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Zielsetzungen/Problem-stellungen:
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Gerüche aus der Umwelt bieten
häufig Anlass für Beschwerden der betroffenen
Bevölkerung beim Verursacher oder bei der Behörde.
Zur Abklärung der
Belästigungssituation von Gerüchen unterschiedlicher Herkunft
führte das Projektteam im Auftrag der MA30 - Wien Kanal in Teilen
des 11., 21. und 22. Wiener Gemeindebezirks zwischen 1999 und 2003
Quer- und Längsschnittuntersuchungen zu kombinierten
Umweltstressoren mittels Befragung durch. Zur Verringerung der
Geruchsbelästigung wurden von der MA30 - Wien Kanal
geruchsmindernde Maßnahmen (siehe Bild) eingesetzt, welche
begleitend evaluiert und im Hinblick auf die Reduktion der
Geruchsbelästigung der AnrainerInnen beurteilt wurden. Zum Einsatz
kamen dabei sowohl Fragebögen als auch wiederholte
(wöchentliche) Kurzbefragungen.
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Hauptergebnisse:
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Mithilfe des
psychometrischen Ansatzes gelang es, Art, Ausmaß und Verlauf der
Belästigungssituation der betroffenen AnrainerInnen im Detail
darzustellen.
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Die umweltpsychologische
Evaluation der getroffenen Maßnahme erbrachte statistisch
signifikante Verbesserungen der Belästigungssituation.
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Anzumerken ist jedoch,
dass eine Verringerung der Schadstoffkonzentration durch
Sanierungsmaßnahmen (aus physiologischen wie psychosozialen
Gründen) nicht geichermaßen mit einer Verringerung der
Belästigung der AnrainerInnen einhergeht.
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In Gebieten, in denen
kombinierte Umweltbelastungsfaktoren vorherrschen, wurde ein
ganzheitliches Sanierungskonzept vorgeschlagen, da bei Teilsanierungen
(z.B. auschließlich Geruch) nur mit entsprechenden Teilerfolgen
gerechnet werden kann.
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Die eingesetzte Methodik (Kombination aus
Einmal- und wiederholter Kurzbefragung, analog VDI-Richtlinie 3883
Bl.1, Bl.2) wurde fallspezifisch adaptiert und erwies sich danach als
hochgradig praxistauglich.
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Projekt-Publikationen:
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Cervinka, R. & Neudorfer, E.
(2005). Sewage in the city - odour annoyance and evaluation of
mitigation measures. In: B. Martens & A. G. Keul (Eds.), Designing
Social Innovation: Planning, Building, Evaluating (S. 127-135).
Göttingen: Hogrefe.
Cervinka, R. & Neudorfer, E.
(2005). Psychometrische Erfassung der Geruchsbelästigung: Probleme
und Lösungsvorschläge bei der Verwendung der Thermometerskala
in schriftlichen Erhebungen. Gefahrstoffe - Reinhaltung der Luft, 6,
271-274.
Cervinka, R. & Neudorfer, E.
(2005). Reduktion von Geruchsbelästigung aus Abwasserkanälen
- Erkenntnisse umweltpsychologischer Begleitforschung.
Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft, 3-4/57, 57-62.
Cervinka, R. & Neudorfer, E.
(2004). Odour control at a municipal sewage collector: psychological
perspectives. In: Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN (Hg.),
VDI-Berichte Nr. 1850: Environmental Odour Management (S. 13-25).
Düsseldorf. VDI Verlag GmbH.
Cervinka, R. & Neudorfer, E.
(2004). Geruchsemissionen kommunaler Abwässer - technische
Sanierung und Reduktion der Belästigungswirkung. KA - Abwasser,
Abfall, 7/51, 736-740.
Cervinka, R. & Neudorfer, E.
(2004). Psychometrische Erfassung von Kanalgerüchen im Rahmen
einer Geruchssanierungsmaßnahme - Kombinierte Anwendung der
Richtlinien VDI 3883 Blatt 1 und Blatt 2. Gefahrstoffe - Reinhaltung
der Luft, 5, 239-244.
Cervinka,
R. & Neudorfer, E. (2003). "Hilfe, es stinkt!"
Geruchsbelästigung und Kanalsanierung in der Stadt.
Umweltpsychologie, 1/7, 24-37.
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