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Günter Steiner wurde in Wien geboren und hat an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien Biochemie studiert. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums führte er die Doktorarbeit am Institut für Medizinische Biochemie durch und wurde im Juli 1986 zum Dr. der Naturwissenschaften promoviert. Im Anschluss daran arbeitete er bis 1989 als PostDoc an der 2. Medizinischen Universitätsklinik der Universität Wien, wo er sich mit dem Wirkungsmechanismus der damals in der Transplatationschirurgie relativ neuen immunsuppressiven Droge Cyclosporin A beschäftigte, sowie mit der Bestimmung von Zytokinen in Seren von Organtransplantierten PatientInnen. Im Zuge dieser Tätigkeiten begann er eine Zusammenarbeit mit Univ. Doz. Josef Smolen, der als Oberarzt die Rheumastation der 2. Med. Univ. Klinik leitete. Diese Zusammenarbeit resultierte in der Entdeckung eines neuen Autoantigens (RA33), das mit relativ hoher Spezifität von PatientInnen mit rheumatoider Arthritis erkannt wurde. Im Jahre 1989 übersiedelte GS als Laborleiter an die Außenstelle des Ludwig Boltzmann-Instituts für Rheumatologie und Balneologie an der 2. Med. Abt. des KH Lainz, die seit 1989 von JS geleitet wurde. In den folgenden Jahren entstanden im neu eingerichteten Forschungslabor mehrere Arbeiten, die in zum Teil hochrangigen wissenschaftlichen Journalen publiziert wurden, wobei insbesondere die Aufklärung der Struktur des RA33 Autoantigens zu nennen ist. Als JS 1995 als Ordinarius an die Klinische Abteilung für Rheumatologie der Universität Wien berufen wurde, konnte er GS eine Stellung als Universitätsassistent anbieten und so kehrte dieser im November 1995 an die Universität zurück. Dort kümmerte er sich um den Ausbau der Forschungslabors und nahm unter Einbeziehung des nach wie vor bestehenden Lainzer Boltzmann-Labors neue Projekte in Angriff. Dabei sind vor allem Arbeiten mit Blutzellen von Patientinnen mit rheumatischen Erkrankungen, sowie tierexperimentelle Studien zu nennen, die eine neue Ära der Forschungstätigkeit an der klin. Abt. f. Rheumatologie eröffneten. Im Jahr 2000 habilitierte sich GS für das Fach Biochemie. Für seine Forschungstätigkeiten wurde er mehrfach ausgezeichnet, wobei insbesondere die Verleihung des Staatspreises für Rheumatologie des BuMi WiFo im Jahre 1997 zu nennen ist. GS ist an der Organisation einiger bedeutender internationaler Kongresse beteiligt (wie etwa dem „Dresden Symposium on Autoantibodies“, dem „International Congress on Autoimmunity“ und dem „Annual European Congress of Rheumatology“), wo er auch regelmäßig als Vortragender in Erscheinung tritt. GS ist verheiratet und Vater einer aufmüpfigen sechzehnjährigen Tochter, die eine äußerst geringe Meinung über Naturwissenschaft und NaturwissenschaftlerInnen hat. |
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Forschung |