro MISIK* 

PhD Studenten
DI Teresa Riegler
Mag.  Franziska FERK *
Mag.  Miriam MAYER *
Dr. Marzieh NEJABAT
Mag. Hans G. ZWERGER

Diplomstudenten
Anna HEGER
Barbara JANDL
Mario KUTTKE
Christiane MAIER
Melanie PICHLBAUER
Waltraud SCHROTTMAIER
Bettina WINGELHOFER


*aus Drittmitteln bezahlt


Forschung:

Die Hauptaufgabe der Wissensdisziplin Chemikaliensicherheit (Toxikologie) ist die Vorhersage und Prävention unerwünschter Effekte von Chemikalien auf die Gesundheit des Menschen und seine Umwelt sowie Unterstützung bei Diagnose und Therapie von Vergiftungen. Um diese Ziele zu erreichen, werden die unerwünschten Wirkungen von Chemikalien identifiziert, die zugrunde liegenden biologischen und molekularen Mechanismen studiert, und die Wahrscheinlichkeit bestimmt, dass bei einer gegebenen Dosis oder Exposition unerwünschte Effekte auftreten.

Einwirkung von Chemikalien ist die wichtigste Ursache für Krebs beim Menschen. Unser Schwerpunkt ist zu erforschen, wie Krebs durch Chemikalien induziert werden kann. Die Krebsentstehung ist ein komplexer Prozess und umfasst Initiation, Promotion, Progression und ihre Substadien. Fortschritte im Verständnis der Mechanismen liefern Ziele (targets) für Prävention und Therapie sowie Biomarker für Chemikalienexposition und Krebserkrankung. Zu diesem Zweck charakterisieren wir die Effekte gentoxischer und nicht gentoxischer Kanzerogene in kultivierten Zellen, Organsystemen und Krebsvorstadien auf zellulärer und molekularer Ebene.

Ein Schwerpunkt unserer Forschungsaktivitäten stellt die Leber und die Kanzerogenese in diesem Organ dar. Leberkrebs ist weltweit die dritthäufigste Krebstodesursache. Die Inzidenz dieser Erkrankung ist in Österreich und anderen europäischen Ländern steigend. Die Prognose für Betroffene ist in der Regel sehr schlecht. Unsere Bemühungen stehen daher im Zeichen einer wissensbasierten Verbesserung der Prävention und Therapie dieser Krebserkrankung.


Die Hauptziele unserer wissenschaftlichen Projekte sind:

•  die Mechanismen der Tumorinitiation und Promotion zu erforschen
•  die pro-kanzerogenen Effekte der Entzündung zu verstehen
•  Verfahren zur Prävention und Therapie von Krebs zu entwickeln
•  zu untersuchen, wie (Über)Ernährung die Tumorentwicklung beeinflusst
•  gentoxische und nicht-gentoxische Kanzerogene in der Umwelt (Nahrung, Arbeitsplatz) zu identifizieren und charakterisieren
•  Gesundheitsrisiken durch gentoxische und nicht-gentoxische Kanzerogene (quantitativ) abzuschätzen
• Tierversuche zur Kanzerogenität von Chemikalien durch in vitro Testverfahren  zu ersetzen


Lehre:

• Seit 1993 bietet unsere Forschungseinheit einen dreijährigen Universitätslehrgang für Toxikologie/Chemikaliensicherheit an, der die einzige akademische Ausbildung in Toxikologie in Österreich darstellt. Die Ausbildung schließt mit dem Titel “Master of Science (Toxicology)” ab. Der Kurs wird in Englisch abgehalten, Lehrende und Teilnehmer sind internationaler Herkunft. Kooperationen und Austausch mit anderen Universitäten bestehen oder werden vorbereitet  (Schweiz, Slowenien; Deutschland, EU-IMI Programm, EUROTOX). Nähere Informationen sind unter  http://www.meduniwien.ac.at/toxikologie/ erhältlich. Ein erfolgreicher Abschluss dieses Kurses ist Voraussetzung für eine Berufsanerkennung als „European Registered Toxicologist“ (ERT) (http://www.eurotox.com/).

