Nuklearmedizin ist ein Fachgebiet der Medizin, in dem radioaktive Isotope bzw. radioaktive chemische Verbindungen, sogenannte Radiopharmaka (radioaktive Arzneimittel), für Diagnose oder Therapie angewendet werden. Die Untersuchungen werden oft als "Szintigraphie", "Scan" oder "Isotopenuntersuchung" bezeichnet.

Bei nuklearmedizinische Untersuchungen steht die Funktionsbeurteilung von Organen, Geweben und des Knochens im Vordergrund. Dies soll dazu beitragen bestimmte Erkrankungen bzw. deren Ursache besser zu definieren und damit effektiver behandeln zu können. Andere bildgebende Verfahren wie z.B. die Röntgenuntersuchung oder die Ultraschalluntersuchung liefern vorwiegend strukturelle Informationen über Organe, Gewebe und den Knochen.

Nuklearmedizinische Untersuchungen sind keine konkurrierenden Verfahren zu anderen bildgebenden Untersuchungen, sondern vielfach eine sinnvolle Ergänzung im diagnostischen Ablauf. Jährlich werden weltweit nuklearmedizinische Untersuchungen millionenfach durchgeführt, sie sind sicher und mit wenig Unannehmlichkeiten verbunden. Es gibt zahlreiche nuklearmedizinische Untersuchungen, wobei zur Beurteilung verschiedener Körperbereiche verschiedene Radiopharmaka eingesetzt werden.

[zurück]