Über die Gesellschaft

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Die Österreichische Gesellschaft für Logopädie, Phoniatrie und Pädaudiologie (ÖGLPP) hat bereits eine lange Tradition. Sie wurde 1924 von Emil Fröschels in Wien gegründet. Die Gesellschaft ist vor allem auf die Förderung der wissenschaftlichen Kooperation von Logopädie, Phoniatrie, Pädaudiologie, Sprachheilpädagogik und deren praktischer Umsetzung ausgerichtet. Zusätzlich arbeitet die ÖGLPP mit Nachbarfächern wie Sonderpädagogik und mit themenassoziierten in- und ausländischen Fachgesellschaften zusammen. Sie organisiert regelmäßig eigene Fortbildungsveranstaltungen und partizipiert an fachverwandten Kongressen, um über neueste Studien- und Forschungsergebnisse, diagnostische Erneuerungen und Technologieentwicklungen zu informieren. 

Die ÖGLPP ist Mitglied der International Association of Logopedics and Phoniatrics (IALP), gegründet 1924, und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), gegründet 1847.


Vorstandsmitglieder 2018:

Präsidentin: 

BSS











Ao.Univ.Prof.Dr. Berit Schneider-Stickler


1. Vizepräsidentin

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Ao.Univ. Prof.Dr. Doris-Maria Denk-Linnert


2. Vizepräsidentin:

BHB











Bianca Happenhofer-Bileck


3. Vizepräsidentin:

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Almuth Paier, MAS, MSc


Kassierin und Medienadministratorin:

Katharina Klavacs, BSc


Kassierin Stellvertretung:

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SDn Dipl.Päd. Marcella Feichtinger


Schriftführerin:

AJ

Alexandra Jurek-Schick


Schriftführer Stellvertretung:

ML

Dr. Matthias Leonhard


Organisation:

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Eveline Rezanka


Rechnungsprüfer:



o. Univ.Prof. Dr. Patrick Zorowka


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Dr. Julia Rechenmacher-Strauß




Geschichte der Gesellschaft 


Univ. Prof. Dr. med. Emil FRÖSCHELS  gründete 1909 gemeinsam mit dem Pädagogen K.C. ROTHE die "Wiener logopädische Schule". In Berlin gründete H. GUTZMANN sen.1905 das erste Ambulatorium für Sprachstörungen. Für sie war der Kontakt zum Patienten, die medizinische Betreuung und die klinische Forschung eine Einheit.


Präsidenten2012


Emil FRÖSCHELS hat bereits frühzeitig die fachübergreifende Bedeutung der Logopädie und Phoniatrie erkannt und auf die Notwendigkeit der Zusammenarbeit von Medizin und Pädagogik hingewiesen. Dies brachte er auch beim ersten von ihm nach Wien einberufenen IALP (International Association of Logopedics and Phoniatrics)-Kongress 1924 in der Eröffnungsrede zum Ausdruck. Dieser Kongress war ein großer Erfolg und ermunterte E. FRÖSCHELS noch im selben Jahr (1924) - als ersten  phoniatrischen Fachvertreter in Europa - zur Gründung der "Österreichischen Gesellschaft für Logopädie und Phoniatrie". FRÖSCHELS war der erste Präsident und hatte H. STERN, D. WEISS, K.C. ROTHE und F. v. TROJAN im Vorstand der Gesellschaft. E. FRÖSCHELS führte als Universitätsprofessor an der Univ.HNO-Klinik Wien die Gesellschaft bis zu seiner Emigration 1938. Durch Emigration verlor die Gesellschaft einige ihrer Mitglieder.
Der Biolinguist F. v. TROJAN blieb der Gesellschaft weiter erhalten.
Nach  Kriegsende 1945 fand F. v. TROJAN in V. IMRE einen phoniatrischen Mitstreiter. Beide führten die Gesellschaft mehr oder weniger erfolgreich weiter, sie wechselten sich jährlich als Präsidenten ab. Nach Konflikten vor allem mit den Sonderpädagogen für Sprachgestörte holten sie F. FRANK, seit 1957 Mitglied der Gesellschaft, 1962 in den Vorstand. F. FRANK pflegte regelmäßig Kontakte zur Lehrerschaft und konnte mit Hilfe von Reg. Rat F. MASCHKA das ursprünglich gute Verhältnis zwischen Lehrerschaft und logopädischer Gesellschaft wieder herstellen. Beim IALP-Kongress 1965 in Wien wurde dies allgemein sehr begrüßt. Zu diesem Kongress reiste E. FRÖSCHELS als Ehrenpräsident und Ehrenmitglied seiner Gesellschaft nach Wien.
Nach Gründung der AG der Deutschsprachigen Phoniater durch F. FRANK  (1965) lebte auch die Gesellschaft für Logopädie und Phoniatrie unter ihm als  geschäftsführenden Vizepräsidenten wieder auf. Es gab jeweils mehrere wissenschaftliche Vorträge pro Vereinsjahr, Kollegen aus dem Westen und Osten wurden eingeladen. Die finanziellen Mittel der Gesellschaft waren begrenzt.
W. SCHLORHAUFER übernahm 1969 für zwei Jahre das  Präsidentenamt, ab 1971 wurde F. FRANK Präsident der Gesellschaft und blieb bis Ende 1995 in dieser Funktion. Er öffnete die Gesellschaft und holte in den Vorstand Ärzte, Logopäden und Pädagogen. Das hat auch sein Nachfolger im Amt Univ. Prof. DDr. W. BIGENZAHN so weitergeführt.
Anfang der 70er Jahre  wurde die Gesellschaft  erweitert  in die "Österreichische Gesellschaft für Logopädie, Phoniatrie und Pädaudiologie“.

