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Forschung / Forschungseinheiten / Sicherheit Chemischer Substanzen und Krebsprävention / A.o.Univ.Prof.Dr. Wolfram Parzefall
 
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Zelluläre und molekulare Tumorbiologie
Entwicklung experimenteller Krebstherapien
Sicherheit Chemischer Substanzen und Krebsprävention
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Angewandte und experimentelle Onkologie
 


News aus Medizin / Wissenschaft
 
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A.o.Univ.Prof.Dr. Wolfram Parzefall

Email: Wolfram Parzefall@meduniwien.ac.at

im Ruhestand seit 30.September 2010

Ausbildung
Lebensmittelchemie, Pharmazie, Humanbiologie
Postgraduale Fortbildung in Zellbiologie und Toxikologie:
am McArdle Laboratory of Cancer Research, Madison , WI .
in Toxikologie an den folgenden Institutionen:
Inst. für Toxikologie und Pharmakologie, Philipps-Universität Marburg;
Inst. für Toxikologie, Universität Tübingen;
Inst. für Toxikologie, GSF, Neuherberg-München;
Inst. für Toxikologie und Embryo-Pharmakologie, Freie Universität Berlin

 

Forschungsbereiche:

Viele Substanzen wirken an Zellen und Geweben kanzerogen (1) durch Interaktion mit endogenen metabolischen Prozessen, (2) Produktion reaktiver Metabolite, (3) Activierung von Makrophagen, (4) Stimulation von zellulären Rezeptoren während der Entwicklung und Differenzierung, in Zellteilung und Zelltod.

Wir studieren die Bedeutung von Entzündungsmediatoren in der Leber. Wobei unser besonderes Interesse darauf gerichtet ist, wie Chemikalien die Produktion von reaktiven Sauerstoffspezies im Lebergewebe durch nicht parenchymatische Zellen generieren und welche Auswirkungen dies auf die Krebsentstehung hat.
Ein Tiermodell von p47-NADPH oxidase defizienten Mäusen erlaubt uns diese Effekte zu studieren. Dazu haben wir Experimente ex vivo und in vivo konzipiert und durchgeführt. In dem entsprechenden in vivo Tumorexperiment wurde die unterschiedlichen Reaktionen von wild-typ und phox-/- (knock-out) Mäusen bezüglich der Hepatokanzerogenese studiert. Diethylnitrosamin wurde als tumorinitiierendes Agens eingesetzt, aber auch zu zytotoxischen Stimulation verwendet. Ethylalkohol spielt für die menschliche Leberkrebsentstehung eine wichtige Rolle und wurde deshalb ebenfalls eingesetzt. Zum Vergleich wurde Phenobarbital, ein Standard-Lebertumorpromotor verwendet, welcher durch Wachstumsstimulation und Apoptosehemmung wirkt.

Kooperationen in sachlich verwandten Studien:

a) zur Signifikanz mesenchymaler Zellen und der von ihnen produzierten Wachstumsfaktoren in frühen Stadien der Leberkanzerogenese (Grasl-Kraupp)

b) Veränderungen im Proteom und Sekretom von Parenchym- und nicht-Parenchymzellen (Gerner)


Publikationen:

Eine vollständige Liste finden Sie in der PubMed Datenbank

Ausgewählte Publikationen:

Lorenz, O., Parzefall, W., Kainzbauer, E., Wimmer, H., Grasl.Kraupp, B., Gerner, C., und Schulte-Hermann, R. (2009). Proteomics reveals acute pro-inflammatory und protective responses in rat Kupffer cells und hepatocytes after chemical initiation of liver cancer und after LPS und IL-6. Proteomics Clin. Appl. 3, 947-967

Parzefall W (2008). Minireview on the Toxicity of Dietary Acrylamide. Food Chem Toxicol. 46, 1360-11364.

Huber WW und Parzefall W (2007). Thiols und the Chemoprevention of Cancer. Curr Opin Pharmacol. 7, 404-409.

Drucker C, Parzefall W, Teufelhofer O, Grusch M, Ellinger A, Schulte-Hermann R, und Grasl-Kraupp B (2006). Non-Parenchymal Liver Cells Support the Growth Advantage in the First Stages of Hepatocarcinogenesis. Carcinogenesis. 27, 152-161.

Teufelhofer O, Parzefall W, Kainzbauer E, Ferk F, Freiler C, Knasmüller S, Elbling L, Thurman R, und Schulte-Hermann R (2005). Superoxide Generation From Kupffer Cells Contributes to Hepatocarcinogenesis: Studies on NADPH Oxidase Knockout Mice. Carcinogenesis. 26, 319-329.

Huber WW und Parzefall W (2005). Modification of N-Acetyltransferases und Glutathione S-Transferases by Coffee Components: Possible Relevance for Cancer Risk. Methods Enzymol. 401, 307-41.

Parzefall W, Kainzbauer E, Qin HM, Chabicovsky M, und Schulte-Hermann R (2002). Response of Isolated Hepatocytes From Carcinogen Sensitive (C3H) und Insensitive (C57BL) Mice to Signals Inducing Replication or Apoptosis. Arch Toxicol. 76, 699-706.

Parzefall W (2002). Risk Assessment of Dioxin Contamination in Human Food. Food Chem Toxicol . 40, 1185-1189.

