Was ist eine Lungenszintigraphie ?
Die Lungenszintigraphie ist eine Untersuchung, um die Blut- und Luftversorgung der Lunge zu messen. Sie ist der beste nicht-invasive Test zur Feststellung von Embolien in der Lunge.

Durchführung
Es wird eine intravenöse Injektion von mit Technetium 99m (99mTc)-markierten Eiweißaggregaten (ungefähr 30 µm im Durchmesser), verabreicht. Diese Partikel verteilen sich in der Lunge entsprechend der Blutversorgung der Lunge. Dieser Vorgang dient der Abschätzung der Lungendurchblutung. Außerdem atmet man ein radioaktives Gas oder Aerosol ein, damit die Durchblutung mit der Belüftung der Lunge verglichen werden kann. Die gesamte Untersuchungsdauer beträgt ungefähr 30 bis 45 Minuten.

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten
Medikamente beeinflussen nicht generell das Ergebnis einer Lungenszintigraphie. Patienten mit Asthma sollten vor der Untersuchung Bronchodilatatoren einnehmen.

Vorbereitung des Patienten
Für eine Lungenszintigraphie ist keine Vorbereitung notwendig. Eine rezente Röntgenaufnahme ist für die vergleichende Beurteilung erforderlich.

Risiken (unerwünschte Nebenwirkungen)
Nebenwirkungen sind extrem selten, trotzdem kann es eine allergische Reaktion auf Humanalbumin geben.
Der Test beeinflußt nicht die Verkehrstauglichkeit.
Die Strahlenbelastung ist gering (die Lungenszintigraphie ist daher auch die am häufigsten angeforderte Isotopenuntersuchung an schwangeren Frauen).
Obwohl es wichtig ist, zu bedenken, daß sich die radioaktive Substanz in der Muttermilch anreichern könnte, ist eine Unterbrechung des Stillens für 12 Stunden nach dem jetzigen Wissensstand völlig ausreichend.

Klinische Vorteile
Eine normale Lungenszintigraphie schließt eine Lungenembolie aus. Finden sich multiple segmentale Defekte der Blutversorgung bei normaler Luftversorgung (ungepaarte Perfusionsdefekte), so ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, daß eine Lungenembolie besteht.
Die Untersuchung sollte so früh als möglich nach einer vermuteten Embolie durchgeführt werden, da in diesem Zeitfenster die Sensitivität am größten ist.
Bei Patienten mit chronischem Lungenleiden (chronische Bronchitis) können Ventilations- und Perfusionsdefekte auftreten, die eine Interpretation des Szintigrammes schwierig machen.

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