Von 1996 - 2014 war Univ. Prof. Dr. med. Dr. phil. Wolfgang BIGENZAHN Präsident der Gesellschaft, seit 2014 übernahm ao. Univ. Prof. Dr. Berit SCHNEIDER-STICKLER die Präsidentschaft.

Auszug aus den Statuten der Österreichischen Gesellschaft für Logopädie, Phoniatrie und Pädaudiologie
Überarbeitet und neugefasst  2017

Vorbemerkung:
Sprachliche Gleichbehandlung
Soweit im folgenden Text Personen bezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf Frauen und Männer in gleicher Weise.

§1 Name und Sitz des Vereins

Der Name des im Folgenden auch als "Gesellschaft“ bezeichneten Vereins ist "Österreichische Gesellschaft für Logopädie, Phoniatrie und Pädaudiologie" mit Sitz in Wien: Klinische Abteilung Phoniatrie –Logopädie, Univ. HNO-Klinik Wien, AKH, Währinger Gürtel 18-20, 1090 Wien.

Die Gesellschaft ist ein Verein i S d § 1 Vereinsgesetz 2002.

§ 2 Die Aufgaben der Gesellschaft

Die Gesellschaft bezweckt die Förderung der interdisziplinären wissenschaftlichen Forschung auf den genannten Gebieten und ihrer praktischen Verwertung;  ihre Aufgaben sind die Wahrung der Einheit der Fachgebiete, die Zusammenarbeit mit den medizinischen, logopädischen sowie sprachheil- und sonderpädagogischen Nachbarfächern und ausländischen Fachgesellschaften, Wahrung der berufs- und standespolitischen Belange sowie die Pflege und Organisation der Weiter- und Fortbildung auf dem Fachgebiet. 

§ 3 Mittel zur Erreichung des Vereinszweckes

-  Abhaltung regelmäßiger Vorstandssitzungen
-  Organisation von Fortbildungs- und wissenschaftlichen Veranstaltungen
-  Erstellung und Aktualisierung einer Homepage als offizielle Information
-  Förderung der Forschung, Fort- und Weiterbildung auf den Gebieten  der HNO
   Phoniatrie, Logopädie, Pädaudiologie und Sprachheil-/Sonderpädagogik

Die materiellen Mittel der Gesellschaft werden aufgebracht durch
a)    Mitgliedsbeiträge
b)    Überschüsse aus Veranstaltungen (Kongress-, Tagungsbeiträge usw.)
c)    Subventionen, Spenden ect.

§ 4 Gemeinnützigkeit

Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, wie z.B. wissenschaftliche Zwecke und ist
nicht auf Gewinn gerichtet. Einnahmen werden nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet.
Keine Person darf durch Verwaltungsausgaben, die dem Gesellschaftszweck fremd sind, begünstigt werden. 

