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Medical genetics: How can and should it develop in the future?

Opening of the Emanuel Merck Auditorium at MedUni Vienna
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(Vienna, 27 October 2016) Over the course of the past few years, enormous changes have taken place in the field of medical genetics, at a rate that is unprecedented in any other field. It is now possible to analyse a person's entire genetic material both quickly and cheaply. Genetic tests can be performed on the embryo during the course of in-vitro fertilisation or from the maternal blood during pregnancy. Predictive genetic tests can be used to estimate the probability of a person developing a certain disease later on in their lives (keyword: breast cancer: Angelina Jolie).

Das Emanuel Merck Auditorium ist das erste, das an der MedUni Wien den Namen eines Sponsors aus der Wirtschaft erhält. „Die Unterstützung der Forschung durch die Wirtschaft ist heutzutage enorm wichtig und der richtige Weg, um Spitzenforschung auch in Zukunft zu sichern. Gleichzeitig muss universitäre Forschung aber immer ihre Unabhängigkeit bewahren“, sagt  Markus Müller, Rektor der MedUni Wien, der die Veranstaltung auch mit einem Vortrag zur Bedeutung von Drittmitteln für die Forschung in Österreich eröffnet.

Emanuel Merck war in seiner Zeit ein Pionier der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie. Einen Teil seines Pharmaziestudiums absolvierte er in Wien bevor er mit nur 22 Jahren die Familien-Apotheke übernahm. Er legte den Grundstein für eine wegweisende Professionalisierung und Industrialisierung der pharmazeutischen Aktivitäten des Familienunternehmens. „Wir bei Merck leben auch heute sein forschungsorientiertes Ideal und kooperieren weltweit mit führenden medizinischen Einrichtungen wie der Medizinischen Universität Wien,“ sagt Geschäftsführer Matthias Wernicke „wir sind stolz, dass das Emanuel Merck Auditorium den Namen und Geist dieses Selbstverständnisses weiterträgt.“ Merck arbeitet intensiv an der Weiterentwicklung im Bereich Immunonkologie. So hat gerade dieser Hörsaal für Genetik für uns eine besondere Bedeutung.

Eine der spannendsten Fragen der Wissenschaft
„So manche dieser neuen medizinischen Entwicklungen werfen aber auch ethische Fragen auf: nicht alles, was gemacht werden kann, soll auch gemacht werden“, sagt Markus Hengstschläger, Leiter des Instituts für Medizinische Genetik der MedUni Wien, anlässlich der bevorstehenden Eröffnung des Emanuel Merck Auditoriums am 9. November, bei der er einen Vortrag zu dem Thema „Zukunft der Gene: Medizinische Genetik – Quo vadis?“ hält.

Das Fach Genetik ist seit vielen Jahren eine Leitwissenschaft, die im Zentrum der vielleicht spannendsten und wichtigsten Fragen des Menschen steht. Was macht den Menschen zum Menschen – wie groß ist der Anteil der Gene bzw. der Umwelt? Wie ist der Mensch in der Evolution entstanden? Wie alt kann er werden? Das Fach „Medizinische Genetik“ wiederum beschäftigt sich ausschließlich mit der Frage „welche Rolle spielen Gene bei der Entstehung von Erkrankungen des Menschen?“. Ein immer besseres Verständnis von Stammzellen erlaubt die Entwicklung ganz neuer Therapieansätze für eine Vielzahl verschiedener Erkrankungen.

Hengstschläger: „Die ersten gentherapeutischen Medikamente für seltene Erkrankungen sind bereits am Markt und das neue Verfahren des ‚Genome editing‘ (CrisprCas9) wird schon in naher Zukunft die Entwicklung vieler neuer gentherapeutischer Ansätze ermöglichen. So manche dieser neuen medizinischen Entwicklungen werfen aber auch ethische Fragen auf. Um eine öffentliche Diskussion darüber zu ermöglichen, die letztendlich auch zu entsprechenden nationalen gesetzlichen Rahmenbedingungen führt, muss die Wissenschaft transparent sein. Einen Beitrag zu diesem Kreislauf will auch die Veranstaltung am Institut für Medizinische Genetik der Medizinischen Universität Wien leisten.“

Eröffnung des Emanuel Merck Auditoriums am 9. November 2016 am Institut für Medizinische Genetik der MedUni Wien (Währinger Straße 10, 1090 Wien; Beginn: 18 Uhr). Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um Anmeldung bis 2. November wird ersucht unter: pr@meduniwien.ac.at. Der Eintritt ist auch für interessiertes Publikum frei.