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News aus Medizin / Wissenschaft
 
Prof. Maria Sibilia zum EMBO-Mitglied gewählt
Besucheransturm bei der Langen Nacht der Krebsforschung
27. April: Lange Nacht der Krebsforschung
Institut für Krebsforschung liefert wesentlichen Beitrag zur CCC Cancer School
Barbara Drobits und ihre KollegInnen, entschlüsseln unter der Leitung von Maria Sibilia einen bisher unbekannten Mechanismus des Wirkstoffs Imiquimod bei der Abwehr von Tumoren.
Mit den CCC-Young-Scientists-Reisestipendien zu den wichtigsten Kongressen
CCC Impromptu Seminar erregt großes Interesse
MedUni Wien-Studie (Studienleiter Siegfried Knasmüller): Spinat schützt die Erbsubstanz
Ein von der Studiengruppe ABCSG unter Leitung von Michael Gnant und Martin Filipits von der Medizinischen Universität Wien entwickelter molekular-diagnostischer Test für Brustkrebs-patientinnen ist jetzt für den praktischen Einsatz bereit.
 
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Internet & Krebsforschung

 
Das DNA Molekül enthält beim Menschen die Information für mehr als 30 000 Gene und liegt in jeder Zelle als eigene Kopie vor. Die Abfolge der einzelnen Bausteine der sogenannten Basenpaare wird auch als DNA Sequenz bezeichnet. Diese enthält den Bauplan des Lebens und spielt im Krebsgeschehen die zentrale Rolle. Änderungen der Basenanordnung in den einzelnen Zellen können dramatische Folgen für den gesamten Organismus bedeuten.

In den frühen Jahren der Molekularen Genetik (70er Jahre des letzten Jahrhunderts) wurden Methoden entwickelt, durch welche die DNA Sequenz bestimmt werden kann. Die Automatisierung dieser Verfahren ermöglichte den revolutionären Fortschritt und die vorläufige Fertigstellung der Humangenom Sequenz mit ungefähr 3 Milliarden Basenpaaren. Die daran beteiligten Forschergruppen einigten sich darauf, dass die Humangenom Sequenz für jede Person frei verfügbar ist. Die Sequenz bzw. Teile daraus wurden und werden seit Jahren in Datenbanken gespeichert und liefern damit die Grundlage für eine Vielzahl von molekularen Erkenntnissen. Auch am Institut für Krebsforschung wurden Sequenzen neuer Gene zum ersten Mal gefunden und in den Datenbanken gespeichert.

Das Institut ist seit vielen Jahren über das Internet in die weltweite Forschergemeinschaft eingebunden. Der rasante Fortschritt wäre ohne dieses Hilfsmittel eines schnellen Datenaustausches sicher nicht möglich gewesen. Mehr noch, es ermöglicht den Zugang zu zentralen internationalen Zentren, wo überhaupt erst die Vergleiche der Sequenzen mit speziellen Programmen durchgeführt werden können. Die Genom-Forschung wird auch in Zukunft als sogenannte Post-Genom-Forschung nach der Fertigstellung des Humangenoms für weiteren Fortschritt sorgen. Eine Reihe von hoch motivierten Forschern und Arbeitsgruppen am Institut nützen bereits jetzt die möglichen Anwendungen für die Krebsforschung wie für DNA Chip-Analysen und moderne Methoden der Proteomik.  

Klaus Holzmann
 

 

 
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