Eine Oberflächenkontamination läßt sich durch direkte oder indirekte Meßverfahren bestimmen, wobei Direktmessungen mit mobilen Meßgeräten durchgeführt werden.
Direkte Messung einer Kontamination Vor Beginn der Messung wird mit einem funktionstüchtigen Meßgerät die Hintergrundstrahlung (Leerwert) in dem betroffenen Raum gemessen und vom Meßergebnis der anschließenden Kontaminationsmessung subtrahiert. Bei der eigentlichen Kontaminationsmessung wird das Meßgerät in geringem Abstand langsam über die zu prüfende Oberfläche geführt und der Meßwert abgelesen.
Messung in geringem Abstand zur Oberfläche
Es ist mit einer Beeinträchtigung der Ergebnisse zu rechnen, wenn sich
auf der zu prüfenden Oberfläche zusätzliche Verschmutzungen befinden
die zu prüfende Oberfläche in einem störenden Strahlenfeld liegt
unter der Oberfläche radioaktive Stoffe befinden, die zum Meßergebnis beitragen
Indirekte Messung einer Kontamination Indirekte Meßverfahren werden angewandt, wenn das Meßergebnis durch den Strahlungshintergrund zu stark beeinträchtigt wird. Die indirekten Meßverfahren werden mit Wisch- oder Klebeproben durchgeführt. Wischproben werden mit saugfähigem Material von der zu prüfenden Oberfläche entnommen, wobei darauf zu achten ist, daß die Kontamination nicht ausgebreitet wird. Bei der Entnahme von Klebeproben ist zu beachten, daß die zu prüfende Oberfläche trocken sein muß und daß sich der Klebstoff nicht vom Träger ablösen darf. Die Messung und Auswertung der Wisch- und Klebeproben erfolgt im Szintillationszähler und Gammacounter.
Wichtig: Immer Schutzhandschuhe verwenden !!!
Kontrollen müssen auf jeden Fall durchgeführt werden
einmal je Arbeitstag, womöglich nach Beendigung der Arbeit
bei Verdacht auf Kontamination (z.B. erhöhte Ortsdosisleistung und dgl.)