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Vaskuläre Aspekte in der
Rheumatologie
Johannes Grisar,
Marion Munk (Diplomandin)
Das wissenschaftliche
Interessensgebiet und die Forschungstätigkeit von Herrn Dr. Johannes
Grisar liegen hauptsächlich im Bereich der Endothelzellen und
Angiogenese bei chronisch entzündlichen Erkrankungen. Frühere Studien
beschäftigten sich mit der transendothelialen Migration mononukleärer
Zellen, einem wichtigen Vorgang bei Entzündungsreaktionen und deren
Beeinflussung durch bestimmte Immunsuppressiva in einem.
Die
Arbeiten wurden anhand eines in vitro Migrationsmodelles, bei denen eine
Endothelzellschicht auf einem Kollagengel aufgetragen werden
durchgeführt. Der derzeitige Hauptfokus der wissenschaftlichen Tätigkeit
von Herrn Dr. Grisar ist im Bereich der endothelialen Vorläuferzellen,
die aus Stammzellen zu Endothelzellen und schließlich zu neuen Gefäßen
differenzieren können und denen dadurch auch eine entscheidende Rolle
bei der Neoangiogenese und der Vasculogenese zukommen. Das
therapeutische Potential dieser endothelialen Vorläuferzellen scheint
groß zu sein, werden sie doch schon bei Patienten mit akutem Herzinfarkt
und Herzinsuffizienz autolog transplantiert. In einer rezenten Arbeit
von Herrn Dr. Grisar konnte gezeigt werden, dass diese Zellen bei
Patienten mit rheumatoider Arthritis in Abhängikeit von der
Krankheitsaktivität vermindert sind, was für das erhöhte kardiovaskuläre
Risiko an dem Polyarthritispatienten leiden mitverantwortlich sein
könnte. Erste Daten zeigen, dass durch kurzfristige Steroidgabe bei
Patienten mit aktiver rheumatoider Arthritis die Anzahl der
endothelialen Vorläuferzellen signifikant erhöht wird und im Bereich von
gesunden Kontrollen liegt.
Zukünftige Projekte werden
sich mit der Rolle endothelialer Vorläuferzellen beim systemischen Lupus
erythematodes, der ebenfalls mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko
assoziiert ist beschäftigen. Weiters ist geplant endotheliale
Vorläuferzellen in einem Arthritis-Mausmodell zu erforschen.
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