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UID:event-1002-date-1540@meduniwien.ac.at
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SUMMARY:Tagung "Leichenöffnung für wissenschaftliche Zwecke"
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DESCRIPTION:Zwischen den wissenschaftlichen Interessen an einer Leichenöff
 nung und den postmortalen Persönlichkeitsrechten bzw dem Schutz der Toten
 ruhe besteht ein Spannungsverhältnis. Die österreichische Gesetzgebung s
 teht Obduktionen seit jeher generell sehr aufgeschlossen und „forschungs
 freundlich“ gegenüber. In öffentlichen Krankenanstalten sind Obduktion
 en zu Forschungszwecken etwa auch ohne Zustimmung des Betroffenen oder der
  Angehörigen erlaubt. Das hat in den letzten Jahren wiederholt zu (auch g
 erichtlich ausgetragenen) Konflikten geführt\; dabei haben mitunter auch 
 religiöse Motive eine Rolle gespielt. Derzeit ist überdies eine Beschwer
 de beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg anhän
 gig\, die sich – gestützt auf die Grundrechte nach Art 8 (Privat- und F
 amilienleben) und Art 9 EMRK (Religionsfreiheit) – gegen das österreich
 ische Obduktionsrecht richtet. Dabei wird es unter dem Aspekt der Verhält
 nismäßigkeit des mit Leichenöffnungen einhergehenden Grundrechtseingrif
 fs insb auch darauf ankommen\, ob Eingriffe in die Integrität des Leichna
 ms in Zukunft möglicherweise durch alternative (nicht-invasive) medizinis
 che Methoden ersetzt werden könnten. Die Tagung hat zum Ziel\, grundlegen
 de medizinische\, ethische und\nrechtliche Aspekte des Themas aufzugreifen
  und interdisziplinär zu diskutieren. Im Zentrum des Interesses stehen Le
 ichenöffnungen zu wissenschaftlichen Zwecken.\n\nWeitere Informationen un
 d Programm
LOCATION:Van Swieten Saal der Medizinischen Universität Wien Van-Swieten-G
 asse 1a 1090 Wien
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