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Universitätslehrgang „Paromaster“ der MUW: Rückblick auf das erste Semester

Dr. Corinna Bruckmann, Admin.Ltg
Dr. Corinna Bruckmann, Admin.Ltg

Im März 2008 startete der 2-jährige postgraduale Lehrgang der MUW für Parodontologie mit 17 TeilnehmerInnen. Ende Juni war ein Viertel der insgesamt 32 Kurswochenenden absolviert - Anlass für eine erste Bilanz.

Der Lehrgang wird in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Parodontologie (ÖGP) durchgeführt, die in ihren Statuten die Förderung der parodontologischen Forschung und Fortbildung in Zusammenarbeit mit Universitätskliniken festlegt und auch die Vorlaufkosten für die ca. 1-jährige Vorbereitungszeit übernommen hat.

Die TeilnehmerInnen kommen aus 4 Ländern (Österreich, Deutschland, Ungarn und Pakistan) und gehören 6 verschiedenen Nationalitäten an. Sechs von ihnen sind UniversitätsassistenInnen, davon je ein/r aus Graz bzw. Innsbruck. Die übrigen sind zum Teil schon seit 20 Jahren als ZahnärztInnen niedergelassen. Durch großzügige Industriestipendien namhafter Dentalfirmen (W&H, Hu-Friedy) konnten für die nur universitär tätigen KollegInnen sozial verträgliche Kurskosten erzielt werden. Der Kurs mit seinem Ziel, die Kenntnisse und Anwendungen im Bereich Parodontologie zu vertiefen, findet bei den LehrgangsteilnehmerInnen grossen Zuspruch: „Wir absolvieren den Kurs nicht, um unsere  bisherige Arbeitsweise als die einzig wahre bestätigt zu wissen, sondern um möglichst viel Neues und Positives mitzunehmen. Und das ist definitiv der Fall!", so die Conclusio

Bereits nach kurzer Zeit wurde auch ein durchaus beabsichtigter Zusatznutzen erkennbar: durch den engen Kontakt mit Gleichgesinnten wird ein professionelles Netzwerk aufgebaut, das in der Zukunft zu einer besseren (zahn-)medizinischen Versorgung der Bevölkerung beitragen wird. Tenor einer Teilnehmerin: „Die Gruppe ist wirklich in Ordnung und wird sich im Verlauf des Lehrgangs zum Team entwickeln."

Paromaster - ein Erfolgsmodell der MUW
Obwohl die intensiven Kontaktwochenenden sicher eine Belastung darstellen, zeigen sich die TeilnehmerInnen mit dem neuen Universitätslehrgang Paromaster zufrieden - das zeigt die kontinuierliche Evaluation. Nicht unkritisch, aber durchwegs positiv ist ihr Feedback ausgefallen.

Der Lehrgang bietet auch Anlass, sich mit neuen Medien auseinanderzusetzen:
Unterlagen und Aufgaben werden vorab auf der Open-Source Lernplattform „Moodle“, die von Ass.-Prof. Plass (BEMAW) betreut wird, bereitgestellt und teilweise auch dort zur Korrektur abgeliefert. Die Kommunikation außerhalb der Kontaktzeiten verläuft ausschließlich über e-Mail, was für manche anfangs ungewohnt war, doch mittlerweile zur Routine geworden ist. 

Praxis & internationale ReferentInnen
Neben der Theorie nimmt auch die Praxis einen großen Stellenwert ein: jeder Teilnehmer behandelte regelmäßig unter Aufsicht Patienten und hatte die Gelegenheit, in jeder Phase der Behandlung feedback und Anregungen zu bekommen. Die Fälle werden kontinuierlich dokumentiert und im Plenum präsentiert, was den Lerneffekt noch steigert.

Auch für nächstes Semester ist ein interessantes Programm vorbereitet: um die innerösterreichische Zusammenarbeit zu stärken, wird im Herbst Prof. Dr. Wimmer von der Medizinischen Universität Graz vortragen. Die Professoren Dr. Saxer (Universität Zürich) und Dr. Lekovic (Universität Belgrad) werden die internationalen Referenten im kommenden Wintersemester  sein.

 


 
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