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Institut für Medizinische Statistik
Besondere Einrichtung für Medizinische Statistik und Informatik - Medizinische Universität Wien

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Porträt IMS

Aus dem KlinikJournal , Ausgabe Nr. 3, 15.07.1999

Statistische "Ambulanz" für Studien

Das Institut für Medizinische Statistik (IMS) steht allen Kliniken zur Verfügung, die Studien planen

Das Institut für Medizinische Statistik (IMS) bietet Beratung beim Design medizinischer Studien. "Wir unterstützen unsere Klienten bei der Versuchsplanung, von der Wahl der Stichprobengröße über die Randomisierung bis hin zur Planung der statistischen Analyse", erklärt Institutsvorstand Prof. Dr. Peter Bauer. "Nach Abschluß der Datenerhebung beraten wir bei der statistischen Auswertung. Sind aufwendige und anspruchsvolle Berechnungen notwendig, führen wir diese bei Bedarf auch am Institut durch."

Diese Beratungstätigkeit wird den Instituten der medizinischen Fakultät kostenlos angeboten. "Der Großteil unserer Leistungen versteht sich als Dienstleistung. Zu uns kommen Kollegen von praktisch allen Kliniken, die Studien planen." Zwar gibt es auch Institute, die Studien quasi in Eigenregie durchführen und dafür durchaus kompetente Mitarbeiter, wie z.B. Biometriker und Statistiker beschäftigen. Für Bauer ist diese Situation jedoch mit einem kleinen Schönheitsfehler behaftet: "Ich glaube in helleren Momenten, daß es natürlich nicht gut ist, wenn der Statistiker direkt dem Fachwissenschaftler unterstellt ist, von dessen Einstellung auch seine Karriere abhängt. Aber da gibt es natürlich Auffassungsunterschiede."

Immer am aktuellsten Stand

Das IMS ist durch seine internationalen Kontakte und seine laufende Weiterbildung am neuesten Stand auf dem Gebiet Statistik und Epidemiologie. Eine zusätzliche Ankerposition ist die ständige Teilnahme an der Ethikkommission. Dadurch soll gewährleistet werden, daß vom IMS geplante und betreute Studien nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Kunst ablaufen. Geregelt ist die Zusammenarbeit zwischen dem IMS und seinen Klienten im Rahmen der sogenannten statistischen Ambulanz durch die "Standard Operation Procedures" (SOPs). Nähere Informationen, wie auch die "Beratungsrichtlinien", die den trockenen Humor des IMS-Teams widerspiegeln, sind im Internet unter http://www.mstat.univie.ac.at abrufbar.

Statistik im Studium

Neben seiner Beratungstätigkeit ist das IMS auch in der Forschung mit Publikationsschwerpunkt in methodischen Zeitschriften wie "Biometics", "Statistics in Medicine" etc. aktiv. Darüber hinaus widmet sich das Institut der Lehre. So ist auch die Aufnahme von Statistik, Epidemiologie und Informatik in den Lehrplan im Rahmen des neuen Curriculums vorgesehen. Weiters hält Bauer im Rahmen der Ärztekammer-Ausbildung zum klinischen Prüfarzt ein zweitägiges Statistik-Seminar ab. Wenn Bauer auch beklagt, daß die statistische Kultur in Österreich schlecht ist, fürchtet er sich dennoch vor der Einführung der Diplomarbeit in das Medizinstudium. "Abgesehen von der Versuchsplanung etc., wenn wir davon ausgehen, daß etwa die Hälfte der Diplomarbeiten auch statistische Inhalte haben wird, wissen wir nicht, wie wir die Bearbeitung schaffen sollen." Insgesamt sieht Bauer optimistisch in die Zukunft: "Die Projektarbeit wird die statistische Kultur in der Medizin erhöhen, weil jeder Mediziner einmal lernt, eine Aufgabe systematisch zu bewältigen."

Dr. Monika Steinmaßl-Wirrer

Klinik Journal 03/1999: 7. Jg., Juli 1999, Seite 36

Wir danken dem KlinikJournal für die freundliche Genehmigung, diesen Artikel auf unserer Homepage zu veröffentlichen

 

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