English Version English Version
  Barrierefreiheit    Kontakt MedUni Wien    Intranet    MedUni Wien - Shop    Universitätsbibliothek    AKH  
 
Logo
 
org_einheit_krebsforschung.gif
 
 
Hauptnavigation
Forschung
Lehre
Information
News
Kontakt
 
Forschung / Krebsentstehung und -progression / Proteom-Profiling von Tumorzellen
 
Subnavigation
 
Forschungseinheiten
 


News aus Medizin / Wissenschaft
 
Prof. Maria Sibilia zum EMBO-Mitglied gewählt
Besucheransturm bei der Langen Nacht der Krebsforschung
27. April: Lange Nacht der Krebsforschung
Institut für Krebsforschung liefert wesentlichen Beitrag zur CCC Cancer School
Barbara Drobits und ihre KollegInnen, entschlüsseln unter der Leitung von Maria Sibilia einen bisher unbekannten Mechanismus des Wirkstoffs Imiquimod bei der Abwehr von Tumoren.
Mit den CCC-Young-Scientists-Reisestipendien zu den wichtigsten Kongressen
CCC Impromptu Seminar erregt großes Interesse
MedUni Wien-Studie (Studienleiter Siegfried Knasmüller): Spinat schützt die Erbsubstanz
Ein von der Studiengruppe ABCSG unter Leitung von Michael Gnant und Martin Filipits von der Medizinischen Universität Wien entwickelter molekular-diagnostischer Test für Brustkrebs-patientinnen ist jetzt für den praktischen Einsatz bereit.
 
Inhaltsbereich

Proteom-Profiling von Tumorzellen


Proteine stellen die Bauteile und Mikromaschinen dar, mit deren Hilfe die Zellen ihre vielfältigen biologischen Aufgaben meistern. Entsprechend reagieren Zellen auf äußere Reize durch neue Proteinsynthese bzw. durch
funktionelle Anpassung vorhandener Proteine mittels Modifikationen, Translokationen oder Komplexbildung. Unsere Proteome Profiling-Experimente basieren auf zweidimensionaler Gelelektrophorese von Proteinextrakten aus radioaktiv markierten Zellen bzw. Gewebsschnitten, wobei wir fluorographische Proteinquantifizierung mit autoradiographischen Daten kombinieren. Mit Hilfe massenspektrometrischer Verfahren werden die detektierten Proteine identifiziert. So haben wir sehr sensitive Assays etabliert, um zelluläre Reaktionen auf äußere Stimulationen bzw. Wirkstoffbehandlungen quantitativ zu erfassen.

Im Verlauf der Transformation von gesunden Zellen zu Tumorzellen verändern sich zahlreiche zelluläre Eigenschaften wie Architektur, Metabolismus und Signalprozessierung. Es ist unser Ansatz, das Proteom von gesunden Zellen in
unterschiedlichen funktionellen Zuständen zu studieren. Diese Daten sollen dazu dienen, charakteristische Veränderungen von Tunorzellen besser interpretieren zu können. Dafür untersuchen wir gleichermaßen isolierte und
kultivierte Zellen sowie Gewebsproben. Einen Schwerpunkt unserer Untersuchungen bilden Blutbestandteile wie Plasma, Plättchen, Lymphozyten, Monozyten und dendritische Zellen.

Um die komplexen Gewebs-Veränderungen im Verlauf der Tumorbildung in einem Modellsystem verfolgen zu können, studieren wir entsprechende Lebergewebe sowie deren wesentliche zelluläre Bestandteile wie Hepatozyten, Kupfferzellen und Endothelzellen in verschiedenen funktionellen Zuständen. Dazu setzen wir uns auch tierische Karzinogenese-Modelle ein, deren Daten wir mit Proteom-Daten aus klinischen
menschlichen Proben korrelieren. Proteom-Veränderung von pathologischen Gewebsproben können letztendlich dadurch dem zugrunde liegendem Zelltyp bzw. deren funktionellen Aberrationen zugeordnet werden.
Mit diesem Ansatz identifizieren und charakterisieren wir Biomarker-Proteine, die spezifische Funktionalitäten bzw. pathologische Veränderungen anzeigen können. 

Christopher Gerner 

 
Drucken