• Vorlesungen und Seminare für Studenten der Medizin (MCW) und anderer naturwissenschaftlicher Fächer zu verschiedenen Themen der Toxikologie und Tumorbiologie, wie „Allgemeine Toxikologie“, „Nahrungsmittel-Toxikologie“, ”Präklinische Toxikologie“ oder ”Risikoabschätzung in aquatischen Ökosystemen” an der
   - Medizinischen Universität Wien
   - Universität Wien
   - Technischen Universität (TU) Wien 
   - University of Applied Sciences, FH Campus Wien
   - Fachhochschule Wiener Neustadt

• Vorlesungen und Seminare für Fachleute auf dem Gebiet der Toxikologie und verwandter Fächer

• Kapitel in Lehrbüchern/Monographien: 
PARZEFALL W, KAGER N, KNASMÜLLER S: “ Induction of DNA-Damage and Cancer by Dietary Factors”, NERSESYAN A, MISIK M, KNASMÜLLER S: “Methods Used for the Detection of antimutagens: An Overview”, WAGNER E, MISIK M, NERSESYAN A, KNASMÜLLER S: “ Methods to Determine Total Antioxidative Capacity and Oxidative DNA Damage”, HUBER WW, GRUSCH M: “Measurement of Enzymes and  Metabolism in Chemoprevention Research”, EHRLICH VA, KNASMÜLLER S: “Preneoplastic Models and  Carcinogenicity Studies with Rodents”; FAUSTMANN G, CAVIN C, NERSESYAN A, KNASMÜLLER S. “Chemopreventive Properties of Coffee and its Constituents”; in Chemopreverntion of Cancer and DNA Damage by Dietary Factors”, KNASMÜLLER S, DE MARINI D, JOHNSON I and GERHÄUSER C. eds, Wiley, 2009.

SCHULTE-HERMANN R, PARZEFALL W: „Mehrstufenprozess der Kanzerogenese und Chemische Kanzerogenese”, and GRASL-KRAUPP B, BURSCH W, SCHULTE-HERMANN R: „Hormone und Krebs” in the comprehensive textbook “Die Onkologie” , Springer Verlag, 1st edition 2004, 2nd edition 2009.

BURSCH W: „Lebensmitteltoxikologie“ in „Ernährungsmedizin“, (Widhalm K und Diallo-Ginstl E, Hrsg., 2.Auflage) Österreichischer Ärztekammer-Verlag, Wien 2005

EHRLICH V, NERSESYAN A, HÖLZL C, FERK F; BICHLER J, KNASMÜLLER S: „Kanzerogene und genotoxische Pflanzeninhaltsstoffe“ in „Handbuch Lebensmitteltoxikologie“, Wiley-VCH, 2007

SCHULTE-HERMANN R, MARIAN B, BURSCH W, GRASL-KRAUPP B : „Tumor Promotion” in „ Lehrbuch der Toxikologie ”, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 1st edition 1994, 2nd edition 2004.

Services:

Mitglieder der Forschungseinheit arbeiten als Experten für Toxikologie, Umwelttoxikologie und Chemische Kanzerogenese für die Österreichische Bundesregierung, Deutschland, EU, WHO, und US Behörden. Dazu gehören

Mitwirkung in Kommissionen zur

• Sicherheit von Nahrungsmitteln (Codex Alimentarius und FAO/WHO Codex-Alimentarius commission (WECO)
• Abfallwirtschaft in Österreich
• Abfallwirtschaft in Wien
• Studien mit Tieren (§13)
• BfR-Kommission für „Lebensmittelzusatzstoffe, Aromastoffe und Verarbeitungshilfsstoffe“ (National Institute for Risk Assessment) Berlin
• Cancer Etiology (National Cancer Institute) Bethesda, USA
• Tetrachloroethylene Committee (National Academy of Sciences) Washington, USA

Mitglied bei "Scientific panel on food contact materials, enzymes, flavourings and processing aids (CEF)" der  European Food Safety Authority (EFSA), Parma

Mitarbeit als Experten zur Ausarbeitung von Umweltqualitätsnormen, Wasserrahmenrichtlinien und anderen Qualitätsstandards
Mitgieder der Forschungseinheit sind Österreichische Delegierte bei 

International Standardization Organisation (ISO) for “Biological Evaluation of Medical Devices”
EU Workgroup on Flavouring Substances
Management Committee Cost Action 926 (“Bioprofit”)
International Agency for Research on Cancer (IARC), Lyon, Frankreich  

 
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