Manche Radiopharmaka reichern sich in der Muttermilch an. Wenn eine Untersuchung mit Radionukliden während der Laktation notwendig ist, wird eine kurze Unterbrechung des Stillens empfohlen. Die Dauer der Unterbrechung hängt dabei von dem verwendeten Radiopharmakon ab. Wenn möglich, sollte das Baby unmittelbar vor der nuklearmedizinischen Untersuchung noch gestillt werden.

Die Mutter muss ermuntert werden, während der Unterbrechung die Milch abzupumpen, was sowohl ihrem eigenen Wohlbefinden, weil dadurch ein Milchstau verhindert wird, als auch einer kontinuierlichen Milchproduktion förderlich ist. Die abgepumpte Milch muss verworfen werden. Wird eine nuklearmedizinische Untersuchung an einer stillenden Mutter gewünscht, sollte die Nuklearmedizin im Voraus kontaktiert werden.

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