SZINTILLATIONSZÄHLER


Das Prinzip des Szintillationszählers besteht in der Emission von Photonen im sichtbaren und ultravioletten Bereich infolge der Wechselwirkung ionisierender Teilchen mit dem Kristallgitter oder den Molekülen eines sogenannten Szintillators.

Erst durch die Entwicklung hochempfindlicherWandler, Sekundärelektronenvervielfacher (engl.: Photomultiplier) genannt, ist die Szintillationsmethode zu einem bedeutenden und weitverbreiteten strahlenphysikalischen Meßverfahren geworden.

Der Szintillationszähler besteht aus:

dem Szintillator, der die einfallende Strahlung in Lichtblitze konvertiert

dem Sekundärelektronenvervielfacher, der die Lichtblitze in ein elektrisches Signal verwandelt

der Verstärkungselektronik

dem Impulshöhenanalysator (Einkanal-, Mehrkanal, Vielkanalanalysator)

der nachgeschalteten Registrierelektronik



Szintillationszähler sind die bei weitem am häufigsten angewendeten Strahlungsmeßgeräte in der Nuklearmedizin. Sie sind Bestandteil sämtlicher bildgebenden Geräte wie dem Scanner, der Gamma-Kamera und auch der Positronentomographen und haben auch der Bildgebung ihren Namen - nämlich Szintigraphie - gegeben.

Neben der Bildgebung werden sie z.B. auch bei Aktivitätsbestimmungen ohne Bildgebung, wie beim Ganzkörperzähler oder Sondenmeßplätzen und zur in vitro Messung von Proben (z.B. Blut, Harn, etc.), die in sogenannten Gammacountern und Betacountern erfolgt, eingesetzt. Bei Betacountern erfolgt die Messung der Probe durch Einbringen in einen Flüssigszintillator. Die Probe ist dann vom Szintillator allseitig umgeben (4-Pi-Geometrie).


Szintillator


Anorganische Szintillatoren


Organische Szintillatoren


Sekundärelektronenvervielfacher


Impulshöhenanalysator