Records found: 6

AKIM
Das Projekt AKIM wurde mit dem Ziel einer gesamtheitlichen Informatikplanung für das Wiener AKH initiiert. Es waren daher alle Aspekte der Informatikunterstützung einer Universitätsklinik – die Unterstützung der Patientenbetreuung, des Krankenhausmanagements, der Forschung und der Lehre – in einem offenen, flexiblen Gesamtkonzept zu berücksichtigen.

Die Beauftragung des Projektes AKIM durch GD Prof. E. Hauke erfolgte also mit der Zielsetzung, alle EDV-Systeme mit Bezug zu Patientendaten neu zu konzipieren; rein betriebswirtschaftliche Systeme (wie Lagerverwaltung) oder Systeme aus dem rein technischen Bereich wurden aus dem Projekt exkludiert.
Die Planungsarbeit unter Leitung von Prof. Dorda wurde von Vertretern der Stadt Wien und des Bundes gemeinsam getragen und hat zu einem umfangreichen Planungspapier geführt.
Die Autoren des Planungspapiers sind Dr. H. Bach, Prof. W. Dorda, E. Gantner, Doz. H. Grabner, Dr. W. Wolf. Weiters haben zahlreiche Mitarbeiter der Universitätskliniken und der Stadt Wien Beiträge geleistet. Die Mitarbeiter am AKIM-Planungspapier aus der Arbeitsgruppe MIAS sind unten angeführt.
Mitarbeiter:
J. Chaloupka, W. Dorda, W. Temsch, T. Wrba

Externe:
K. Bointner, G. Boldt, S. Janzek, C. Rehnelt, G. Sachs, S. Schaat
Projektstatus:
siehe Projekt-Homepage
URLs:
AKIM-Homepage

Abteilung: Medizinische Informations und Auswertesysteme



Analyse medizinischer Behandlungsketten im Kontext von Diabetes mellitus
Einrichtungsübergreifende elektronische Gesundheitsakten werden in der Fachliteratur als eine zentrale Komponente der modernen Medizin angesehen, die wesentlich zu einer Verbesserung der medizinischen Behandlung beitragen kann. Diese Sicht spiegelt sich in der Gesundheitspolitik insofern wider, als die meisten Industrienationen die Einrichtung derartiger Gesundheitsakten auf regionaler oder nationaler Ebene planen, bzw. bereits mit einer entsprechenden Umsetzung begonnen haben. So wird derzeit auch in Österreich an der Realisierung eines landesweiten Systems für eine einrichtungsübergreifende elektronische Gesundheitsakte namens ELGA gearbeitet.
Die Notwendigkeit einer einrichtungsübergreifenden elektronischen Gesundheitsakte wird in erster Linie damit argumentiert, dass diese eine optimierte – oft als nahtlos bezeichnete – integrierte Versorgung von Patientinnen und Patienten durch verschiedene, in der Behandlung eines konkreten medizinischen Problems kooperierende Gesundheitsdienstleister ermöglicht. Eine derartige Sequenz von Therapien, die von Gesundheitsdienstleistern erbracht werden, welche in der Behandlung eines konkreten medizinischen Problems einer Patientin oder eines Patienten kooperieren, wird im Folgenden als Behandlungskette bezeichnet.
Ziel des Projekts ist es, auf Basis der pseudonymisierten Abrechnungsdaten des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger der Jahre 2006 und 2007 die Behandlungsketten für chronisch kranke Patientinnen und Patienten am Beispiel Diabetes Mellitus (DM) im österreichischen Gesundheitswesen quantitativ zu analysieren.
Mitarbeiter:
W. Dorda, G. Duftschmid, W. Gall

Externe:
W. Grossmann, K. Fröschl
Projektstatus:
Projekt seit Anfang 01-12-2010 in Arbeit.
Abteilung: Medizinische Informations und Auswertesysteme



ArchiMed

Alle Informationen zu diesem Projekt finden Sie auf der ArchiMed-Webseite.
Mitarbeiter:
W. Dorda, G. Duftschmid, E. Eigenbauer, W. Gall, W. Temsch, T. Wrba