§ 5 Mitgliedschaft

-  Die Gesellschaft besteht aus ordentlichen, fördernden, korrespondierenden und Ehrenmitgliedern
-  Ordentliche Mitglieder sind Personen, die auf dem Gebiete der HNO, Phoniatrie, Logopädie, Pädaudiologie , Sprachheil-
   /Sonderpädagogik oder einem verwandten Gebiete wissenschaftlich oder praktisch tätig sind oder sich betätigt haben.
-  Fördernde Mitglieder sind solche, die ohne ordentliche Mitglieder zu sein, den Interessen der Gesellschaft dienen.
-  Korrespondierende Mitglieder sind Personen des In- und Auslandes, die vom Vorstand ernannt werden, sofern sie auf 
   dem  Gebiete der Logopädie, Phoniatrie und  hervorragende Leistungen aufzuweisen haben.
-  Die höchste Auszeichnung ist die Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft. Sie soll nur an in- oder ausländische Personen 
   erfolgen, die durch besonders herausragende wissenschaftliche Leistungen bzw. wesentlich zur Fortentwicklung des
   Faches und der Gesellschaft beigetragen haben.
-  Zur Aufnahme als ordentliches Mitglied der Gesellschaft ist ein schriftliches Ansuchen an den Vorstand zu richten.
   Dieser hat über die Aufnahme zu beraten und zu beschließen. Bei der auf diesen Beschluss nächstfolgenden
   Generalversammlung sind die Namen der aufzunehmenden Mitglieder zu verlesen, wodurch deren Aufnahme
   in die Gesellschaft wirksam wird. 

§ 6 Rechte und Pflichten der Mitglieder

-  Sämtliche Mitglieder der Gesellschaft haben das Recht, an den Generalversammlungen und sonstigen öffentlichen
   Veranstaltungen der Gesellschaft teilzunehmen.
-  Alle ordentlichen Mitglieder sind verpflichtet, den Mitgliedsbeitrag, dessen Höhe in der ordentlichen General-
   versammlung festgesetzt wird, zu entrichten. Diese Verpflichtung erlischt  mit dem Eintritt in den Ruhestand.
   Der Vorstand kann den Mitgliedsbeitrag auf Antrag aus berücksichtigungswürdigen Gründen reduzieren
   oder gänzlich erlassen.
-  Die Mitglieder sind in jeder Generalversammlung vom Vorstand über die Tätigkeit und finanzielle Gebarung des
   Vereins 
sowie über den geprüften Rechnungsabschluss zu informieren. 

§ 7 Beendigung der Mitgliedschaft

-  Die Mitgliedschaft erlischt durch den freiwilligen Austritt, durch Ausschluss oder durch Tod eines Mitgliedes.
-  Der Austritt aus der Gesellschaft geschieht durch schriftliche Mitteilung an den Präsidenten; er ist sofort wirksam,  
   doch ist  das austretende Mitglied verpflichtet, den Jahresbeitrag für das laufende Jahr zu entrichten.
-  Der Vorstand ist berechtigt, Mitglieder, welche den Zweck der Gesellschaft schädigen, aus der Gesellschaft
   auszuschließen. 

§ 8 Verwaltung der Gesellschaft

Wird besorgt durch:
a)    den Vorstand
b)    das Schiedsgericht
c)    die Generalversammlung

§ 9 Der Vorstand

Der Vorstand setzt sich zusammen aus ordentlichen Mitgliedern der Gesellschaft, und zwar:

a) dem Präsidenten
b) drei Vizepräsidenten zur Repräsentation der Fachgebiete (Phoniatrie, Logopädie, Sprachheil- /Sonderpädagogik)
c) Schriftführer
d) Schriftführer-Stellvertreter
e) Kassier
f) Kassier-Stellvertreter
Außerdem kann ein Ehrenmitglied zum Ehrenpräsidenten gewählt werden.
Die Wahl der Mitglieder des Vorstandes erfolgt auf der Grundlage eines für die Generalversammlung von einem ordentlichen Mitglied eingereichten Wahlvorschlages. Liegen mehrere Wahlvorschläge vor, wird darüber in der Generalversammlung abgestimmt, es gilt die einfache Mehrheit.
Die Funktion als Vorstandsmitglied ist persönlich auszuüben. Eine Vertretung findet nicht statt. 

§ 10 Obliegenheiten und Geschäftsordnung des Vorstandes

Dem Vorstand obliegt
a) die Entscheidung über die Aufnahme von Mitgliedern
b) die Einberufung der ordentlichen bzw. außerordentlichen Generalversammlung
c) die Verwaltung des Vereinsvermögens
d) die Erstellung des Rechenschaftsberichtes und des  Rechnungsabschlusses
e) die Information der Vereinsmitglieder über die Vereinstätigkeit, die Vereinsgebarung und den geprüften Rechnungsabschluss
Der Vorstand kann mit einfachem Mehrheitsbeschluss Mitglieder der Gesellschaft in den Vorstand kooptieren, die kein Stimmrecht haben. Die Kooptierung erfolgt für die vom Vorstand bestimmte Zeit, endet aber spätestens mit der Funktionsperiode des Vorstandes.
Scheidet ein Vorstandsmitglied, das von der Generalversammlung gewählt wurde, aus, so kann der Vorstand mittels Mehrheitsbeschluss (ohne Stimme des Ausgeschiedenen) interimistisch eine Person bestimmen, welche für deren restliche Funktionsdauer die Aufgaben des ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedes übernimmt.
Die Gesellschaft hat zwei Rechnungsprüfer, die außer der Generalversammlung keinem anderen Organ der Gesellschaft angehören dürfen. Sie werden wie die zu wählenden Vorstandsmitgliedern auf die Dauer von einem Jahr gewählt. Die Wiederwahl ist möglich.  

