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Die ästhetische Chirurgie im Bereich der Mund-, Kiefer-
und Gesichtschirurgie zielt darauf ab, das Erscheinungsbild
des Patienten normgerecht zu gestalten und damit zu verbessern.
Die Eingriffe betreffen sowohl Hart- als auch Weichgewebestrukturen:
Korrektur von maxillo-fazialen Konturen, Korrektur der Augenlider,
der Nasenform, der Gesichtsweichteile, der Halsweichteile,
die Kinnform, Korrektur von Fettdepots, Korrektur der Hautstrukturen
und Korrektur der Ohrmuscheln. Die ästhetische Beurteilung
der Ausgangssituation ist dabei subjektiven Kriterien unterworfen.
Die Entscheidung für die durchzuführende Behandlungsmaßnahme
sollte in einem Dialog von Arzt und Patient erörtert
werden, in welchen subjektive und objektive Kriterien und
Beurteilungsmöglichkeiten einfließen. Dabei sollten
Nutzen und Risiken der Behandlung gegeneinander abgewogen
werden.
In der Therapie der Gesichtsweichgewebe stehen dem Mund-,
Kiefer- und Gesichtschirurgen eine ganze Palette von Behandlungsmethoden
zur Verfügung. Methoden der ästhetischen Gesichtschirurgie
wurden teilweise aus der Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie
heraus entwickelt und stehen auch bei der Therapie von pathologischen
Veränderungen im Gesichtsbereich zur Verfügung.
Dabei ist ein intaktes symetrisches skelettales Hartgewebsgerüst
eine unabdingbare Voraussetzung zur Erzielung zufriedenstellender
Weichgewebsergebnisse.
Während an anderen Körperstellen die das Hartgewebe
bedeckenden Weichgewebe oft eine erhebliche Dicke aufweisen,
ist die Weichteilbedeckung im Gesichtsbereich an vielen Stellen
extrem dünn. Somit folgen die Weichteile der Kontur der
Hartgewebe viel stärker als an anderen Körperstellen.
Volumen- oder Konturdefizite im Hartgewebe lassen sich durch
die Weichgewebe nur sehr beschränkt ausgleichen.
Zudem befinden sich die Weichgewebe im Gesichtsbereich in
einer Region die extremen ästhetischen Anforderungen
genügen müssen. Der Zustand der Weichgewebe entscheidet
über ein entweder jugendliches dynamisches und frisches
Aussehen oder über einen müden alten Gesichtsausdruck.
Während von den nicht direkt an der Oberfläche liegenden
Hartgeweben nur eine harmonische Gerüstbildung gefordert
wird , sind bei der Beurteilung der Weichgewebe differenziertere
Parameter zu beachten. Die den Gesichtsschädel bedeckenden
Weichgewebe bestehen histologisch und funktionell aus verschiedenen
Geweben und unterschiedlichen Funktionseinheiten, die untereinander
nur sehr begrenzt austausch- oder ersetzbar sind und die im
Gegensatz zum Hartgewebe einem verstärkten Alterungsprozeß
und gewissen Stoffwechselabhängigkeiten unterworfen sind.
Das Weichgewebsmanagement beinhaltet sowohl die Therapie des
totalen Gewebs- und Organersatzes nach ablativer Chirurgie
bei Tumorpatienten, sowie Patienten mit traumatologisch bedingten
Defekten bis hin zur Verbesserung von ortsständigen degenerativ
durch Alterungsvorgänge veränderten Weichgeweben.
Beim totalen Gewebsersatz kommen auf der einen Seite Techniken
des freien autologen Gewebetransfers als auch Techniken der
mikrovaskulären Transplantatchirurgie zur Anwendung.
In vermehrtem Maße können heute auch Techniken
des tissue engineering zur Anwendung gebracht werden, die
auf lange Sicht die Transplantatchirurgie wenn nicht verdrängen
so zumindestens in den Hintergrund rücken werden.
In Fällen, in denen ein Organ- oder Weichgewebsersatz
nicht indiziert oder nicht möglich ist, kann eine epithetische
Versorgung angepasst werden, welche entweder retentiv, durch
Hilfsstrukturen (z.B. Brille) oder über Implantate befestigt
werden kann.
a) Totaler Gewebsersatz
1. freier Gewebsersatz (Spalt-oder Vollhaut, Haartransplantation,
Liposculpture mit Eigenfett, Anwendung alloplastischer Materialien)
2. mikrovaskulärer Gewebsersatz (Transplantate
mit je nach Anforderung osseo- , myo- und/oder cutaner Komponente)
3. lokale Lappenplastiken
4. tissue engineering
5. epithetischer Ersatz
b) Weichgewebsverbesserung
1. Facelift
2. Nasenkorrekturen
3. Augenlidchirurgie
4. Narbenkorrekturen durch chirurgische Techniken,
Dermabrasion, Laser oder chemische Ablation
5. Rhytidektomie (Hals, Gesicht
6. Ohrkorrekturen
7. Epilation
8. Faltenbehandlung
9. Gewebeaugmentation
10. Soft- und Hardlasertherapie
11. Dermabrasion
12. Liposculpture
13. Chemische Dermablation
14. Tätowierung
15. Physiotherapie
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