Parzefall W, Berger W, Kainzbauer E, Teufelhofer O, Schulte-Hermann R, und Thurman RG (2001). Peroxisome Proliferators Do Not Increase DNA Synthesis in Purified Rat Hepatocytes. Carcinogenesis. 22, 519-523.

Löw-Baselli A, Hufnagl K, Parzefall W, Schulte-Hermann R, und Grasl-Kraupp B (2000). Initiated Rat Hepatocytes in Primary Culture: a Novel Tool to Study Alterations in Growth Control During the First Stage of Carcinogenesis. Carcinogenesis. 21, 79-86.

 

Toxikologische Expertise:

Reaktionen der Leber und isolierter Hepatozyten von Ratte, Maus und Mensch gegenüber Wachstums- und toxischen Reizen.

Spezialisierung auf die Toxikologie von Dioxinen, und Acrylamid:

Parzefall W (2002) Risk Assessment of Dioxin Contamination in Human Food. Food Chem Toxicol. 40, 1185-1189.

Mitglied der Arbeitsgruppe „Dentalmaterialien“ beim Bundesministerium für Gesundheit Bewertung der toxischen Wirkungen von Bestandteilen von Dental Compositmaterialien, publiziert in einer Serien der Weltgesundheitsorganisation (WHO):
Schedle, A.; Dahl, J. E.; Parzefall, W.; Aberer, W., und Hensten-Pettersen, A. Evaluation of Toxic Effects of Resin Based Restorative Materials. In: Mjör, I. A. und Pakhomov, G. N., eds., Dental Amalgam und Alternative Direct Resorative Materials. Geneva : WHO; 1997; pp. 75-92.

"Akute und chronisch Toxizität of Materialien, die bei der Herstellung von Dental-Kompositen verwendet werden" in Kooperation mit Ao. Univ.-Prof. DDr. Andreas Schedle Univ.-Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde 1090 Wien, Währinger Straße 25a

ERT, European Registered Toxicologist

Österreichischer Deligierter bei ISO/TC 194 „Biological Evaluation of Medical Devices“ für die Teilbereiche
ISO/CD 10993-11 “Tests for systemic toxicity“
ISO/WD 10993-7 “Ethylene oxide sterilization residuals”
ISO 10993-17 ”Method for establishment of allowable limits for leachable substances using health based risk assessment”

Toxikologie-Experte bei Strategische Umweltprüfung “Wiener Abfallwirtschaft 2010” und in Fortsetzung Berater der Monitoring Gruppe.

Beratun von Behörden des Bundes und der Länder und auf EU Ebene als Deligierter.

 

Wesentliche Beiträge zur Toxikologie:

Frühe Studien, die zeigten, dass Arzneimittel und Pestizide Wachstumsfaktoreigenschaften an isolierten Leberzellen ausüben:

Parzefall W, Galle PR, und Schulte-Hermann R (1985) Effect of Calf und Rat Serum on the Induction of DNA Synthesis und Mitosis in Primary Cultures of Adult Rat Hepatocytes by Cyproterone Acetate und Epidermal Growth Factor. In Vitro Cell Dev Biol. 21, 665-673
und
Parzefall W, Monschau P, und Schulte-Hermann R (1989) Induction by Cyproterone Acetate of DNA Synthesis und Mitosis in Primary Cultures of Adult Rat Hepatocytes in Serum Free Medium. Arch Toxicol. 63, 456-461

Eine Studie, die zeigt, dass die toxischen Wirkungen einer Substanz quantitativ mit ihrer Konzentration im Zielorgan verknüpft sind und diese Daten zur Risikobewertung herangezogen werden können:

Schröter C, Parzefall W, Schröter H, und Schulte-Hermann R (1987)
Dose-Response Studies on the Effects of Alpha-, Beta-, und Gamma-Hexachlorocyclohexane on Putative Preneoplastic Foci, Monooxygenases und Growth in Rat Liver. Cancer Res. 47, 80-88

Erste Studie, die zeigt dass TGFß programmierten Zelltod (Apoptose) in isolierten Leberzellen auslöst:

Oberhammer FA, Bursch W, Parzefall W, Breit P, Erber E, Stadler M, und Schulte-Hermann R (1991) Effect of Transforming Growth Factor-Beta on Cell Death of Cultured Rat Hepatocytes. Cancer Res. 51, 2478-2485

Erste Studie, die Parameter des Leberwachstums, induziert durch mutmaßliche Tumorpromotoren, in Leberzellen von Ratte und Mensch vergleicht und zeigt, dass die Wirkungen an Rattenzellen nicht in Zellen des Menschen zu beobachten sind:

Parzefall W, Erber E, Sedivy R, und Schulte-Hermann R (1991) Testing for Induction of DNA Synthesis in Human Hepatocyte Primary Cultures by Rat Liver Tumor Promoters. Cancer Res. 51, 1143-1147

Ein wichtiger Beitrag, der zeigt, dass Peroxisomen Proliferatoren zusätzliche Stimuli von anderen Zelltypen brauchen, um Wachstumsreaktionen von Leberzellen zu induzieren:

Parzefall W, Berger W, Kainzbauer E, Teufelhofer O, Schulte-Hermann R, und Thurman RG (2001) Peroxisome Proliferators do not Increase DNA Synthesis in Purified Rat Hepatocytes. Carcinogenesis. 22, 519-523

 

 
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