Externe:
G. Boldt, G. Sachs
Projektstatus:
Aktueller Betrieb, Wartung und Weiterentwicklung
URLs:
ArchiMed-Webseite

Publikationen:
- A tool for the design of clinical forms supporting end-user integration; 2004 (Details)
- Clinical Data Retrieval: 25 Years of Temporal Query Management at the University of Vienna Medical School; 2002 (Details)
- Management of data from clinical trials using the ArchiMed system; 2002 (Details)
- A clinical form designer; 2001 (Details)
- A retrieval system for the selection and statistical analysis of clinical data; 1999 (Details)
- ArchiMed: a medical information and retrieval system; 1999 (Details)
Abteilung: Medizinische Informations und Auswertesysteme



Auswertung von eHealth Daten in theoretischer und klinischer Anwendung
Neben der Primärnutzung von elektronischen Gesundheitsdaten im Rahmen des Behandlungskontexts eines betroffenen Patienten spielt auch die Sekundärnutzung im Bereich der klinischen Forschung zunehmend eine wichtige Rolle. Wissenschaftliche Studien sind oft mit erheblichem Kosten und Zeitaufwand bezüglich Rekrutierung der Teilnehmer, Datenerfassung und Auswertung von erhobenen Daten sowie mit Risiken für Patienten verbunden, wenn beispielsweise Untersuchungen mehrfach vorgenommen werden. Diese Faktoren können durch Sekundärnutzung bereits vorhandener Gesundheitsdaten minimiert werden.

Für die Sekundärnutzung sind neben den dazu notwendigen technischen und organisatorischen Infrastrukturkomponenten auch nationale und internationale Leitlinien erforderlich, um Datenqualität und Datenschutz sicherzustellen.

Diese Arbeit bildet die Grundlage des Projekts „Auswertung von eHealth Daten in theoretischer und klinischer Anwendung“ im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung. An der Medizinischen Universität Wien hat sich ein Team mit dieser Thematik befasst. Ziel dieser Arbeit ist es anhand von typischen Anwendungsfällen eine Checkliste für die Sekundärnutzung von routinemäßig erfassten, elektronischen Gesundheitsdaten zu erarbeiten.

Diese Arbeit wurde vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) gefördert.
Mitarbeiter:
W. Dorda, G. Duftschmid, W. Gall, S. Janzek-Hawlat, N. Strasser, T. Wrba

Externe:
DI Karl Holzer, Andreas Nachbagauer, Bsc.
Projektstatus:
Das Projekt ist seit November 2012 abgeschlossen.

Reports:
Management summary
Full report
Abteilung: Medizinische Informations und Auswertesysteme