§ 11  Vertretung der Gesellschaft

Die Gesellschaft wird vom Präsidenten und den drei Vizepräsidenten (Phoniater, Logopäde, Sprachheilpädagoge) nach außen vertreten.
Rechtsgeschäfte zwischen einem Vorstandsmitglied und dem Verein bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Zustimmung aller anderen Vorstandsmitglieder. 

§ 12 Schiedsgericht

Streitigkeiten aus dem Gesellschaftsverhältnis werden durch ein aus 3 ordentlichen Vereinsmitgliedern bestehendes Schiedsgericht entschieden. Diese dürfen mit Ausnahme der Generalversammlung keinem Organ angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Streitigkeit ist. Es wird gebildet, indem ein Streitteil dem Vorstand ein Mitglied als Schiedsrichter schriftlich anzeigt. Der Vorstand hat den anderen Streitteil darüber zu informieren, der binnen 4 Wochen ebenfalls ein ordentliches Vereinsmitglied als Schiedsrichter benennt. Die beiden benannten Schiedsrichter wählen aus den ordentlichen Vereinsmitgliedern einen Vorsitzenden des Schiedsgerichtes.
Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung nach Anhörung beider Streitteile mit einfacher Stimmenmehrheit nach bestem Wissen und Gewissen. Die Entscheidung ist vereinsintern endgültig.
Das Schiedsgericht ist eine Schlichtungseinrichtung iSd Vereinsgesetzes und kein Schiedsgericht iSd Zivilprozessordnung. 

§ 13  Generalversammlung, Obliegenheiten und Geschäftsordnung

Einmal jährlich findet zu einem vom Vorstand der Gesellschaft zu bestimmenden Zeitpunkt die ordentliche Generalversammlung statt. Der Zeitpunkt und die Tagesordnung müssen mindestens zwei Wochen vorher den Mitgliedern schriftlich zur Kenntnis gebracht werden. 

Der Generalversammlung ist vorbehalten: 
a)  Die Wahl des Vorstandes
b)  die Bestimmung des Mitgliedbeitrages
c)  die Änderung der Statuten
d)  die Auflösung des Vereines
e)  Eventuelles

Die ordentliche Generalversammlung findet einmal jährlich statt. Sie ist bei Anwesenheit von mindestens einem Viertel der ordentlichen Mitglieder beschlussfähig. Wird diese Zahl nicht erreicht, ist die Generalversammlung erst nach einer halben Stunde unbeschadet der Zahl der anwesenden Mitgliedern beschlussfähig.
Die Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung muss erfolgen, wenn wenigstens ein Zehntel der Mitglieder unter schriftlicher Bekanntgabe der Tagesordnung beim Vorstand darum ersucht. Der Vorstand ist in diesem Falle verpflichtet, die Versammlung innerhalb eines Monats einzuberufen.
Die Einberufung der Generalversammlungen erfolgt nach Beschlussfassung des Vorstandes durch den Präsidenten bzw. seiner Stellvertreter.
Die in der Generalversammlung gefassten Beschlüsse müssen in einem Protokoll festgehalten werden.

§ 14 Auflösung der Gesellschaft

Die Auflösung der Gesellschaft kann nur über Antrag von mindestens einem Drittel sämtlicher ordentlicher Mitglieder in einer zu diesem Zwecke besonders einberufenen Generalversammlung mit mindestens zwei Dritteln der Stimmen der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlossen werden. Bei Auflösung der Gesellschaft oder Wegfall des Vereinszweckes ist das Gesellschaftsvermögen einer ebenfalls gemeinnützigen, die Wissenschaft fördernden Vereinigung mit der Auflage zuzuwenden, dieses Vermögen ausschließlich für gemeinnützige Zwecke im Sinne der Bundesabgabenordnung zu verwenden. 

Wien, im November 2011

 © ÖGLPP 2017