Ruth Fritsch wurde 1968 in Wien geboren und verbrachte ihre Kindheit in Wien und Tirol, wo sie 1986 am Akademischen Gymnasium mit Auszeichnung maturierte. Nach der Matura kehrte sie nach Wien zurück, um Medizin zu studieren. Während des Studiums entwickelte sich ihr spezielles Interesse für Histologie und Elektronenmikroskopie. Als „Summerstudent“ am NIAID (NIH, Bethesda) beschäftigte sich Ruth Fritsch mit der elektronenmikroskopischen Untersuchung von Mastzellen. Mit Unterstützung durch ein Reisestipendium des österreichischen Staates konnte sie auch einen Sommer lang an der UCSF (University of California, San Francisco) Zellkulturtechniken erlernen und das Lebenssgefuehl an der amerikanischen Westküste erforschen. Gegen Ende des Studiums führte ihr Interesse an der Immunologie zur Mitarbeit am Institut für Experimentelle Pathologie, wo sie durch ihre Mentoren Prof. Kraft und Prof. Ebner einen Einstieg ins wissenschaftliche Arbeiten und Denken erfuhr. Im Sommer 1997 bekam sie die Chance, eine Ausbildungsstelle im Fach Rheumatologie bei Prof. Smolen anzutreten und damit ihre beiden medizinischen Hauptinteressen, die Immunologie und die Innere Medizin, zu verbinden. Die Arbeit mit Patienten stellte seither für sie einen wesentlichen und erfüllenden Teil ihres täglichen Lebens dar. Dr. Fritsch verfolgte weiterhin ihren wissenschaftlichen Schwerpunkt „T-zell Immunologie“, und schließlich gelang es ihr durch Zuerkennung eines Max Kade Stipendiums im Jahr 2002 am National Institutes of Musculosceletal and Skin Diseases (NIAMS, NIH, Bethesda, MD, USA) unter dem bekannten Immunologen Dr. Lipsky zu arbeiten. Sie profitierte in vielerlei Weise von ihrem zweijährigen Aufenthalt in den USA, erlernte neue Techniken wie die des genechip microarrays und Flow-FISH. Mindestens ebenso prägend waren dort aber auch die persönlichen Begegnungen mit Grossen der Immunologie sowie neu erworbenen Freunden. Die vermutlich wichtigste Begegnung war jedoch die mit ihrem Mann, den ebenfalls ein wissenschaftliches Interesse für ein Jahr ans NIAMS führte. Ruth Fritsch ist seit Dezember 2004 wieder als Ärztin an der Rheumatologie im AKH Wien tätig und wird in Bälde ihrer Facharztausbildung beenden. Die Kombination aus klinischem und wissenschaftlichem Arbeiten ist eine Jonglierkunst, die sie auch weiterhin fasziniert und in Zukunft ausüben möchte.

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