Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Medizinische Universität Wien / AKH Wien
Vorstand: o. Univ. Prof. Dr. Max H. Friedrich

 



          

Franz Benninger
&
Andreas Karwautz aktualisierten  diese Seite letztmalig am 06.10.2011


Musiktherapie

In der Musiktherapie wird Musik gezielt zu Behandlung von seelischen und somatischen Leidenszuständen eingesetzt.

In der Therapie steht die Musik als Ausdrucks- und Kommunikationsmittel zu Verfügung. Gefühle, Bedürfnisse, Stimmungen, innere Konflikte und Spannungen, etc. können über Klänge, Töne und Geräusche mitgeteilt und bearbeitet werden. Dadurch entsteht ein Raum in dem Kontakt, in Beziehung treten und diese zu gestalten möglich ist.

Musiktherapie wird an der Klinik sowohl im einzel- als auch im gruppen-therapeutischen Setting angeboten und umfasst das freie oder strukturierte Spiel auf verschiedenen Instrumenten (z.B.: Xylophon, Trommel, Rassel, Leier, Gong, …), das Singen sowie auch das Musikhören. Die Instrumente werden spielerisch und experimentell verwendet und setzten keine musikalische Vorerfahrung voraus.

Die Musiktherapie auf der Kinder- und Jugendpsychiatrie kommt zum Einsatz wo:

• verbaler Kontakt erschwert, verarmt oder nicht möglich ist
• verbale Sprache vor allem der Abwehr von Gefühlen dient
• mangelnde Ausdrucksfähigkeit für innere Befindlichkeiten und Spannungen vorhanden ist
• ein persönlicher emotionaler Bezug zur Musik besteht

Ziel der Musiktherapie ist es die Kindern und Jugendlichen bei

• Aufbau und Förderung von Kontakt- und Beziehungsfähigkeit,
• Wahrnehmung und Ausdruck eigener Gefühle und Bedürfnisse,
• der Bearbeitung von traumatischen Erlebnissen und emotionalen Defiziten
• der Bewusstmachung und Bearbeitung von Konflikten
• der Förderung von Autonomie und Selbstsicherheit
• der Förderung der vorhandenen Ressourcen

zu unterstützen.

Musiktherapeutin an der Klinik: Mag.ª Schrattmaier Johanna
Email: johanna.schrattmaier@meduniwien.ac.at
Telefon: 40400/2782

Link: Österreichischer Berufsverband der MusiktherapeutInnen www.oebm.org