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Atopica

Atopic diseases in changing climate and air quality

Atopische Erkrankungen im Zusammenhang mit Veränderungen des Klimas, der Landnutzung und der Luftqualität

Der für die kommenden Jahrzehnte in Europa prognostizierte Klimawandel wird nach Einschätzung des Weltklimarats das Auftreten von Wetterextremen wie Hitzeperioden, Dürren und Überschwemmungen begünstigen. Die Auswirkungen auf Vegetation, Landwirtschaft und Luftqualität können die Gesundheit der europäischen Bevölkerung beeinträchtigen, im besonderen durch erhöhtes Auftreten von Allergien.

Das EU-Projekt "Atopische Erkrankungen im Zusammenhang mit Veränderungen des Klimas, der Landnutzung und der Luftqualität", unter der Leitung von Michelle Epstein an der Universitätsklinik für Dermatologie, untersucht diese Phänomene.

Unter Atopie versteht man eine genetisch fixierte Neigung des menschlichen Organismus zu überschießenden Abwehrreaktionen gegenüber Einflüssen aus der Umwelt. Untersucht wird der Klimawandel am aktuellen Beispiel von "Ambrosia artemisiifolia L.", einem Asterngewächs, das hoch allergen ist und als Auslöser von Beschwerden wie Heuschnupfen, Asthma oder atopischer Dermatitis, einer entzündlichen Reaktion der Haut, gilt. Die von Ambrosia ausgehende Gefahr darf aufgrund der alarmierenden Geschwindigkeit, mit der sie sich in Europa ausbreitet, und aufgrund der stark steigenden Zahl der Europäer, die allergisch auf diese Pflanze reagieren, nicht unterschätzt werden.

Mit diesem Projekt möchten wir:

  1. Unsere Kenntnisse über die Auswirkungen verschiedener umweltbedingter Stressfaktoren auf allergische Erkrankungen vertiefen
  2. Szenarien zu den Risiken bei allergischen Erkrankungen entwickeln.
  3. Neueste Informationen zu den Folgen der Klimaerwärmung zur Entwicklung nationaler und europäischer Richtlinien zu Verfügung zu stellen. Es ist geplant, die Folgen des Klimawandels auf Luftqualität, Landnutzung und die Verbreitung der allergenen Ambrosia-Pflanze und ihrer Pollen zu untersuchen. In einem weiteren Schritt sollen die Auswirkungen dieser Faktoren auf die menschliche Gesundheit bewertet werden. Dafür werden wir Computermodelle, klinische Studien und experimentelle Modelle einsetzen.

In diesem Projekt werden wir besonders gefährdete Patientengruppen, wie ältere Personen und Kleinkinder mit Ambrosiaallergie, untersuchen. Wir hoffen auf diese Weise aussagekräftige Biomarker zu finden, anhand der ermittelten Daten die Immunantwort auf Pollenexposition zu verstehen und auch die damit verbundenen Risiken frühzeitig zu erkennen.

An dem "Atopica"-Projekt der Europäischen Kommission sind Zell- und Molekularbiologen, Immunologen, Allergologen, Dermatologen, Allgemeinärzte, Experten für Klimaforschung und Luftqualität, sowie Spezialisten für Landnutzung aus Österreich, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Belgien, Italien und Kroatien beteiligt. Das Projekt ist für drei Jahre anberaumt.


ForscherInnen der MedUni Wien

Die MedUni Wien ist Projektkoordinatorin unter der Leitung von Dr.in Michelle Epstein, Universitätsklinik für Dermatologie, Abteilung für Immunodermatologie und infektiöse Hautkrankheiten.

Dr. Michelle Epstein

Projektleiterin

Universitätsklinik für Dermatologie
Abteilung für Immunodermatologie und infektiöse Hautkrankheiten              


Eckdaten

Förderschiene/Bereich/Topic/Projektart:

ENV.2011.1.2.1-1 Environmental change and its effects on atopic diseases (allergies, asthma, eczema) in Europe, Small, Medium- Collaborative project

Projektdauer01.10.2011 - 30.09.2014
Förderhöhe Gesamtprojekt3.497.160,14 €
Förderhöhe MedUni Wien977.824,60 €

Projektwebsite

Das Projekt Atopica beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit.
Erfahren Sie mehr auf der offiziellen Projektwebsite.

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