
Der Bedarf des Gesundheitswesens an Experten, die über fundierte Managementkenntnisse verfügen, steigt angesichts der sich stetig ändernden Herausforderungen und Rahmenbedingungen im Gesundheitsbereich. In zunehmendem Maße werden Ärzte und Krankenpflegekräfte in den Prozess der Unternehmensführung eingebunden. Sie müssen darauf vorbereitet sein komplexe, veränderungsintensive Organisationsformen, bei knapper werdenden finanziellen Mitteln und steigenden Gesundheitsansprüchen der Gesellschaft zu managen. Die Qualität der erbrachten Leistung ist nicht zuletzt ein Spiegelbild der Qualität der Führung.
In der klassischen Ausbildung für Medizin- und Sozialberufe werden ökonomische und betriebswirtschaftliche Aspekte bislang nicht berücksichtigt. Daher bietet die Medizinische Universität Wien als Verantwortungsträger - in Kooperation mit der Universität Wien und der PremiQaMed Management GmbH - einen postgradualen, berufsbegleitenden Studiengang für "HEALTH CARE MANAGEMENT" mit dem internationalen Abschluss „Master of Business Administration“ (MBA) an.
Die mit der Berufserfahrung gewonnene praktische und fachliche Kompetenz soll zusätzlich durch Managementkompetenz aufgewertet werden, die es ermöglicht, die Gegebenheiten einer gesamten Institution im Blickfeld zu haben. Die Teilnehmer lernen ihnen bekannte, konkrete Organisations- und Managementprobleme fachübergreifend zu lösen und die Leistungsprozesse unter ökonomischen Gesichtspunkten zu steuern. Die dafür erforderliche Fach-, Sozial-, Führungs- und Methodenkompetenz wird von Experten mit einschlägiger Berufspraxis und wissenschaftlicher Qualifikation unterrichtet. Die Praxiserkundung einer spezifischen Management-Lösung in einer ausländischen Gesundheitseinrichtung wird darüber hinaus durch die Abhaltung eines Study visits ermöglicht.
Das Curriculum unterliegt einer ständigen Evaluierung und Aktualisierung eines fachlich ausgewiesenen Wissenschaftlichen Beirats.
Das berufliche Betätigungsfeld der AbsolventInnen wird sich, je nach Vorbildung, vornehmlich auf leitende Positionen in öffentlichen und privaten Gesundheitseinrichtungen, Trägerorganisationen, der Gesundheitspolitik, öffentlichen Verwaltung, Pharmaindustrie und gesundheitstouristische Einrichtungen erstrecken.
Postgraduale Weiterbildungen sind aber nicht nur Institutionen des Knowledgetransfers, sondern vermitteln den Studierenden Einblick in die Entwicklung des international stark wachsenden Gesundheitssektors. Der Erfahrungsaustausch zwischen Vertretern heterogener Berufsgruppen und die Betrachtung verschiedener Gesundheitssysteme im Vergleich eröffnen auch berufliche Karrieren im europäischen Raum.