EHR-ARCHE
Angehörige von Gesundheitsberufen können unter Verwendung der Elektronischen Patientenakte (EPA) immer besser auf eine zunehmende Menge an patientenbezogener Information und klinischem Wissen zugreifen. Durch die EPA werden eine Reihe klinischer und ökonomischer Vorteile erwartet, gleichzeitig wächst aber auch die Gefahr von Informationsüberflutung – die benötigte Information, die ein Kliniker sucht, kann in der Unmenge an Informationen in der EPA verborgen sein. Wir sehen daher einen dringenden Bedarf, EPA-Nutzer in der gezielten Suche nach jener Information zu unterstützen, die in ihrem jeweiligen Suchkontext relevant ist. Metadaten, welche die Dokumente beschreiben, reichen hierfür oft nicht aus. EPA-Architekturen, die auf dem Zweimodellansatz basieren und damit Archetypen verwenden, versprechen dagegen eine bessere Unterstützung. Es ist aber unklar, ob sie dieses Versprechen auch halten können. Insgesamt scheint es unklar, welche Informationsbedürfnisse Kliniker haben, und ob und wie man diese effizient mit EPA-Architekturen, die auf dem Zweimodellansatz basieren, unterstützen kann. Die Ziele dieses Forschungsprojekts sind daher:
1. Die Informationsbedürfnisse von Klinikern bei der Verwendung der EPA unter Berücksichtigung ihres jeweiligen Suchkontexts zu identifizieren.
2. Konzepte zu entwickeln, um diese Informationsbedürfnisse zu unterstützen durch eine Kombination von Dokumenten-Metadaten und Archetypen.
3. Die entwickelten Konzepte in einer Testimplementierung zu evaluieren.
Dieses Projekt ist innovativ, da erstmalig klinische Informationsbedürfnisse (und nicht nur Zugriffsmuster) analysiert werden. Außerdem werden wir Konzepte für eine Kombination von Metadaten- und Archetyp-basierten Suchen in EPAs vorstellen. Die Konzepte bauen auf internationalen, zukunftsträchtigen Standards wie IHE XDS auf und ermöglichen so generische, hersteller-unabhängige Lösungen. Für die Archetyp-basierte Suche werden wir sowohl EN/ISO 13606 als auch HL7 CDA berücksichtigen, welche beide wichtige internationale EPA-Standards darstellen. Als „Proof of concept“ werden wir auf die Informationsbedürfnisse in der Diabetesbehandlung fokus¬sieren. Bei der Behandlung einer derartigen chronischen Erkrankung entsteht ja in der Regel eine Viel¬zahl an Information verschiedener Quellen, was die Identifikation relevanter Information erschwert. Die Informationsbedarfsanalyse wird auf Interviews und Beobachtungen von EPA-Nutzern und der Analyse klinischer Leitlinien beruhen. Als Ergebnisse werden Informationsbedarfsmuster ermittelt. Diese Muster stellen dann die Basis für einen generischen, herstellerunabhängigen Document Crawler dar. Dieser soll EPA-Benutzen helfen, relevante Informationen effizient zu finden. In einer Testimplementierung des Document Crawler soll evaluiert werden, wie sich Präzision und Recall der Informationssuche in der EPA verändern. Außerdem wird die Benutzerzufriedenheit untersucht. Die Ergebnisse des Projekts werden zu einem besseren Wissen über Informationsbedürfnisse klinischer EPA-Benutzer führen – der initale Analysebereich „Diabetes“ kann in Folgeprojekten erweitert werden – und in einem Konzept und einer Testimplementierung münden. Wir erwarten, dass unsere Arbeiten auch Einfluss nehmen auf Teile der verwendeten Standards wie IHE XDS.
Mitarbeiter:
G. Duftschmid, M. Kohler, C. Rinner

Externe:
E. Ammenwerth, G. Hübner-Bloder, S. Saboor
Projektstatus:
Projekt seit Anfang 01-01-2010 in Arbeit.
Zwischenergebnisse siehe Projekt-Homepage.
Beginn: 2010-01-01
URLs:
Projekt-Homepage

Publikationen:
- Creating ISO/EN 13606 Archetypes based on Clinical Information Needs; 2011 (Details)
- Systematische Erhebung der Informationsbedürfnisse von Ärzten bei der Behandlung von Diabetes mellitus Patienten; 2010 (Details)
Abteilung: Medizinische Informations und Auswertesysteme



OF-LÖG - Outcome-Forschung basierend auf Leistungsdaten des Österreichischen Gesundheitswesens
Das Projekt wird in Kooperation mit Dr. Endel (Hauptverband) und Prof. Grossmann und Prof. Fröschl (Universität Wien) durchgeführt. Ziel des Projektes ist die Nutzung des Data Warehouse des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungen für die Medizinische Forschung.
In Teilprojekt 1 soll eine Entwicklungsumgebung zur Datenextraktion und Kohärenzprüfung der Personendaten aufgebaut werden.
In Teilprojekt 2 und 3 soll anschliessend an Hand von zwei Beispielen (Epidemiologie von Diabetes und Epidemiologie von Patienten mit chronischem Schmerz) die Tragfähigkeit des Ansatzes getestet werden.
Mitarbeiter:
W. Dorda, G. Duftschmid, W. Gall

Externe:
W. Grossmann, K. Fröschl
Projektstatus:
Projekt seit 2010-05-15 in Arbeit.
Publikationen:
- Burden of disease of diabetes mellitus – consequences for capacity planning; 2011 (Details)
Abteilung: Medizinische Informations und Auswertesysteme