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Forschung / Krebsrisikofaktoren und Prävention / Krebs durch Trinkwasser?
 
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Krebs durch Trinkwasser?


Die "AUSTRIAN RESEARCH COOPERATION ON ENDOCRINE MODULATORS" (ARCEM), eine interdisziplinäre Forschergruppe von MitarbeiterInnen des Umweltbundesamtes Wien, der Universität für Bodenkultur, der Technischen Universität Wien, der Veterinär-Medizinischen Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien, analysierte zwischen 2000-2003 das Vorkommen von endokrin wirksamen Stoffen in Oberflächen- und Grundwässern in Österreich [Leitsubstanzen: Estradiol, Estron, Estriol, Ethinylestradiol; Alkyphenolethoxylate und deren Abbauprodukte; Bisphenol A]. Aufgabe des Institutes für Krebsforschung, Sicherheit von chemischen Substanzen und Krebsprävention, war die human- und ökotoxikologische Risikobewertung. Ergebnisse:

Mensch: durch keinen der betrachteten Stoffe bestand -weder infolge einer Anreicherung im Nahrungsmittel Fisch noch durch Gewinnung von Trink- aus Grundwasser ein Gesundheitsrisiko.

Aquatische Umwelt: aufgrund der chemischen Analyse war eine estrogene Wirkung an Fischen, vor allem durch Ethinylestradiol, nicht auszuschließen. Gestützt wurde diese Bewertung durch Bioindikations-Daten , die in drei der Oberflächengewässer erhoben wurden, und geringgradige (im Schwellenbereich) estrogene Effekte an Fischen anzeigten (B. Grilllitsch et al., ARCEM-MODUL Bioindikation). Hieraus war zwar keine unmittelbare Gefährdung der Lebewesen in den Flüssen Österreichs abzuleiten, damit konnten jedoch frühzeitig sich abzeichnende Umweltprobleme erkannt und eine Grundlage für gezielte Vorbeugemaßnahmen geschaffen werden. Darüberhinaus wurde festgestellt, dass die Tensid-Belastung (Alkyphenolethoxylate einschl. Abbauprodukte) einiger Oberflächengewässer vermindert werden sollte.


Wilfried Bursch

 
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