Es sind sehr wenig Unverträglichkeitsreaktionen nach Verabreichung von Radiopharmaka bekannt (1:100000). Das Risiko ist ca. 1000 mal geringer im Vergleich zu Untersuchungen mit Röntgenkontrastmittel.
Wie bei jeder intravenösen Injektion besteht auch bei einem Radiopharmazeutikum die Gefahr einer Anaphylaxie, jedoch ist dieses Risiko verschwindend klein; meist sind diese Reaktionen mild. In der gesamten Welt wurden in den letzten Jahren keine Todesfälle infolge eines Radiopharmakons gemeldet. Die klinischen Manifestationen solcher Nebenwirkungen unterteilen sich in anaphylaktoide Sofortreaktionen (Übelkeit, Erbrechen, Hypotension, Inkontinenz, Synkopen, Hautrötung mit Tachykardie), allergische Spätreaktionen (Ausschlag, Urtikaria, Juckreiz, Atemnot, Brustschmerz, Herzklopfen und Tachykardie), pyrogene Reaktionen (Fieber, Kopfschmerzen), verschiedenartige Reaktionen (metallischer Geschmack, Zyanose, Schüttelfrost) und vasovagale Reaktionen, wobei letztere ursächlich nicht sicher dem Radiopharmakon zugeordnet werden können. Üblicherweise sind diese Nebenwirkungen nur leichter Natur und erfordern meist keine spezielle Behandlung. Nebenwirkungen bei Radiopharmaka sind selten (0,001% - 0,006%).
In einer kürzlich publizierten Studie aus den USA ergab sich eine Prävalenz für Radiopharmaka bedingte Nebenwirkungen von 0,0023%. Diese Studie umfaßte 783 525 Untersuchungen die in 18 Institutionen in einem Zeitraum von 5 Jahren (1989-1994) durchgeführt wurden. Insgesamt wurden hier nur 18 Nebenwirkungen gemeldet, wobei keine dieser Nebenwirkungen mit dauerhaften Schäden oder nachteiligen Folgen für den Betroffenen einherging. Der jährliche zusammenfassende Bericht aus Europa von 1994 berichtete über insgesamt 73 Meldungen über Nebenwirkungen. Alle Nebenwirkungen waren mild und erforderten keine Behandlung.
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