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Forschung / Krebsentstehung und -progression / Gene als Helfer bei Leber-Tumoren
 
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Gene als Helfer bei Leber-Tumoren


In einem ersten Screening-Verfahren werden Normal - und Tumorzellen der Leber auf deren Genexpression untersucht, wobei die Mengen der Genprodukte mittels Mikroarrays (auch DNA Chips genannt) verglichen werden. Ein Microarray entspricht einer festen Oberfläche, an der eine Vielzahl von Genen gekoppelt ist. Die Genprodukte, in diesem Fall mRNAs, werden mit spezifischen Farbstoffen markiert und an Gene des Microarrays hybridisiert. Durch die Farbintensität am Microarray kann die unterschiedliche Expression der Genprodukt e in Normal - und Tumorzellen abgelesen werden.

Das verstärkte Auftreten eines oder mehrerer Genprodukte bzw. dessen oder deren Abschwächung sind von großem Interesse, und werden als Kandidaten-Gene für die Diagnose und Prognose sowie für die Therapie weiter untersucht. In einer funktionellen Analyse wird Kandidaten-Gen X in die Normalzelle eingebracht und dessen Auswirkung auf die Zelle untersucht. Eine Zellpopulation, die das Kandidaten-Gen X verstärkt exprimiert und tumorigen ist, zeigt nach Implantation in immun-geschwächte Mäuse eine Ausbildung von Tumoren. Ein Kandidaten-Gen X wird im Blickwinkel eines therapeutischen Zielgens weiter auf dessen molekulare Funktion in der Zelle analysiert. In vorklinischen Studien werden Wirkstoffe in Mäusen getestet, um eine Hemmung der durch das Gen X ausgelösten Tumorigenese zu bewirken.

Wolfgang Mikulits 

 
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